Tafelsammeltag

Am Samstag war ich mal wieder im Rot Kreuz Einsatz. Wir hatten Tafelsammeltag. Leider war ich vom Vortag noch ein wenig angeschlagen und müde. Doch als ich mal raus war, war ich auch fitter. Wie so oft. Zu Hause hänge ich rum und fühle ich mich schlapp, sobald ich mich aufraffe und rausgehe, geht es mir besser.

Wir sammelten bei einer Lebensmittelkette haltbare Lebensmittel für die Tafel. Dabei muss man wildfremde Menschen anquatschen. Was ich ja dann meinem Einsatz bei der Bürgerliste mittlerweile beherrsche. Kaum zu glauben dass ich mich so was mal nicht getraut habe….. Was sich da dieses Jahr bei mir bewegt hat ist unglaublich! Ich schaute den anderen einmal zu und sprang bei der nächsten Kundschaft einfach ins kalte Wasser. Und am Ende konnten wir etliche Einkaufswägen mit haltbaren Lebensmittel füllen. Weiterlesen

Mädelsabend

Am Freitag habe ich es endlich mal geschafft! Lange bevor ich mich in der Bürgerliste engagiert habe, gab es schon den Ladies Talk bei uns im Ort. Immer am ersten Freitag im Montag gab es ein Treffen von Frauen im Ort – wer halt will. Ich habe es gesehen und überlegt hinzugehen.

Letztendlich habe ich es aber nie gemacht. Einfach weil ich entweder keine Lust hatte oder halt einfach Hemmungen. Jeden Monat bin ich zu Hause gesessen und habe überlegt „Trau ich mich dort alleine hin?“ Und jedes Monat war die Antwort „Ich bleibe lieber zu Hause.“ Weiterlesen

Unterstützung

Die Bewerbung ging am Donnerstag offiziell raus. Jetzt heisst es warten ob sich noch jemand bewirbt.

Wenn ich in den letzten Jahrzehnten etwas in meinem Leben gelernt habe dann ist es das Leistung zwar manchmal zählt, doch wenn es um Arbeitsplätze bzw. mehr Verdienst geht, ist Leistung unwichtig. Die gut bezahlten Posten bekommen diejenigen, die die richtigen Leute kennen.

Deshalb habe ich schon vor Jahren zum Netzwerken begonnen. Ohne geht es einfach nicht bei uns. Finde ich persönlich zwar manchmal Scheiße, aber da mir das ständige in der Luft hängen einfach wirklich schon reicht, spiele ich halt mit. Weiterlesen

Selbstverständlich

Wenn ich bzw. mein Einsatz als selbstverständlich angesehen wird, dann stört mich das nicht immer. Es gibt Menschen da könnte ich auf die Palme gehen wenn ich als selbstverständlich hingenommen werde, bei meinen Chefs hingegen kommt es als Anerkennung an. Sie kennen mich gut genug um zu wissen dass sie sich auf mich verlassen können.

Mittlerweile habe ich zwei Chefs. Einen beruflichen und einen politischen. Und beide wissen mittlerweile was sie an mir haben. Heute habe ich Post von unserer Bürgermeisterin bekommen. Ich wurde als Wahlbeisitzer eingemeldet und habe daher im Jänner zwei Termine. Es hat mich zwar niemand gefragt ob ich es machen will oder kann, aber wir hatten im Vorfeld schon öfter darüber gesprochen und ich habe auch nicht gesagt dass ich es nicht machen will. Jetzt ist der Topf derjenigen die man auswählen könnte weit größer als die Anzahl derjenigen, die man benennen kann. Und doch wurde ich ausgewählt. Was mir nur zeigt dass auch mein neuester politischer Chef weiß was er an mir hat. Weiterlesen

Abgelenkt

In der Nacht von Montag auf Dienstag bekam ich wieder mal fast keinen Schlaf. Keine Ahnung warum ich das hin und wieder habe. Ich war nicht aufgeregt, mir ging nichts durch den Kopf und doch drehte ich mich von einer Seite auf die andere. Alle paar Stunden ging ich auf die Toilette. Das letzte Mal auf die Uhr habe ich um drei Uhr morgens gesehen.

Natürlich war ich in der Früh dementsprechend groggy. Wie fern gesteuert ging ich zum Bus und fuhr ins Büro. Dort angekommen startete ich den PC und checkte die Post. Und da ich so durch den Wind war, hatte ich nicht wirklich damit gerechnet, gar nicht daran gedacht und plötzlich lag sie vor mir. Die Bekanntgabe -hoffentlich- meines Arbeitsplatzes! Weiterlesen

Langes Wochenende

Am Freitag hatten wir ja unseren Grätzel-Glühwein, am Samstag war ich dann mal wieder im Einsatz beim roten Kreuz. Ich hab mal wieder mit den Mädels geplaudert und meine neuen Putzmittel fürs Bad abgeholt. Allerdings habe ich früher angefangen, da ich auch früher weg musste. Aber egal. Ich habe meinen Beitrag geleistet und die Leute unterstützt. Ich glaube aber ich werde mich da hinkünftig wirklich lieber im Hintergrund halten. Der Kundenkontakt ist mir momentan zu stressig.

Nach dem Einsatz fuhr ich heim, duschen, umziehen und dann ab zum Perchtenlauf. Dort durfte ich mich dann ein wenig gruseln. Ich hab es ja nicht so mit den Perchten. Eine Bekannte hat sich aber um mich genauso gekümmert wie um ihre Sechsjährige. „Schau jetzt hat er die Maske herunten, das ist ein ganz junger Bursche! Schau da kommt der nächste ohne Maske, auch ein junger Bursche! Schau sogar ein Mädel ist dabei!“ Weiterlesen

Überraschung

Am Freitag hatten wir wieder einen Grätzel-Glühwein. Bei mir gleich über die Strasse. Ich war aber nicht wirklich motiviert. So wirklich Lust hatte ich nicht, aber ich schleppte mich trotzdem rüber. Zumindest wusste ich, dass Menschen dort sind die ich mag!

Als ich dort ankam, lief ich mehr oder weniger, ehemaligen See-Nachbarn in die Arme. Sie sind zwei Jahre lang direkt neben mir am See gelegen. Wir haben uns immer gegrüsst und ansonsten ignoriert. Also nicht negativ, sondern war einfach so. Sie waren als Paar mit Kind dort, ich mit Buch und Musik. Wir kannten uns nicht und hatten uns auch nichts zu sagen. Weiterlesen