Laxenburg 2018

Am Sonntag schlief ich mich mal wieder so richtig aus. Um halb 10 verlies ich langsam das Bett und machte mir mal einen Kaffee!

Nach dem Frühstück machte ich mich auch gleich auf den Weg. Mein Ziel war – das erste Mal heuer – der Schlosspark Laxenburg. Auch der ins ja bei der NÖ-Card inkludiert plus einer Gratisführung. Ich wohne jetzt seit 4 Jahren in unmittelbarer Nähe zum Schlosspark, doch eine Führung hatte ich jetzt noch nie. Es wurde also wirklich Zeit. Hinzu kam dass ich für die NÖ-Challenge für meinen Wohnort noch Minuten sammeln wollte. Ich verband also wieder mal ein paar Dinge. Tägliche Schritte für das persönliche Wohlbefinden, NÖ-Card einsetzen, Pokemons jagen, Bewegung in der Natur für die Seele und Minuten für meinen Wohnort. Ich mag es wenn ich mit einer Handlung gleich mehrere Dinge erledigen kann! 😉 Weiterlesen

Neue Woche, neue Ausbildung

Schön langsam reicht es mir dann mal. Das erste Halbjahr heuer war ja schon sehr geprägt von Ausbildung. Und die zwei längsten waren fachspezifisch. Also sehr konzentriert aufpassen und mitdenken. Die zwei Tage jetzt sind da sehr viel harmloser, wenn auch nicht ohne Überraschungen.

Das Thema ist Abgrenzung. Nicht dass ich das nicht schon könnte… Ich kann zwar mittlerweile sehr gut „Nein“ sagen, doch was danach kommt ist das Problem. Mein Bauch ist immer sehr konkret wenn er etwas nicht will und mittlerweile sage ich dann auch ganz klar nein dazu. Doch wenn die Entscheidung gefallen ist, dann schaltet sich der Kopf ein. „Was wird das jetzt wieder für Konsequenzen haben?“ „Wie lange werden sie mir das wieder vorwerfen?“ „Hinter meinem Rücken reden?“ „Was wenn ich nicht versetzt werde weil ich meine Grenzen verteidige und mir nicht alles gefallen lasse?“ Weiterlesen

Fort-/Rück-/Fortschritt

Die letzte Trennung war die bisher für mich schlimmste. Aus welchen Gründen auch immer, tut mein Umfeld so als wäre es nicht weiter schlimm. Ein Achselzucken, das wird schon wieder, etc.

Ja, ich weiß dass es schon wieder wird, nichts desto trotz ist mir mehrmals die Woche nach heulen zu Mute! Ich hatte jemand gefunden der perfekt zu mir gepasst hätte. Also er. Nicht sein Umfeld. Und er hat das ein paar Monate genauso gesehen. Hat mir von der gemeinsamen Zukunft vorgeschwärmt und mir viele erstrebenswerte Bilder in den Kopf gepflanzt. Weiterlesen

Fürsorgliche Ex-Lover

Es gibt Dinge die finde ich einfach komisch. Und wenn sie sich in meinem Leben auch noch wiederholen, dann finde ich das erst recht komisch.

Nachdem mir der süße Typ das Herz gebrochen hatte, hat er mich über meine Tränen hinweggetröstet.

Als ich am Sonntag bei Wolfgang in Tränen ausgebrochen bin, hat er mich getröstet.

Wo sind die Männer hin, die das Weite suchen, sobald Frau weint. Vor allem nicht die eigene Frau. Die Frau, die Mann eigentlich nicht will. Wieso bleibt er und tröstet? Und wieso geht das trösten mit Körperkontakt einher? Weiterlesen

Schweigen

In einer Familie sollten sich alle lieben und jeder sollte auf jeden achten. In einer Familie ist man füreinander da. Die Familie ist die Heimat zu der man immer dann kommen kann wenn es einem schlecht geht. Die Familie gibt einem ein warmes, wohliges Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit.

So stelle ich es mir zumindest vor – die perfekte Familie. Meine ist davon allerdings weit entfernt, obwohl eigentlich sind wir uns schon sehr viel näher gekommen in den letzten Jahren. Wir haben viel an uns gearbeitet und riesige Schritte gemacht, aber noch ist nicht alles geklärt. Wird es auch vielleicht nicht, doch wir arbeiten daran.

Als ich klein war wusste ich nicht viel über meine Verwandten. Zu viele waren bei meinen Großeltern in Ungnade gefallen und einfach totgeschwiegen. Dass meine Großmutter eine Halbschwester ganz in meiner Nähe hat, habe ich so erst vor ca. 5 Jahren von meiner Mutter erfahren. Und dass ich 2 Großcousinen habe, habe ich auch erst von ca. 10 Jahren erfahren. Wahrscheinlich liegt das daran dass meine Großmutter mit ihrem eigenen Sohn 40 Jahre nicht gesprochen hat – und somit auch nicht über ihn. Weiterlesen

Umsicht

Mein Leben lang hat mich die Umsicht begleitet. Ich habe bei allem was ich getan habe, berücksichtigt was das für Auswirkungen auf andere Menschen haben kann. Was mir im Straßenverkehr schon sehr oft das Leben gerettet hat, hat mir mein Leben im privaten Bereich oft sehr mühsam gemacht. Vieles habe ich nicht getan oder gesagt, weil ich davon ausgegangen bin, dass ich mein Gegenüber damit in Bedrängnis bringe.

Zum einen ist die Umsicht ein Teil von mir, zum anderen wurde sie durch meine Erziehung noch verstärkt. Ich wurde mit dem Wissen erzogen, dass wir arm sind. Und so habe ich nie Wünsche geäußert, weil ich damit ja meine Großeltern in Verlegenheit gebracht hätte, wenn ich mir was gewünscht hätte, was wir uns nicht leisten konnten. Und dabei meine ich keine großen Dinge. Ich habe nie gesagt wenn ich etwas gewollt habe. Ich habe nie um etwas gebeten. Weder um einen Schokoriegel, noch um einen neue Jeanshose. Ich wurde mit Entbehrungen groß gezogen und habe erst mit knapp 30 Jahren gelernt, dass es nichts Schlechtes ist, wenn ich mir selbst auch mal was leiste.

Lange Zeit hat die Umsicht mein Leben bestimmt. Ich habe mich immer zurück genommen, wenn ich annehmen musste, dass mein Gegenüber durch einen von mir geäußerten Wunsch, möglicherweise mehr Arbeit oder andere Unannehmlichkeiten hat. Natürlich weiß ich rückblickend nicht, ob ich meinen Mitmenschen wirklich Unannehmlichkeiten erspart habe, ich weiß jedoch auf jeden Fall, dass ich mich in meinem Leben selbst sehr beschränkt habe. Das ging sogar so weit, dass ich noch nicht mal gesagt habe, was ich will, wenn mich Menschen explizit danach gefragt haben. Weiterlesen