Mich lieben

Ich wurde erzogen mit dem „Wissen“ dass ich nicht so geliebt werden kann, wie ich bin. Das hat mir meine Großmutter jahrelang eingebleut. Wenn ich Anerkennung und Liebe haben will, muss ich mich anpassen. Das war jahrzehntelang sehr tief verankert in mir. Ich habe trotzdem beschlossen meinen eigenen Weg zu gehen, auch auf die Gefahr hin, keine Liebe zu finden.

Und dann geschah das „Wunder“ es kam ein Typ daher der mich „trotzdem“ liebte. Ja, genauso empfand ich es damals. Er liebte mich trotz allem. Er gab mir das Gefühl perfekt zu sein und deshalb zweifelte ich auch gar nicht daran, dass es mit uns nichts werden könnte…. Wenn man so viel Glück erfährt im Leben, dass man so geliebt wird wie man ist, dann ist das Schicksal. Dann gehört man zusammen. Wahrscheinlich war das eine sehr naive Sicht der Dinge. Weiterlesen

Soziale Wesen

Vor kurzem ist mir ja ein kleines Licht aufgegangen. Der Planer-Ex hat mir gut getan wenn er da war, doch wenn er es nicht war, ging es mir schlecht. Jetzt wo er ganz weg ist, geht es mir richtig gut. Das was er mir gegeben hat, waren sehr ambivalente Gefühle. Auf der einen Seite Glück, auf der anderen Traurigkeit. Wenn er mich in den Arm genommen hat, hat er das repariert, was er selbst erst verursacht hat. Gut das wissen wir jetzt schon, doch ich habe da noch ein wenig darüber nachgedacht…

Er war nicht der Einzige! Der süße Typ liegt auf der Hand. Der hat das ganze drei Jahre mit mir gespielt. Zuerst schön fertig machen und dann als Retter mich wieder aufbauen. Und er würde es heute noch spielen, würde ich ihn lassen. Mit genug Abstand ist das aber sehr leicht zu durchschauen. Fakt ist aber auch, wenn meine Gefühle im Spiel sind, habe ich diesen Abstand nicht. Dann werde ich zum willigen Opfer. Und ich habe noch ein wenig mehr nachgedacht…. Weiterlesen

Wissen

Als ich noch ein Kind war, glaubte ich, wenn man nur genug liest, dann weiß man irgendwann alles. Das ist natürlich Blödsinn, kein Mensch kann so viel lesen um ALLES zu wissen. Doch auch diese Idee hatte ich von den Grosis. Die hatten ja einen sehr begrenzten Horizont und gaben mir immer das Gefühl, dass die Welt klein und kompakt ist.

Dabei ist sie riesig und jeden Tag kommt neues Wissen hinzu. Ich lese gerne wissenschaftliche und medizinische Beiträge, alleine was es da im Moment neues gibt ist ur viel. Wir Menschen lernen uns andauernd besser kennen. Jede Generation erlebt eine andere Welt. Und so müssen wir unser Wissen auch immer an die Gegebenheiten anpassen. Einfach das von den Eltern gelernte als ultimative und einzige Wahrheit anzusehen, ist zwar möglich, doch wiederum sehr begrenzt. Weiterlesen

Persönliche Entwicklung

Als ich noch ein Kind war, haben mir meine Großeltern vorgelebt, dass man so ist wie man ist, dass man nichts neues lernen muss und sich nicht verändern muss. Der Lieblingsspruch meines Opas war „Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht.“ Gewürze waren daher eher Mangelware. Meinen ersten Knoblauch zum Beispiel, habe ich so erst gekostet als ich ausgezogen war. Doch nicht nur bei der Ernährung war das so. In allen Dingen hielt er sich daran. Neues ist Teufelszeug, da wollen wir gar nicht anstreifen.

Ich bin also mit dem Wissen groß geworden, dass man sich nicht verändern muss. Ich als Kind musste zwar in der Schule lernen, aber nach der Schule hätte ich es dann hinter mir. Lebenslanges lernen war kein geläufiger Begriff zu Hause. Als ich ausgezogen war, habe ich mich dann aber doch verändert, weil ich es wollte. Und als ich dort angekommen war, wo ich mich wohl fühlte, habe ich einfach aufgehört. Ich habe keine Veranlassung mehr gesehen mich weiter zu entwickeln. Weiterlesen

Nebenbei-Erkenntnisse

Zwei Dinge sind mir aufgefallen bei den Gesprächen vorige Woche. Ich kann Rat zwar annehmen, aber nicht unmittelbar und für mich heißt versuchen nicht dasselbe wie für andere Menschen!

Fangen wir mit Ratschlägen an. Egal ob sie als solche formuliert sind oder indirekt gegeben werden. Alles was man mir sagt, nehme ich erstmal auf. Dinge wo ich davon ausgehe, dass sie wichtig sind, bleiben mal am Schirm. Um sie aber wirklich annehmen zu können, muss ich sie erst mal durchdenken. Ich muss sie mit meinem bestehenden Wissen in Einklang bringen. Ich muss einen Punkt finden wo sie dazu passen. Wenn sie bestehendes widerlegen dann dauert es natürlich entsprechend länger. Dann wird geprüft (durchdacht und hineingefühlt) was denn nun die richtige – in diesem Fall also meine – Sichtweise ist. Um mich ganz klar auszudrücken. Ich weiß dass es mehrere Wahrheiten gibt. Es gibt auch andere Sichtweisen die ich anerkennen kann, wenn sie meiner eigenen widerspreche. Was ich hier meine ist, wenn mir jemand meine eigene Sichtweise widerlegt! Weiterlesen

Zwischenspurt

Leider war es das noch nicht ganz. Heute habe ich noch mal Sekretariatsdienst von 8 bis 16 Uhr. Schätze da wird die Hölle los sein! Alle Finanzangelegenheiten haben wir schon gestern fertiggemacht, Chef ist schon in Urlaub und ich sitze mehr oder weniger alleine im Büro.

Und weil es so schön ist, mache ich das am 27. Dezember dann noch einen Tag. Wobei da habe ich wenigstens einen Termin mit meinem Chef… Der Tag heute wird sich eher ziehen…. Aber bald habe ich es geschafft. Bald brauche ich mir die angefressenen Gesichter nicht mehr anschauen…

Daniela war ja zwischenzeitlich – kurz nach ihrer Scheidung – eigentlich recht gut drauf, doch mittlerweile hängen die Mundwinkel wieder. Fragen darf man nichts, sagen darf man nichts, schauen darf man nicht…. Alles ein Grund passiv-aggressiv durchs Leben zu stapfen…. Doch mir ist das jetzt mal egal. Ich habe beschlossen, meine Mitarbeiter stressen mich nicht mehr so leicht. Weiterlesen

Hätte ich das nur schon damals gewusst!

Ich war immer extrem gut in der Schule. Total brav und strebsam. Das einzige was ich nie konnte war Sport! Laufen war nicht meins, klettern war nicht meins, hüpfen ebenso wenig, werfen schon mal gar nicht und von fangen will ich gleich gar nicht anfangen! Bei den diversen Spielen war ich auch immer die letzte die in ein Team gewählt worden ist – auch nicht sehr toll fürs Selbstwertgefühl. Aber ich habe es verstanden. Ich war richtig schlecht! Das zog sich bis zur Matura. In 13 Jahren Schule habe ich keine Sportart entdecken können, die mich auch nur irgendwie hätte begeistern können. Das einzige was ich gern machte war schwimmen, aber das auch nicht unbedingt mit der Klasse, dafür war meine Figur zuerst zu unweiblich und dann zu weiblich!

Seit ein wenig mehr als einem Jahr gehe ich jetzt im physikalischen Institut trainieren. Doch unsere gemeinsame Zeit neigt sich dem Ende zu. Ich war ja schon im Fitnessstudio beim Probetraining und habe mich auch schon angemeldet. Bei dem Training erfuhr ich auch, dass einer meiner jetzigen Trainer ebenfalls „unten“ – im Keller – trainiert. Allerdings nicht welcher, da beide denselben Vornamen haben. Ich ging aber auch nicht näher darauf ein. Weiterlesen