Erste Arbeitswoche

Ich habe in meiner ersten Arbeitswoche im neuen Job, mehr sinnvolles gearbeitet und mehr weitergebracht als in einem Monat bei der letzten Dienststelle. Ich habe mehr gelacht und mich definitiv sehr viel wohler gefühlt! Als ich bei der vorigen Dienststelle angefangen habe, hatte ich erstmal Probleme mit den Leuten klar zu kommen. Mit Mrs. Wichtig bin ich gleich mal aneinander geraten und mit meinem Kollegen wusste ich erstmal nicht, worüber ich mit ihm reden sollte. An Mrs. Wichtig habe ich mich zwischenzeitlich gewöhnt und wir mögen uns mittlerweile. War aber ein weiter Weg. Mit meinem Ex-Kollegen kam ich bis zum Schluss nicht wirklich klar. Wir sind einfach zu verschieden.

Bei der jetzigen Dienststelle ist alles ein wenig anders. Die Menschen reden Klartext. Da gibt es kein herumgeiere und taktieren – zumindest nicht intern. Die sind total straight. Also kann ich es auch sein. Was enorm befreiend ist! Die letzten 15 Jahre habe ich gelernt immer zu überlegen, wie etwas „gegen mich verwendet werden könnte“. Also lieber einmal öfter den Mund halten! Weiterlesen

Unnötig nervös

Am Samstag hatte ich mal wieder vor neues auszuprobieren. Ein paar Dienste habe ich ja schon intus. Warenabholung war für mich aber noch Neuland.

Seit kurzem haben wir am Nachmittag nochmal eine Warenabholung zu machen. Und da ich Fahrzeugverantwortliche am Nachmittag war, war es an mir das alles zu organisieren.

Leider war ich mit ein paar Neulingen im Dienst. Aber zumindest eine sollte ein wenig Ahnung haben. Mein Plan war also. 16 Uhr Auto abholen, dann Kollegin abholen und Behältnisse, Weg suchen und dann Ware abholen. Dabei weiß ich einiges vom hören/sagen. Aber halt nicht vom selber tun. Was zwei unterschiedliche Arten von Wissen sind. Weiterlesen

Adressänderung empfohlen

Als ich nach vier Wochen Abwesenheit, wieder im Dienst ankam, erwartete mich viel Post. Die galt es erstmal abzuarbeiten. Es dauerte daher auch ca. einen halben Tag bis ich die Mail entdeckte!

Die Absenderin sagte mir nichts, der Betreff war sehr kurz „Post“.

Ich öffnete die Mail und las sie. Und las sie nochmal und nochmal. Dann hielt ich den Kopf schief in der Hoffnung vielleicht zu verstehen was die Dame von mir wollte!

Und tatsächlich begann es schön langsam es zu dämmern. Weiterlesen

Gute Menschen

Seit der Flüchtlingskrise 2015 ist das Wort „Gutmensch“ bei uns ein Schimpfwort. Was ich total wiedersinnig finde. Wie kann es ein Schimpfwort sein ein guter Mensch zu sein?

Ich war damals nicht an vorderster Front – oder an irgendeiner Front. Ich engagierte mich nicht, verfolgte aber was da passierte. Und im Herzen war ich auf der Seite der Helfer. Im Herzen war ich also ein Gutmensch, auch wenn ich nichts dafür tat. Und dann war es plötzlich etwas schlechtes Menschen zu helfen. Ja, es lief damals vieles schief. Leute wurden nicht registriert, der Menschenstrom war unkontrolliert und so sollte es wirklich nicht sein. Ich kann trotzdem nichts verwerfliches daran finden, dass man frierenden und hungernden Menschen hilft. Weiterlesen

Umfangreiches Wissen

Eines meiner Lebensthemen. Als Kind wurde mein Wissen von meinen Großeltern vorgegeben. Was sie meinten dass ich wissen muss, sagten sie mir. Was sie befanden dass ich nicht wissen muss, verschwiegen sie mir. So weit, so normal. Als ich älter wurde, lernte ich dass Kinder ganz schön nerven können mit ihren Fragen. Was mich total irritierte. Vor allem die Reaktion der Eltern. Die nahmen das nämlich als selbstverständlich hin und antworteten. So war das bei mir nicht. Mir wurde das Fragen schon sehr früh abgewöhnt. Kinder haben nicht zu fragen. Die (Groß-)Eltern sagen ihnen was sie wissen müssen, den Rest müssen sie nicht wissen.

Da ich zu Hause nicht fragen durfte, hielt ich mich auch in der Schule mit Fragen zurück. Ich lernte durch beobachten. Ich hielt mich zurück, blieb stumm und beobachtete. Wie Leute miteinander redeten, was sie wie taten, etc. Weiterlesen

Ups….

Ich muss gestehen, ich habe mich echt geärgert als mir mein Kollege vor die Nase gesetzt worden ist. Allerdings hat er sich der Führungsaufgabe ganz dezent mit einer Knie-OP, plus verlängertem Krankenstand, gekonnt entzogen. Und da er nicht da war, habe ich alle Aufträge geerbt.

Eines habe ich durch die neue Konstellation auf jeden Fall gelernt. Bevor ich dauerhaft für so einen Idioten arbeite, übernehme ich lieber wieder selber ein Team….

In den letzten Wochen hat mich auch Mrs. Wichtig wieder ein wenig mehr genervt. Sie hat mich in regelmäßigen Abständen darauf aufmerksam gemacht, dass bei den ganzen Unterlagen, die wir bisher bekommen hatten, nirgendwo die dienstzugteilten Personen erwähnt werden. Und zwar immer mit dem Hinweis „Ich will dich ja nicht nervös machen, aber von euch ist da nirgendwo die Rede!“ Und das mehrmals die Woche! Ich habe ihr dann immer nur erwidert „Ich bin eh nich nervös!“ Weiterlesen

Der ahnungslose Chef

Ich weiß jetzt, wie gesegnet ich bisher war in meinem Leben! Alle meine Chefs waren fachlich kompetent und menschlich voll in Ordnung. Ich hatte vor allen Respekt, aber keine Angst. Ich traute mich mit allen offen reden und arbeitete gerne für sie.

Seit kurzem bin ich Teil eines neuen Teams. Mein Kollege und ich. Und er ist der Chef. Blöderweise findet er nicht in seine Rolle! Er will nicht Chef sein und sieht uns als gleichgestellt an, obwohl unser Abteilungsleiter klar etwas Anderes festgelegt hat. Er sieht zwar mittlerweile ein, dass unser Abteilungsleiter es so festgelegt hat – anfangs wollte er mir erklären ich verstehe es falsch – er will aber trotzdem nicht die Aufgaben eines Chefs wahrnehmen. Weiterlesen