Wutraum Teil 1

Wie schon in meinem letzten Blogbeitrag beschrieben, geht es hier nicht darum jemanden etwas vorzuwerfen. Menschen tun was sie tun und manchmal verletzt mich das „tun“ anderer und macht mich wütend….

Ich bin/war wütend auf….
Mich macht/e wütend….

dass ich als Kind nicht mit den anderen Kindern spielen durfte

dass ich in der Schule gemobbt worden bin

dass ich von meinen Großeltern immer zur Schule gebracht und wieder abgeholt worden bin

dass ich zu meinem Vater fahren musste auch wenn ich nicht wollte

dass meine Mutter nicht so oft vorbei gekommen ist, wie ich es mir gewünscht hatte

dass ich kein eigenes Zimmer hatte

dass meine Großeltern nie interessiert hatte was ich wollte Weiterlesen

Zornpinkerl

Ich kann mich noch erinnern dass ich als Kind oft zornig war. Doch gebracht hat es mir nie etwas. Wenn ich bei meinen Großeltern geäußert habe, dass ich auf etwas wütend sei, war es ihnen schlichtweg egal. Meine Befindlichkeiten interessierten sie einfach nicht. Ein Kind braucht ein Dach über dem Kopf, Essen im Magen und Kleidung zum Anziehen. Alles andere ist nicht notwendiger Luxus. Meine Spielsachen waren die von meiner Mutter und meinen Onkeln. Meine Kleidung war Minimalausstattung – 2 Jeans und 5 gleich aussehende T-Shirts. Dazu kamen zumeist fettige Haare und Turnschuhe.

Um mein „Leiden“ komplett zu machen, war ich unter Totalüberwachung. Ich wurde zur Schule gefahren und abgeholt. Alle anderen fuhren in dem 2.500 Einwohnerort mit dem Rad oder gingen zu Fuß. Ich wurde chauffiert. Denn alleine zur Schule zu gehen – da hätte ja etwas passieren können. Ich weiß wo all dies herkommt, doch darum geht es heute nicht. Ich hatte immer für alles Verständnis, doch meine Wut hatte nie jemanden interessiert. Ich war alleine. Ich hatte keine Freunde. Ich wurde gemobbt. Und ich hatte keine Chance da raus zu kommen. Und wenn ich erzählen wollte, dass ich darunter litt, hat es meine Großeltern nicht interessiert. Über Gefühle wurde einfach nicht geredet. Das machte mich zornig. Was auch wieder niemand interessierte. Weiterlesen

Hundeleine

So Massageausflüge sind doch immer wieder nett. Zuerst macht mir der Masseur meinen Kopf frei und am Heimweg führen wir dann immer tiefgründige Gespräche, meistens gewürzt mit einem Aha-Erlebnis. So auch wieder dieses Mal. Es geht mal wieder – oder noch immer – um den süßen Typen. Eigentlich dachte ich das Thema wäre erledigt, aber das war offensichtlich ein Irrtum.

Ich versuche mich ja wo es geht aus seinen Spielchen – zur Bestätigung seines Egos – herauszuhalten. Allerdings mit mäßigem Erfolg. Da ich ihm direkt nicht mehr gebe, was er will, besorgt er es sich indirekt. Wir haben ja eine gemeinsame Bekannte, deren Nähe er immer dann sucht, wenn ich ihm nicht gebe was er will. Kurz nachdem es zwischen uns aus war, hat er begonnen sich mit ihr zu treffen. Und seit nunmehr 2 Jahren, treffen sie sich immer mal wieder. Und auch wenn sie es mir noch nie erzählt haben, habe ich es trotzdem jedes Mal im Nachhinein von einem von beiden erfahren. Man könnte auch sagen, einer von beiden hat sich immer verplappert. Weiterlesen

Split, Umsicht, Sex und Manipulation

Ich habe mich also mit meinem Profil und meinen Zentren gemäß HDM auseinandergesetzt. Doch da gibt es noch so unendlich viel mehr. Ich hab bisher – in 5 Jahren – nur an der Oberfläche gekratzt. Und doch hat es mich sehr weiter gebracht. Zu meinem Profil gehört auch noch eine „Kleinigkeit“. Ich habe einen Split. Ich habe 4 definierte Zentren wobei immer nur 2 miteinander verbunden sind. Menschen mit einem einfachen Split – es gibt auch Mehrfachsplits – sind ihr Leben lang auf der Suche nach Menschen, die ihnen ihren Split verbinden. Doch wenn sie solche Menschen finden, können sie in einer Abhängigkeit landen.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, es gibt Menschen bei denen fühle ich mich wohler als bei anderen. Und von diesen Menschen lasse ich mir auch mehr gefallen. Ich hatte schon mindestens 2 Menschen in meinem Leben, die mir meinen Split verbunden haben, und ich hab ihnen immer alles durchgehen lassen – auch wenn sie mich verletzt haben. Anderen Menschen lasse ich so ein Verhalten nicht durchgehen. Früher war ich auch immer auf der Suche nach einem Partner. Ich fühlte mich nie wirklich ganz, und meinte ein Mann an meiner Seite könnte die Lösung des Problems sein. Doch einen Split können auch Freunde schließen. Dazu braucht es keinen Partner. Und auch wenn niemand den Split schließt, kann man lernen damit zu leben. So habe ich es gemacht. Weiterlesen

Reflexe

Letzte Nacht wollte ich zwar eigentlich schlafen, aber eine meiner Schubladen ist aufgesprungen und hat mich beschäftigt. Also bin ich das erste Thema angegangen. Der Mensch ist schon ein wundersames Geschöpf. Der menschliche Körper ist irrsinnig komplex und vieles funktioniert wie von selbst. Atmen zum Beispiel. Darüber müssen wir normalerweise nicht nachdenken, das funktioniert ganz von selbst. Körperliche Reflexe sind echt was Tolles. Wenn wir stürzen, versuchen wir uns ganz von selbst mit den Händen aufzufangen, damit wir nicht aufs Gesicht fallen. Solche Reflexe sind echt was Gutes. Reflexe kann man auch schön trainieren, damit sie noch besser und schneller werden.

Es gibt aber auch Reflexe im zwischenmenschlichen Bereich. Antrainierte Reflexe aus unserer Erziehung heraus. Ich bin ja am Land aufgewachsen und da wurde mir beigebracht, dass man ältere Menschen zu grüßen hat. Das wurde mir ein paar Mal gesagt und irgendwann habe ich jede ältere Person ohne nachdenken gegrüßt. Als ich in die Stadt gezogen bin, habe ich mir das aber gleich wieder abgewöhnt. Nachdem mich die Menschen sehr skeptisch betrachtet haben, habe ich mir das Grüßen von wildfremden Personen wieder abgewöhnt. Man kann sich solche Reflexe also auch wieder abgewöhnen. Und das ist die gute Neuigkeit. Weiterlesen

Mittelweg

oder Märtyrer? Genau das war in den letzten Wochen immer wieder Thema. Ich wurde zum Märtyrer erzogen und habe es auch lange Jahre, exzessiv ausgelebt. Ich habe getan was mir gesagt wurde, ich war für alle da, habe mich aufgeopfert für die Gemeinschaft und wie es sich für einen echten Märtyrer gehört, war es der Gemeinschaft egal. Was mich bei meiner Sicht der Dinge, dass das Leben hart und ungerecht ist, bestätigt hat. Mir wurde gesagt, dass es meine Lebensaufgabe sei, sich aufzuopfern, damit es anderen gut geht. Mir wurde gesagt, ich bin das untere Ende der Nahrungskette und werde auch immer dort bleiben. Mir wurde prophezeit, dass ich egal was ich auch tue, ich nie es werden würde. Und ich habe es geglaubt. Doch bei dieser Sicht der Dinge fehlte mir etwas. Mir fehlte der Sinn des Lebens. Meine körpereigene Intuition, war mit dieser Sicht meines zukünftigen Lebens, nicht einverstanden.

Dieses Gefühl, dass da noch was fehlt, trieb mich an. Ich begab mich auf den Weg, denn Sinn meines Lebens zu finden. Und vor kurzem hab ich etwas gefunden, dass mein Leben viel lebenswerter gemacht hat. Genuss! Ich habe begonnen, nicht mehr ganz so viel zu leiden und stattdessen auch ein wenig mein Leben zu genießen. Und prompt erntete ich die ersten bösen Kommentare dazu. Wie kann ich denn auch nur! Ich bin ja noch jung. Mir steht es ja noch gar nicht zu! Ich muss doch zuerst leiden um dann leben zu dürfen. Doch was, wenn ich morgen sterbe? Was wenn ich keine Möglichkeit mehr bekomme, mein Leben zu genießen. Tja, das ist dann halt Pech. Unsere Vorfahren haben doch auch immer so gelebt, also muss meine Generation, dass auch so machen. Wir können doch nicht einfach unser Leben genießen, wo kommen wir denn da hin?! Weiterlesen

Schlaflos

Bevor ihr beginnt, das hier zu lesen, könnt ihr euch ruhig noch einen Kaffee machen. Es wird nämlich ein wenig länger dauern.

Ich habe eine schlaflose Nacht, mit unzähligen Erkenntnissen hinter mir. Dieses Wochenende ist etwas passiert, was bei mir einige Synapsen im Gehirn verbunden hat. Ich habe in den letzten Geschichten darüber geschrieben dass ich Dinge persönlich nehme, dass mir meine Familie nur bedingt das Gefühl gibt, dass sie stolz auch mich ist, wie ich mir das Leben selbst schwer machen, wenn ich etwas nicht will, aber trotzdem tue, dass ich meine Einzigartigkeit zeigen will und ich habe darüber geschrieben dass es mir lieber ist, dass ich ein schönes Leben habe und für überheblich gehalten werde, als dass mich alle mögen und ich dafür unglücklich bin. Jede dieser Geschichten kann man für sich so stehen lassen. Doch letzte Nacht habe ich das alles zu einem ganzen verbinden können. Und der Grund für diese Erkenntnis, war eine Reihe von Ereignissen.

Vor ein paar Wochen hat mir der Muserich geraten, ich solle auf einen Zettel aufschreiben, was ich mir von einem Mann erwarte und auf der Rückseite soll ich aufschreiben, was ich einem Mann bieten kann. Und mit diesem Zettel soll ich mir dann den für mich Richtigen bestellen. Jetzt ist es so, dass ich die Ratschläge des Muserichs zwar sehr zu schätzen weiß, sie jedoch selten so umsetze, wie er es mir rät. Allerdings regen sie mich immer wieder an, etwas zu tun. So war es auch diesmal. Dass ich alles aufschreibe, ist zwar grundsätzlich eine gute Idee, aber was wenn ich was Wichtiges vergesse? Ich hab den Film „Teuflisch“ gesehen. Und auch wenn das Universum nicht teuflisch ist, ein Restrisiko besteht da trotzdem. Ausserdem soll man sich ja beim Wünschen auch nicht selbst beschränken. Ich hab mich also hingestellt und mir einfach den für mich Richtigen „bestellt“. Das Universum wird schon wissen, wer für mich passt.

Was mir bei der „Bestellung“, noch nicht klar war, war dass ich noch einiges zu klären hatte, bevor ich für den Richtigen bereit bin. Und da das Universum manchmal recht flott ist, hat es mir jetzt einfach ein Thema nach dem anderen geschickt und die letzte Botschaft kam dann das letzte Wochenende. Und letzte Nacht, wurde mir dann der Zusammenhang von allem klar. Bevor ich ins Detail gehe noch eines vorweg. Ich beschreibe euch nur wie eines zum Anderen kam, ich will niemanden was vorwerfen und bin auch niemanden böse. Ich bereue nichts was ich getan oder erlebt habe und ich bin auch mit allen im Reinen. Nichts desto trotz war mein Leben nicht immer ganz leicht. Ich hab vieles auf die harte Tour gelernt, was wahrscheinlich auch einfacher gegangen wär. Und alles was ich erlebt habe, hat aus mir den Menschen gemacht, der ich heute bin. Doch ich glaube man muss meine Vergangenheit kennen, um mich verstehen zu können. Dann fangen wir mal am Anfang an.  Weiterlesen