Feuerwehrfest und chillen in der Sonne

Nachdem das Wochenende so cool begonnen hatte, war ich dann am Samstag noch mit meinen Nachbarn auf dem Feuerwehrfest. Das erste Mal seit ca. 18 Jahren! Als Jugendliche war ich im Sommer fast jedes Wochenende auf einem Dorffest. Doch dann zog ich in die Stadt und es war damit vorbei. Doch jetzt wohne ich wieder auf dem Land und schön langsam komme ich in der Gemeinschaft an.

Doch auch wenn vieles bekannt ist, ist es doch ganz anders. Als Jugendliche war ich umgeben von bekannten Gesichtern. Ich kannte jeden, jeder kannte mich. Jetzt bin ich die klassische „Zuagraste“, die sich dann aber doch recht gut einfügt in das Dorfleben einfach, weil ich es ja schon kenne…. Die Wiener bei uns in der Siedlung tun sich da schon schwerer…. Alleine wäre das ganze natürlich auch schwieriger. Als Frau alleine mal eben auf ein Fest gehen wo man niemanden kennt und sich an die Bar stellen, geht schon, aber nicht von mir. Das bin ich einfach nicht. Weiterlesen

Reinsteigern

Ich habe für mich beschlossen, nicht mehr mit Menschen zu diskutieren, die sich in eine Sache reinsteigern. Die sind mir einfach zu emotional und wenn ich mit ihnen diskutiere, dann werde ich ebenfalls emotional. Wenn sich also jemand neben mir über etwas extrem aufregt, halte ich meinen Mund und mache die emotionalen Schotten dicht! Menschen die sich in etwas reinsteigern, wollen ja sowieso nur Zustimmung hören. Bekommen sie die nicht werden sie ungehalten. Von daher schenke ich mir das einfach.

Letztens erwähnte ich im Büro dass in Saudi Arabien ein Blogger – wegen Kritik an der Führung (Regierung kann man ja nicht sagen) – zu einer Haft- und Geldstrafe und zu 1.000 Peitschenhieben verurteilt wurde! Habe das in mehreren Medien gefunden, dürfte also was Wahres dran sein. Doch wie überlebt man 1.000 Peitschenhiebe? Auf einmal gar nicht, aber vielleicht werden die auch „in Raten“ verteilt? Als Margit das hörte, war sie sofort in ihrem Element. Weiterlesen

Hass

Ein Gefühl das ich nicht mag. Ich war zwar nicht davor gefeit, doch in den letzten Jahren blieb er mir fern. Als Jugendliche hatte ich doch hin und wieder Menschen gehasst. Doch das konnte ich – Gott sei Dank – abstellen. Hass hindert uns dabei glücklich zu sein. So lange wir etwas oder jemand hassen, können wir niemals vollkommen glücklich sein. Von daher übe ich mich eher im verzeihen, als im hassen. Menschen die ich früher gehasst habe, sehe ich jetzt – rückblickend – als Auslöser für mein Vorankommen. Natürlich enttäuschen mich Menschen. Bin ich traurig über das Verhalten anderer. Werde ich verletzt. Doch deshalb muss ich noch lange nicht hassen.

Umso schlimmer finde ich es wenn ich mir die Hassspiralen dieser Welt ansehe. Die Kriege auf der ganzen Welt. Auch wenn sich die Schauplätze teilweise verändern – manche bleiben ja über Jahrzehnte dieselben – so geht es doch immer wieder um dasselbe. Glaube und Brudermord. Christen gegen Muslime. Juden gegen Araber. Schiiten gegen Sunniten…. Diese Aufzählung ist leider noch lange nicht zu Ende. Sobald man in die Zeitung schaut, sieht man überall dasselbe. Es gibt Krieg weil Menschen sich hassen. Über Generationen, über Jahrtausende!!!! Weiterlesen

Geschützt: Das Fähnchen im Wind

Dieser Inhalt ist passwortgeschützt. Um ihn anzuschauen, gib dein Passwort bitte unten ein:

Geschützt: Spannungen

Dieser Inhalt ist passwortgeschützt. Um ihn anzuschauen, gib dein Passwort bitte unten ein:

Emotionale Kälte

Familie ist doch etwas Komisches. Man fühlt sich verbunden und/oder verpflichtet. Man steht für einander ein und/oder zueinander. Es gibt Bluts-, Wahl-, oder Stiefverwandtschaft. Onkeln die eigentlich gar nicht mit einem verwandt sind und solche mit denen man zwar verwandt ist, doch nichts davon weiß. Meine Familie ist dabei eine ganz besondere Spielwiese. Und ich könnte stundenlang darüber schreiben, doch für heute möchte ich mich einem ganz speziellen Problem widmen. Meiner Großmutter und meinem verstorbenen Onkel.

Meine Großmutter hat mich großgezogen. Sie gab mir ein Dach über dem Kopf, Kleidung und Essen. Dafür bin ich sehr dankbar. Doch sie gab mir auch anderes mit auf den Weg. Verbitterung, Neid, Vorurteile, Missgunst, Leidensfähigkeit,….. Sie war Zeit ihres Lebens eine Märtyrerin. Sie kaufte mir von ihrem „letzten“ Geld eine nicht passende Jean und erwartet überschwängliche Freude, da sie sich für mich aufopferte. Sie zwang mich die Nachspeise zu essen, die mir nicht schmeckte, damit sie danach ihrer Nachbarin erzählen konnte, dass sie sich keine neue Kleidung kaufen konnte, damit ich meine Lieblingsnachspeise bekomme. Meine Meinung, meine Wünsche, meine Fragen interessierten sie nicht. Sie lehrte mich ihre Weltanschauung, unangenehme Fragen hierzu, überhörte sie einfach. Sie behütete und beschützte mich und sah nicht dass sie mich damit einsperrte. Ich kann mich an keinen Moment in den letzten 36 Jahren erinnern, wo sie mich in den Arm nahm oder mir sagte, dass sie mich mag – von Liebe will ich erst gar nicht anfangen. Weiterlesen