Gefühls-Tsunami

Vorigen Freitag konnte ich schön beobachten wie mich eine Gefühlswelle überschwemmt hat!

Mir war klar was letztes Wochenende anstand, doch ich dachte, wir hätten das im Griff.

Vor ein paar Wochen hatte mich Aretha angesprochen, dass sie den Tag danach feiern wolle. Also den Tag nach der Katastrophe die unser beider Leben auf den Kopf stellt – in unterschiedlicher Intensität. Ich sagte natürlich zu und lies mir auch eine kleine Überraschung einfallen. Als ich sie drei Tage nach der Katastrophe im Spital besucht hatte, machten wir lustige Snapchat Fotos. Diese lies ich auf ein Poster drucken und wollte sie ihr zum Tag danach schenken. Als Erinnerung daran, was wir zusammen durchgestanden hatten. Weiterlesen

Resilienz

Ich war mal wieder auf Fortbildung. Es ging um das Thema innere Stärke und Resilienz.

Als erstes erschreckte ich mal als ich sah, dass unsere Vortragende eine Frau Doktor war. Wahrscheinlich weil es so selten ist. Normalerweise haben die Vortragenden einen BA, MA oder Mag. voranstehen. Wir waren an eine Psychologin und Psychotherapeutin geraten. OMG. Das konnten ja zwei lustige Tage werden, dachte ich so bei mir. Um mich auch gleich darauf bei meinem Vorurteil zu ertappen. Dann sah ich sie. Eine kleine, zarte Person. Ich tat mir schwer sie einzuschätzen.

Als nächstes sah ich einen Kollegen aus einem anderen Kurs aus „meinem“ Ministerium. Ich setzte mich zu ihm und wir plauderten ein wenig. Im Laufe des Tages steckte er mir dann auch seine Visitenkarte zu. Er arbeitet nämlich bei uns in der Personalabteilung und ist unter anderem Personalcoach. Auch er ist der Meinung derzeit braucht man sich nicht umschauen nach einem Job, aber wenn sich die Nebel lichten, könnte man schon was schönes für mich finden….. Weiterlesen

Tiefe Gefühle und Verletzungen

Mir kam letztens ein Blogbeitrag unter in dem ich mich schon sehr wiedererkannt habe. Kurze Zeit später hat ihn dann auch eine Freundin von mir geteilt und gemeint sie freue sich schon auf meinen Blogbeitrag – auch wenn sie mich nicht namentlich erwähnte, wusste ich doch dass sie mich meint.

Mir wurde in diesem Zusammenhang auch klar, dass es offenbar nicht normal ist in einer Beziehung tiefe, echte Gefühle zu wollen. Ich meine irgendwie wusste ich das auch schon zuvor, habe aber nie so darüber nachgedacht…. Für mich war klar. Eine Beziehung brauche ich nur wenn ich auch alle meine Liebe – von der ich reichlich habe – einbringen kann. Natürlich sollte das auch keine einseitige Geschichte sein….Für mich ist eine Beziehung nur dann gut, wenn ich ganz ich sein kann. Mittlerweile zumindest ist das für mich so. Und dazu gehört auch nun mal, dass ich nicht so tun muss, als wäre ich total cool, das Leben einfach chillig und ich nicht so stark wie ich nun mal bin. Weiterlesen

Priorität

Ich bin kein Soziologe, aber sollten Kinder nicht behütet und beschützt werden? Sollte nicht ihr Wohl an erster Stelle stehen? Gerade Babys brauchen ihre Eltern zum Überleben. Sie können nicht selbst essen und trinken, nicht gehen, nicht reden. Sind einfach hilflos. In vielen Familien gibt es nach der Geburt eines Kindes Streit. Das Neugeborene steht plötzlich im Mittelpunkt und Geschwister oder der Ehemann werden vernachlässigt. Das Kind hat Priorität. Dazu kann ich in meinem Fall nichts sagen. Meine Eltern haben mich aber auf jeden Fall aus dem gröbsten rausgebracht. Ich bin nicht verhungert, haben reden und laufen gelernt und noch ein paar andere Dinge. Sie haben sicher einiges richtig gemacht!

Doch so weit ich denken kann – was nun mal das Babyalter ausschließt – könnte ich mich nicht erinnern, jemals bei irgend jemand eine Priorität gehabt zu haben! Meine Mutter hat sich selbst verwirklicht, mein Vater war einmal im Monat da und hat da nicht viel mit mir geredet, meine Omi hat nur alles getan das Opi glücklich ist und Opi hat sich nur ständig bemitleidet dass er nicht glücklich ist. Was ich wollte, hat keinen interessiert. Weiterlesen

Geburtstagspläne

So es ist vollbracht – und zwar nicht von mir… Aus einer „Not“ geboren wurden ein echt toller Plan! Und ich musste mich noch nicht mal selbst darum kümmern!

Ich hatte ja mal einen Plan wie mein 40er verlaufen soll. Gemeinsam mit dem Mann den ich liebe rüberrutschen. Knutschen, Nähe, Liebe und „anderes“….Toller Plan. Mann hat es sich nur anders überlegt…

Danach kam die Verzweiflung und ein Notfallplan. Ich hätte können mit meiner Mutter alleine bei ihr zu Hause feiern. Ich hatte aber befürchtet dass mich das genauso deprimiert wie alleine zu Hause… Nicht wegen ihr… Aber der Kontrast zu zärtlicher Zweisamkeit sollte schon ganz was anderes sein. Und nicht unbedingt bei meiner Mutter, wo ich wahrscheinlich den ganzen Abend heule, weil es nicht die Zweisamkeit ist, die mich mir eigentlich gewünscht hatte…. Weiterlesen

Der Marsianer

Endlich mal wieder ein Film der mich total begeistert hat. Wir hatten lange überlegt, ob wir uns dem Film wirklich anschauen wollen, da wir befürchteten dass er zwischendrin vielleicht ein wenig langatmig ist, doch weit gefehlt.

Matt Damon sitzt alleine auf dem Mars fest und hält sich mit Wissenschaft und Galgenhumor am Leben. Währenddessen versuchen die Nerds der NASA herauszufinden wie sie ihn retten können. Als erstes müssen sie aber erstmal mit ihm Kontakt aufnehmen. Er weiß ja noch gar nicht, dass sie an seiner Rettung arbeiten. Er geht vielmehr davon aus, dass sie ihn für tot halten. Was sie anfangs auch tun… Weiterlesen

Bekenntnis einer unterwürfigen Frau

Tja, also eigentlich bin ich gar nicht unterwürfig. Der „Wanderer“ meinte sogar ich sei zu dominant. Von daher hätte ich die Bücher Fifty Shades of Grey also gar nicht lesen dürfen. Und schon gar nicht hätte ich sie mögen dürfen! „Dank“ der Filmpremiere sind nämlich zurzeit immens viele Experten unterwegs, die darüber philosophieren, warum alle Frauen sich mit der unterwürfigen Ann Steele identifizieren können. Andererseits, eine Frage an alle die alle 3 Bücher gelesen haben, finde nur ich das Ana alles andere als unterwürfig ist?

Ist es nicht vielmehr so, dass sie ihn pausenlos reizt und nicht das tut was er von ihr erwartet und verlangt? Genau diese Momente sind es übrigens wo ich herzhaft gelacht habe. Wenn sie ihn mal wieder an den Rand der Verzweiflung treibt mit ihrem vorlauten Mundwerk. Wie sie ihn immer wieder zur Rede stellt, zurückredet und er sich ihren Wünschen weit mehr anpasst, als umgekehrt? Habe ich da andere Bücher gelesen, als all die Experten? Weiterlesen