Neue Masseurin

In den letzten Jahren bin ich ca. einmal im Monat, Samstags mit Mama massieren gefahren. Zum besten Masseur aller Zeiten. Es war eine Art Ritual. Meistens fuhr Mama und während sie massiert wurde, leistete ich mir ein Frühstück beim Bäcker ums Eck. Etwas das ich normalerweise nicht mache. Daher begann der Tag schon sehr besonders. Manchmal ging ich auch im Sonnenschein spazieren oder flanierte einfach durch den Ort. Und dann natürlich die Massage selbst. Einzigartig. Angenehm. Vertraut. Entspannend. Als mein Masseur in Pension ging, wusste ich „Sowas bekomme ich nie wieder!“

Also suchte ich nach etwas anderem. Unter anderem in der Nähe. Wenn ich schon keine supertolle Massage mehr bekomme, so sollte sie wenigstens in der Nähe sein! Zehn Minuten Fußmarsch von mir zu Hause gibt es eine Masseurin. Also rief ich sie mal an und machte einen Termin aus. Den ersten musste ich leider wegen Grippe wieder absagen, doch beim zweiten Mal klappte es. Weiterlesen

Reise in die Vergangenheit

Jedes Mal wenn ich zu meiner Großmutter fahre, muss ich durch den Ort durch, in dem ich meine Kindheit und meine Jugendzeit verbracht hatte. 19 sehr unterschiedliche Jahre. Manchmal kommen mir Teile meines Lebens vor, als wäre das in einem anderen Leben gewesen. Ich habe so viel in diesem kleinen Dorf erlebt. Damals hatten wir 2.400 Einwohner. Jeder kannte jeden. Es wurde getratscht, gelästert und über Leute hergezogen. Es gab die Coolen. Die Aufgeklärten. Die Selbständigen. Die Sportlichen. Cliquen. Und es gab mich. Ich passte nirgendwo rein und bekam das auch zu spüren. Ich war eine Außenseiterin. Ausgeschlossen aus allen sozialen Aktivitäten. Jedes Mal die letzte bei Teambildungen im Sportunterricht. Diejenige mir der niemand je sprach – außer es wurde eine Hausarbeit benötigt.

Mit 16 änderte ich dann mein Leben radikal. Ich tat alles um mich in das soziale Leben einzufügen. Da ich allerdings im Grunde meines Herzens sehr schüchtern bin, half ich mir damals exzessiv mit Alkohol. Und es wirkte. Ich wendete an was mir Omi beigebracht hatte – sei immer so, wie sie dich haben wollen, dann werden sie dich auch akzeptieren. Dabei verlor ich mich selbst…. Und ich verlor mich im Alkohol. Freunde verlor ich – kaum gewonnen – an Drogen. Meinen Verstand ertränkte ich, mein Herz durfte sich allerdings austoben. Es wurde damals nicht nur einmal gebrochen. Meine Seele wurde nicht gefragt was sie wollte, das kam erst ein Jahrzehnt später. Ich habe nicht viel ausgelassen damals. War viel unterwegs. Hab mehr durch Zufall, als durch Verstand überlebt. Weiterlesen

Spitz an der Donau 25 04 15

Nach einem ausgiebigen Frühstücksbuffet machten wir uns zu unserer Ganztageswanderung auf. Dazu muss man sagen, dass unser Guide ein eher gemütliches Tempo eingeschlagen hat, was sie aufgrund unserer Kondition sogar ein wenig steigern musste. Wir waren eine recht aktive, schnelle Truppe, obwohl der Heurigenbesuch am Vorabend bei einigen erst um halb 2 Uhr morgens geendet hatte – ich war da nicht so lange dabei!

Von Spitz gings über den Setzberg auf dem Welt-Erbe-Steig nach Mühldorf und von dort weiter über die Burg Oberranna wieder retour nach Spitz. Eigentlich hätten wir von Mühldorf mit dem Taxi retour fahren sollen, doch wir zogen es vor auch die letzten 6 km zu Fuß zurückzulegen. Und so stärkten wir uns in Unterranna beim zweiten Heurigen des Wochenendes und machten uns nach einer köstlichen Mehlspeise wieder auf den Rückweg. Weiterlesen

Punkt 32 und 33 und ein wenig Kleinmist

Am Montag fuhr ich als erstes auf die Post um einen Nachsendeauftrag zu fixieren. War auch gar kein Problem, der Schalterbeamte war sehr nett und behandelte mich wie eine alte Freundin. Ich meine damit dass er mich nicht nur duzte, sondern auch mit mir redete, als ob wir uns schon ewig kennen würden. Gut, wahrscheinlich habe ich ihn wirklich schon ein paar Mal gesehen in den letzten 20 Jahren, aber irgendwie war das Gespräch nicht gerade „normal“. Weiterlesen

Drehbuch der Liebe – Teil 26

Nach zirka einer Stunde wurden wir Richtung Ausgang gedrängt. Die Premierenparty wartete. Für Camilla und mich stand bereits eine Limousine bereit. Und Camilla, die alte Kupplerin, hatte Dina im Arm und erzählte jedem der es hören wollte, dass sie ihre lieb gewonnene Freundin so sehr vermisst hätte und sie jetzt nicht mehr los lassen wollte. Und so landete auch Dina in der Limousine. Hinter den verdunkelten Scheiben konnten wir uns endlich angemessen begrüßen.

Sobald die Türen geschlossen und die Trennwand zum Fahrer oben war, nahm ich sie in den Arm und küsste sie. Die aufgestaute Leidenschaft der letzten 3 Monate lag in dem Kuss und so vergaß ich sogar Camilla´s Anwesenheit. Ich wollte nur Dina festhalten und nie wieder los lassen. Unsere Zungen fanden augenblicklich zueinander, als wären sie nie getrennt gewesen. Und so genossen wir den ersten Kuss nach 3 Monaten. Dabei spürte ich ihren Körper und roch ihr Haar. Sie war so vertraut und erst als ich sie wieder hatte, merkte ich wie sehr ich sie wirklich vermisst hatte. Die Nähe zwischen uns, die in den vergangen Wochen ein wenig gelitten hatte, war augenblicklich wieder da. Ich fühlte mich angekommen. Gerade in den letzten Tagen hatte ich oft gezweifelt, doch nun war alles wieder in Ordnung. Es hatte sich absolut nichts an meinen Gefühlen für sie geändert. Und so wie sie meinen Kuss erwiderte, liebte sie mich nach wie vor. Als ich das erkannte, fühlte ich mich wie der glücklichste Mann auf Erden. Es fiel mir schwer meine Leidenschaft zu kontrollieren, doch auch wenn ich Camilla echt mochte, als Zuschauerin beim Sex, wollte ich sie dann doch nicht dabei haben. Und so reduzierten wir alle unsere Gefühle auf diesen Kuss. Wir hatten leidenschaftlich begonnen und wurden mit der Zeit immer zärtlicher und liebevoller. Es war als würden wir uns über unsere Gefühle unterhalten. Und auch wenn wir keine Worte benutzten, verstanden wir uns. Weiterlesen

Erklärung

Am Donnerstag war ich ja bei einer Lesung aus den Buchmanuskripten meines Großvaters. Ich ging aus mehreren Gründen dorthin.

1. Meine Mutter machte die Lesung
2. Er war mein Großvater

Es war für mich einfach eine Selbstverständlichkeit. Und ich hatte keinerlei Erwartungen an den Abend, als ein paar „alte“ Freunde der Familie wieder zu sehen. Umso unverhoffter trafen mich die Erkenntnisse dieses Abends. Weiterlesen

Geschützt: Keine Freunde

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