Netzwerken

Ich bin ja eigentlich keine allzu gute Netzwerkerin, weil ich mich nicht verstellen kann. Wenn ich jemand mag, halte ich Kontakt. Wenn ich jemand nicht mag, vermeide ich Kontakt. Mit jemand in Kontakt zu bleiben, den ich eigentlich nicht mag, nur weil er oder sie mal „nützlich“ sein könnte, schaffe ich einfach nicht.

Netzwerken ist im öffentlichen Dienst aber sehr wichtig. Vor allem wenn mal wieder Umorganisation ansteht! Was bei uns ja ca. alle fünf Jahre ist. Jetzt geht es mal wieder richtig los und alle rufen ihre Netzwerke an.

Wobei ich meine wichtigste Option schon vor zwei Wochen angerufen habe. Allerdings nur um zu plaudern. Lange hatte sie nicht Zeit, aber fünf Minuten zwackte sie für ein Gespräch mit mir ab. Wir tauschten uns aus, hatten fünf gut Minuten miteinander. Sollte die Option „zurück zur alten Dienststelle“ bei mir auftauchen, werde ich sie wieder anrufen. Und sie wird es verstehen und mir wenn möglich helfen. Sie wollte nämlich auch unbedingt weg. Wegen teilweise den selben Leuten und teilweise anderen. Doch sie versteht mich und sitzt von allen Menschen die ich kenne und mag, am nähesten beim Minister. Weiterlesen

Werden wir genau so….?!

„Wer weiß, wie wir mal werden, wenn wir alt werden!“

Der Standardsatz meiner Arbeitskollegen, wenn sie sich über die Schrullen ihrer Eltern ausgelassen haben. „Wahrscheinlich werden wir genauso, wie sie.“

Nein, werde ich nicht! Das können sie mir noch so oft einreden wollen! Sollen sie es gerne für sich selbst glauben, ich bin nicht bereit dies als Option ins Auge zu fassen. Ich werde im Alter nicht wie meine Großmutter! Weiterlesen

Laune

In den letzten Wochen war ich sehr angespannt und angenervt. Ich bin in eine negative Grundstimmung reingekippt, gegen die ich täglich aufs Neue ankämpfte – mit mehr oder minder Erfolg. Ich wollte morgens nicht aufstehen, schleppte mich dann doch immer irgendwie ins Bad und anschließend in die Arbeit. Im Büro versuchte ich meine Laune hoch zu halten, doch die negative Grundstimmung kam immer wieder durch. Ich war wieder in dieser Stimmung wo ich montags begann die Tage bis zum Wochenende zu zählen.

Dann kam die Sonne. Als es draußen endlich wieder schöner wurde, wurde auch mein Herz fröhlicher. Ich beschloss das Problem an der Wurzel zu packen. Dank den Dingen die ich in den letzten Jahren über mich und das Leben gelernt hatte, war mir klar, dass ich nur meine eigene Einstellung ändern kann. Wenn mich meine Mitmenschen nerven, werden sie sich für mich nicht ändern. Es war an der Zeit, wieder zu meiner Mitte zu finden.

Und so packte ich diesen Donnerstag meinen I-Pod, ein Buch und stapfte in den Park. Dort setzte ich mich 1 ½ Stunden in die Sonne, las, hörte Musik und genoss die Wärme auf meiner Haut. Ich las das Buch fertig und blieb dann in der Sonne sitzen. Ich lehnte mich zurück, legte meinen Kopf in den Nacken und streckte mein Gesicht der Sonne entgegen. Und nach ca. 10 Minuten fühlte ich mich glücklich. Es war so ein tolles warmes Gefühl in mir und ich wusste ich war auf dem richtigen Weg. Weiterlesen

Komisch

Mir wird immer wieder gesagt, dass ich ein wenig komisch bin. Die meisten Menschen sagen dies allerdings mit einem wohlwollenden Lächeln. Ich habe mich in den letzten Jahren immer mehr geöffnet und zeige immer mehr mein wirkliches „Ich“. Ich bin verspielt, ich kann lustig sein, ich bin ein Serien-Junkie, ich lese Unmengen, ich kann in einem Moment professionell meine Arbeit machen und im nächsten Moment herumalbern, ich kann lieben, ich kann weinen. Ich nehme mein Leben nicht mehr ganz so ernst wie vor ein paar Jahren. Ich bin spontaner und offener. Ich probiere vieles aus und wenn es nicht funktioniert, kann ich auch über mich selbst lachen.

Im Büro, im Familien- und Freundeskreis kennen mich die Menschen mittlerweile so. Und sehr vielen gefällt es. Ich bin in den letzten Monaten richtiggehend aufgeblüht. Da ich schon einiges abgenommen habe, gefalle ich mir auch viel besser. Ich fühle mich wohler in meiner Haut und bin daher noch mehr aus mir herausgegangen. Ich zeige mein wahres „Ich“ jetzt mehr als noch vor ein paar Monaten. Im Büro hat sich auch vieles geändert, seit ich mit meiner Stellvertreterin in einem Büro bin. Sie ist genauso albern wie ich und seit wir uns ein Büro teilen, können wir das auch den ganzen Tag ausleben. Es gibt Kollegen die diese Veränderung zwar wohlwollend zur Kenntnis nehmen, sie aber auch nicht ganz nachvollziehen können und daher auch ein wenig verwirrt sind. Weiterlesen

Fad

Ich glaube mein Leben wirkt auf meine Mitmenschen oftmals total fad. Zumindest könnte man die Frage meiner Mitarbeiterin von letztens so verstehen. Sie fragte mich was ich eigentlich nach der Arbeit so tue. Sie könne sich das nämlich gar nicht vorstellen, wie ich meine Zeit außerhalb der Arbeit verbringe. Dazu muss man sagen, diese Frage fiel ihr nach einem 10-Monolog ihrerseits ein, wonach sie mir ihr Leid klagte, dass sie zu Hause ihren beiden Männern (Lebensgefährte und Sohn) nachräumen müsse. Und natürlich dass sie jetzt, da ihr Lebensgefährte mir die Wohnung definitiv nicht gibt – was er mir persönlich übrigens immer noch nicht gesagt hat – 2 Haushalte zu führen habe.

Sie ist also mit zusammen räumen und putzen beschäftigt und fragte sich in Zuge dessen, was genau ich eigentlich in meiner Freizeit so angehe. Nun ja. Computer spielen, lesen, Haushalt, wandern, Musik hören, Kino, Freunde treffen, fern sehen, Familie treffen, schwimmen… Das übliche halt – das Schreiben ist ja mein kleines Geheimnis. Nur das ich mir halt einteilen kann, wann ich was mache. Wenn mir heute nicht nach putzen ist, dann mache ich es halt morgen. Wenn ich 2 Tage hintereinander unterwegs bin, wird die Wäsche halt am 3. Tag gebügelt. Und wenn ich nicht nach Hause komme, dann esse ich halt unterwegs. Ich weiß irgendwie wirklich fad…. Weiterlesen

Egozentrum

Das letzte Zentrum gemäß HDM ist das Herz- oder auch Egozentrum. Dieses Zentrum war für mich persönlich die größte Herausforderung. Ich habs nämlich definiert, was ich allerdings nicht bewusst wusste. Es definiert sich nämlich erst wenn meine bewusste und meine unbewusste Seite zusammengebracht werden – elektromagnetisch sozusagen. Bevor ich HDM kannte, lebte ich das Zentrum somit überwiegend nicht so, wie ich es hätte können. Das Zentrum ist zum einen, eines der 4 Kraftzentren und zum anderen beherbergt es den starken Willen und auch das Selbstwertgefühl.

Die ersten 16 Jahre meines Lebens wurde mir eingeredet, dass ich nichts wert bin und dass ich egal was ich will, es sowieso nie bekommen werde. Und ich habs geglaubt. Dann hab ich 3 Jahre mein Potential gelebt. Ich hab mein Selbstwertgefühl gefunden und hab meinen Willen durchgesetzt. Doch mit 20 gings dann langsam wieder bergab. Jeder Mensch der sich aus meinem Leben verabschiedet hat, egal ob Partner oder Freundin, hat einen Teil meines Selbstwertgefühles mitgenommen. Bis ich dann vor fast 2 Jahren, wirklich am Boden war. Ich konnte mich selbst nicht mehr leiden, war am Boden zerstört und zweifelte am Grund meiner Existenz – „Ich bin zu nichts zu gebrauchen und keiner hat mich lieb.“ Und ich suchte einen Grund dafür und nahm das erste Mal wirklich wahr, dass in meiner Auswertung das Egozentrum definiert ist. Weiterlesen

Egoismus

Erst letztens hab ich mich mit einem Arbeitskollegen unterhalten der meinte Einzelkinder neigen zu Egoismus. Nun, dann muss das für mich auch gelten, denn auch ich bin ein Einzelkind. Doch eigentlich halte ich mich nicht für einen Egoisten und die Theorie hält einer näheren Betrachtung auch nicht wirklich stand. Egal ob Einzelkind oder nicht, mich regen Egoisten extrem auf, was nahe legt, dass ich da ein Thema noch nicht verarbeitet habe. Doch ich bin grad ein wenig planlos.

Von mir kann man eigentlich alles haben, egal ob ich will oder nicht. Wenn man mich fragt und ich nein sage und das wird nicht akzeptiert fühle ich mich bedrängt und gebe ich sowieso meistens nach. Was dazu führt dass ich mich schlecht fühle und meinem Gegenüber Egoismus unterstelle. Ob das stimmt, oder ob es einfache Ignoranz meiner Wünsche ist, ist eigentlich egal. Ich muss lernen meinen Willen durchzusetzen. Vielleicht wollen mir das die Egoisten in meinem Umfeld lehren. Dass ich lerne mehr auf meine eigenen Bedürfnisse zu schauen. Das ich lerne nicht immer aus Rücksicht auf andere, meine Wünsche zurück zu stellen. Aber eigentlich will ich so gar nicht werden. Weiterlesen