Recherche in eigener Sache

Rückblickend sehen wir ja vieles ganz anders, als in der Situation selbst. Als ich zu schreiben begann, ging es darum meinen Liebeskummer zu verarbeiten und vielleicht auch herauszufinden, was passiert war. Wo alles begann schief zu laufen.

Vor ein paar Jahren – zwei oder drei – las ich mir alles mal wieder durch. Ich war viel schlauer, hatte vieles im Nachhinein noch klären können und konnte sagen, ich hätte es kommen sehen müssen! Aber so einfach ist es ja leider nie. Damals war ich immer noch ein wenig traurig. Liebe allein ist nicht genug – diese Lektion nagte immer noch an mir.

Da sich jetzt schon wieder ein verheirateter Mann in mein Leben schummeln will/schummelt, habe ich beschlossen mir meine eigene Geschichte zu Herzen zu nehmen. Und so nahm ich mir die Geschichte des süßen Typen zur Hand. Weiterlesen

Geschützt: Ausgebremst

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Sucht I – Alkohol

Wie gesagt Volkskrankheit Nummer 1 in Österreich. Warum das so ist, ist leicht erklärt. Alkohol ist anerkannt in unserem kleinen feinen Land. Ich habe in letzter Zeit viel mit Menschen über Alkoholkrankheit gesprochen. Auslöser war natürlich J. So nah an einem richtigen Alkoholiker dran, war ich schon lange nicht. Ich war direkt betroffen, als er einfach verschwunden war und ich habe zuvor auch noch nie mitbekommen, dass jemand gleich direkt in die Entzugsklinik geht. Wir haben dann überlegt, ob es für einen Alkoholiker in Österreich leicht ist, seine Sucht zu besiegen und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass es sauschwer ist.

Alkohol ist überall. Bei der Grillfeier wird das Fleisch mit Bier übergossen. Der Kuchen wird mit Rum gebacken. Im Eisgeschäft gibt es leckere Eissorten mit Amaretto. Sogar Joghurt mit Alkohol stehen im Supermarkt im Regal. Vom Alkohol in reinster Form, den es fast überall zu kaufen gibt, will ich erst gar nicht anfangen. Tankstellen haben rund um die Uhr, 7 Tage die Woche geöffnet und verkaufen Alkohol. Ein Alkoholiker braucht sich also überhaupt nicht anstrengen um Nachschub für seine Sucht zu bekommen. Anders betrachtet, lauert an jeder Ecke eine Versuchung für einen trockenen Alkoholiker. Weiterlesen

Geschützt: Passiv-aggressiv bis zur Grußlosigkeit

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Rastlos

Ich habe mein Geschenk gelesen. In 3 Tagen. Das ist eine lange Zeit, andererseits auch wieder nicht. Denn ich hatte anderes zu tun und habe die Zeit trotzdem gefunden – was ein sehr gutes Zeichen ist. Ich habe es in der Sonne auf meinem Balkon gelesen und mich dabei fast verkühlt, da ich die Zeit übersehen habe, oder besser gesagt, habe ich nicht gemerkt dass die Sonne vom Horizont verschwunden ist und es kalt geworden war.

Für mich ist ein gutes Buch eines das mich zum Lachen und zum Weinen bringt. Muss ich nicht zumindest einmal weinen, bekommt ein Buch maximal „nett“ von mir. Bei Rastlos habe ich zweimal geweint. Einmal relativ am Anfang und am Ende. Gelacht habe ich zwar nicht, aber geschmunzelt. Für mich ist es also ein gutes Buch. Ich kann mich aber auch mit der Hauptdarstellerin identifizieren – auch wenn ich keine Ahnung habe wie sie heißt! Weiterlesen

35 Minuten

So lange fahre ich von mir zu Hause zu meiner Großmutter ins Pflegeheim. 35 Minuten die ich immer und immer wieder aufgeschoben habe. Und das gleich aus mehreren Gründen.

1. Ich habe ein angespanntes Verhältnis zu meiner Großmutter.
2. Das Pflegeheim liegt in der Nähe des Ortes wo ich aufgewachsen bin.
3. Ich hatte immer irgendetwas Besseres zu tun.

Gut Punkt 3 ist eine gute Ausrede, doch welche der beiden anderen Punkte mich mehr abschreckt, kann ich nicht sagen. Zu Allerheiligen habe ich mich dann doch mal wieder überwunden. Nach dem Mittagessen setzte ich mich ins Auto und fuhr los.

Und von dem Moment an, wo ich in das Tal, in dem ich aufgewachsen bin, eingebogen bin, sind unzählige Erinnerungen auf mich eingeprasselt. Erinnerungen an Schmerz, Trauer, Leid, Verlangen, Depression, Wut, Liebe, Lust, Party, Drogen, Einsamkeit, Sex,….. Weiterlesen

Weiterentwicklung

Wenn man sich weiterentwickelt bleiben Menschen auf der Strecke. Wenn man sich schnell weiterentwickelt, werden die Abstände zwischen solchen Ereignissen immer kürzer. Wenn man sich also weiter entwickeln will, sollte einem klar sein, dass man Menschen verlieren wird. Als ich mich auf den Weg machte mein Leben zu verändern, war mir das von Anfang an klar, auch wenn ich mit Problemen von der falschen Seite rechnete.

Aber egal. Ich mag mein neues Leben und wenn jemand hier keinen Platz haben will, dann halt nicht. Wenn sich Freunde von einem abwenden tut das weh, doch ich hab da schon Übung darin. Viele Menschen sind schon verschwunden. Ich bin schon einen sehr weiten Weg gegangen auf der Suche nach mir selber. Zwischenzeitlich habe ich sogar vermieden neue Freundschaften einzugehen, aus Angst vor dem Ende. Aber das ist auch nicht zielführend. Denn jeder Mensch der in unser Leben tritt bringt auch schöne Momente und auch Erkenntnisse mit. Wenn man sich diesen verwehrt, kann man sich auch nicht weiter entwickeln. Weiterlesen