Wow, Margit hat Sehnsucht…?

Es ist etwas ganz komisches passiert. Margit hat sich per SMS bei mir gemeldet… Sie hat gemeint dass sie meine neue dienstliche Telefonnummer nicht im dienstlichen Telefonbuch findet – was sie könnte wenn sie richtig nachschauen würde! – und wolle wissen wie es mir gehe….

Ach, echt jetzt? Also ich habe keine Sehnsucht. Im Gegenteil. Ich habe die Distanz zur Löschung unserer Facebook-Verbindung genutzt. Nennt mich ruhig feige, aber solange mir jemand im Büro gegenüber sitzt, lösche ich nicht die Facebook-Freundschaft. Wenn ich die Person aber nicht mehr sehe, dann ist das ganz was anderes. Okay, das ist nicht Feigheit, sondern meine Harmoniesucht. Ich stosse Menschen einfach nicht gern vor den Kopf. Weiterlesen

Was ist der Mehrwert?

In meiner Blog-Auszeit habe ich darüber nachgedacht, warum ich eigentlich schreibe. Was soll das eigentlich? Ein Online-Tagebuch. Ist das notwendig? Würde es nicht reichen, Dinge aufzuschreiben und irgendwo abzuspeichern? Wozu die eigenen Gedanken öffentlich machen?

Nach zwei Monaten habe ich noch immer keine Antwort darauf gefunden. Ich weiß nicht, warum es dieser Blog sein muss. Fakt ist nur, in den zwei Monaten habe ich das Schreiben eigentlich nicht wirklich vermisst. Hatte auch genug anderes zu tun. Alles würde also dafür sprechen es einfach sein zu lassen. Andererseits habe ich letztes Wochenende einige Blogbeiträge geschrieben und danach ging es mir besser! Nicht dass es mir vorher schlecht gegangen war, doch das schreiben hat mich glücklich gemacht. Ich war gelöst und happy.

Und deshalb werde ich den Blog hier auf jeden Fall – erstmal – behalten. Ich werde vielleicht nicht mehr so regelmäßig schreiben wie früher, aber ich werde ihn behalten. Als Ort, wo ich mich hinverirren kann und nach einem Nachmittag mit ganz vielen Buchstaben und geordneten Gedanken, bin ich dann auch geordneter. Gelöster. Entspannter.

Ich habe den Mehrwert auf jeden Fall erkannt!

© Libellchen, 2017

Urlaub

Ich habe es geschafft. Ich habe mich noch irgendwie über diese Woche gerettet und jetzt bin ich fast zwei Wochen zu Hause! Nächster geplanter Arbeitstag 18. Mai. Diensthandy ist aus und ich versuche nun erstmal wieder zu Kräften zu kommen.

Ich muss sagen diese drei Tage haben mir nochmal den Rest gegeben. Diese teilweise unkontrollierte herumgewurstel von manchen, hat mich mal wieder bezüglicher meiner Prozesse bestätigt. Manche Dinge müssen einfach niedergeschrieben werden – auch wenn sie noch so logisch sind – weil manche einfach nicht Vor- und/oder Mitdenken (können). Weiterlesen

Happy Birthday!

Heute hat meine Großmutter ihren 91. Geburtstag. Grund genug für meine Mutter und mich, sie gestern zu besuchen. Nach dem Tod meines Großvaters ist sie ja freiwillig ins Altersheim gezogen – natürlich in eines, das sowohl von meiner Mutter, als auch von mir extrem weit weg ist. Eh klar. Sie wollte schließlich bei ihren Freunden sein. Das sie gar keine hat, war ihr damals wohl nicht so klar… Ob sie es mittlerweile wohl schon gemerkt hat?

Mittlerweile raffe ich mich nur mehr zwei Mal im Jahr auf und fahre sie besuchen. Früher war das anders. Früher setzte ich mich ihrer negativen Energie jeden Monat aus. Doch auch wenn ich oftmals ein wenig selbstmordgefährdet von ihr weg fuhr, so konnte ich doch nicht einfach wegbleiben. Mein Pflichtgefühl zwang mich dazu sie immer und immer wieder zu besuchen. Gott sei Dank habe ich das mittlerweile in den Griff bekommen! Weiterlesen

Therapieverlängerung

10 Einheiten Therapie sind vorbei. Und sie würde mir fehlen, dachte ich so bei mir als ich zum letzten Mal massiert wurde. Ich hatte mich schon so daran gewöhnt und vor allem die Übungen an den Geräten zeigten erste Erfolge. Ich merkte dass Übungen leichter gingen als beim ersten Mal. Ich hatte das Gefühl Fortschritte zu machen. Doch die verschriebenen Therapien waren vorbei. Dachte ich!

Meine Masseurin plauderte ein wenig mit mir und dabei erwähnte ich auch, dass ich das alles vermissen würde. Einfach weil ich das Gefühl habe, dass es echt gut tut. Sie meinte dann auch, ein paar mehr Massagen würden mir nicht schaden, da immer noch nicht alles ganz in Ordnung ist. Und dann wollte sie wissen, ob ich nicht verlängern will. Wie verlängern? Ja, man kann die Therapie auch verlängern. Ich solle einfach beim Empfang nachfragen, wenn ich denn wolle. Und das tat ich. Nachdem ich mich umgezogen hatte, ging ich mal fragen wie es denn mit einer Verlängerung ausschauen würde. Weiterlesen

Sehnsucht

Eigentlich war das Herz ganz zufrieden. Sie war glücklich. Und das schon seit Monaten, ja sogar Jahren. Sie hatte es endlich geschafft! Ihr Glück hing nicht mehr von anderen Menschen ab. Sie hatte gelernt sich über kleine Dinge zu freuen. Wenn sich jemand über ein Geschenk freute, dann freute sich auch das Herz. Wenn sie am Gipfel eines Berges stand und ihren Blick schweifen lies, dann ging sie fast über vor Glück. Beim chillen am See, wenn sie gemeinsam mit der Seele das eigene Glück genoss. Sie hatte gelernt sich über jeden dieser Momente zu freuen. Ihn an- und aufzunehmen. Sie hatte ein sehr bequemes Leben mittlerweile. Doch das hieß auch, dass sie nicht mehr gefordert wurde. Es gab keine Highlights, niemand den sie vermisste wenn er nicht da war. Etwas fehlte….

Die Seele hatte aufgehört zu weinen – schon vor Jahren. Sie hatte aufgehört ihm nachzutrauern – schon vor Jahren. Sie hatte gelernt sich selbst zu schätzen und zu lieben. Sie hatte gelernt sich selbst zu mögen und jetzt genoss sie gemeinsam mit dem Herzen das Leben. Doch irgendwie war sie einsam. Keine andere Seele die sie forderte war da. Es gab keine Seele deren Nähe sie suchte. Die sie vermisste wenn sie nicht da war. Etwas fehlte…. Weiterlesen

Sucht III – illegale Drogen

Ja ich hatte auch so meine Berührungspunkte mit illegalen Drogen. Aktiv allerdings nur mit Marihuana. 3 Züge von einem Joint in genauso vielen Jahren. Passiv hatte ich allerdings zusätzlich noch Kontakt mit LSD, Ecstasy und Heroin. Doch die Hauptdroge in meinem Heimatort war, neben den legalen Drogen Alkohol und Zigaretten, Marihuana. Bekam man eine selbstgedrehte Zigarette angeboten, musste man nachfragen, um herauszufinden ob sie mit oder ohne Beilage war. Joints waren genauso die Norm, wie der Wodka in der Hand. Es war im ganzen Ort unter den Jugendlichen anerkannt. Anfangs dachte ich noch, dass es nur eine spezielle Kiffergruppe ist, doch ich musste mit der Zeit feststellen, dass ich mich geirrt hatte.

Ich bekam damals auch mit, was Marihuana mit einem Menschen macht, der täglich zu viel davon konsumiert. Da gab es keinen Unterschied zwischen demjenigen der sich eingeraucht hatte und jenem der auf einem LSD-Trip hängen geblieben war. Beide kauerten in einer Ecke und wussten weder wo, noch wer sie waren. Dieses recht anschauliche Bild, hat mich auch von jedem Versuch des Konsums, abgeschreckt. Dieser totale Kontrollverlust war mir echt zu heftig. Wenn ich mich betrank, tat ich es langsam und konnte jederzeit aufhören zu drinken – das gilt natürlich nicht für einen Alkoholiker! Doch diese LSD-Pillen wirkten innerhalb von ein paar Minuten. Plötzlich war der Mensch den man kannte weg und ward erst wieder gesehen, nachdem die Wirkung nachgelassen hatte – was auch schon mal 2 Tage dauern konnte! Weiterlesen