Wie geil war das denn?!

Am Montag hatte ich ein Vorstellungsgespräch. Und ich war total k.o. Das Wochenende war lang gewesen.

Nach der Airpower am Freitag taten mir am Samstag schon ordentlich die Füße weh. Ich ging trotzdem zum Dienst. Danach war ich noch müder! Am Sonntag hatte ich aber dann Dienst im Ort beim Kinderfest. Dort stand ich auch ein wenig rum und die zwei Tage vorher, hängten sich noch ein wenig mehr rein.

Am Montag dann die hübschen Klamotten aus dem Kasten gefischt und auf in die Arbeit. Dort gab es ein pikantes Frühstück von unserem Chef – wir haben seinen Geburtstag nachgefeiert. Und von dort fuhr ich direkt zum Mittagessen mit meiner Wanderkollegin, die mich ja für den Job empfohlen hatte. Zum Abschluss bekam ich von ihr noch einen Kaffee, in ihrem Büro. Wo normalerweise niemand rein darf. Meinen Ex-Chef hatte sie mal erklärt, er könne sie nicht einfach ohne Termin besuchen. Ich darf das schon…. Anschließend brachte sie mich noch zu meinem Vorstellungsgespräch – damit ich mich nur ja nicht verirre und pünktlich komme. Sogar aufs WC schickte sie mich noch zuvor ;-). Weiterlesen

Lebensrückblick – Teil 2, 2. Jahrzehnt

Willkommen im neuen Jahr! Auf geht´s. 2018 wird toll. Das spüre ich!

 

Mein zweites Jahrzehnt war wahrscheinlich das herausfordernste meines Lebens. Zwischen 10 und 20 änderte sich so ziemlich alles….Mehrfach

Aber begonnen hat es gleich wie das erste geendet ist. Einsam. Doch wir wurden älter und bald begannen meine Mitschüler zu merken dass ich so ganz anders bin als sie selber. Das Mobbing begann. Ich wurde ausgegrenzt oder grenzte mich auch selbst aus, da ich nicht wusste wie man mit Menschen/Kindern umging. Ich zog mich lieber zurück und las. Bücher lachten mich nicht aus. Bücher sagten mir nicht dass ich hässlich bin. Bücher schlugen mich nicht mit den Hausschlapfen. Bücher hoben mir nicht den Rock hoch. Bücher waren gut zu mir! Und dabei war es egal ob es Romane oder Schulbücher waren. Bücher waren meine Zuflucht. Vor meinen Klassenkameraden und vor den Grosis. So lange mein Kopf in einem Schulbuch steckte, liesen sie mich in Ruhe. Und so lange ich immer alles wusste in der Schule, wurde ich auch fast nie gefragt. Vor der Klasse sprechen war mir ein gräul.

Mit 14 änderte sich mein Leben das erste Mal. Ich kam in die HAK in der nächsten größeren Stadt – eine Stunde mit dem Zug. So lange ich im Ort zur Schule gegangen war, hat mich Opi immer hingebracht und abgeholt. Doch nun musste ich ALLEINE mit dem Zug fahren! Ich war den halben Tag nicht unter der Aufsicht meiner Grosis! Und ich hatte schreckliche Angst. Wie mache ich eine Zugtüre auf? Wo soll ich mich hinsetzen? Was wenn ich mich wo hinsetze, wo jemand anderer sitzen will? Was wenn mich jemand anspricht? Was wenn ich mich in der Stadt verirre? Was wenn ich den Zug versäume? Ich war so durch den Wind. Ich hatte Angst vor meinem eigenen Schatten. Doch ich hoffte auf den großen Neuanfang! Die neuen Mitschüler wissen ja nicht dass ich anders bin! Blöderweise hatten sie Augen im Kopf. Mobbing 2.0 begann. Das war subtiler. Diffiziler. Tat aber genauso weh, wie die Hausschlapfen…. Also flüchtete ich wieder in meine Bücher….

Damals baute ich bereits bewusst an meiner Mauer um meine Seele. Wann ich den Grundstein gelegt habe, weiß ich nicht mehr, aber spätestens in der HAK musste ich mir eine härtere Schale zulegen. Also baute ich eine Mauer. Ich blendete alles aus was ging und tat so als würde mich das alles nichts angehen.

Mit 16 kam die nächste Veränderung. Ich zog bei meinen Grosis aus und bei meiner Mutter ein. Eine 180 Grad Drehung meines Lebens. Von 24/7/365 Totalüberwachung zu „mir wurscht was du machst“. Von täglichem Verhör was man mit wem wann wo gesprochen hatte zu „wann bügelst die Wäsche?“ Vom schlafen im Ehebett mit Opi zu eigenem Zimmer. Von täglichen Fragen zu den Hausaufgaben zu keinem Interesse an dem Zeugnis – wird schon passen. Mein Leben begann.

Faschingdienstag. Ich war 16 und das erste Mal fortgegangen. Mein Stiefbruder passte auf mich auf. Nach einer halben Stunde hatte ich einen Vollrausch und einen heiden Spass! Mein Partyleben begann. Betrunken war es mir so was von egal was meine Mitmenschen von mir dachten. Betrunken war ich locker, hatte keine Angst mehr. Ich war witzig und fähig Small Talk zu führen. Ich flirtete und knutsche mit Jungs. War lebenslustig und herzlich. Ich vergas dass ich schüchtern war und nicht wusste wie man mit Menschen redete. Also trank ich. Jedes Wochenende. Sicherheitshalber…Und ich begann zu rauchen. Ich war ein Partygirl. Und ich hatte das erste Mal in meinem Leben „Freunde“. Keine richtigen, aber das wusste ich damals noch nicht. Ich war nicht mehr alleine nur das zählte.

Und mit jedem Jahr wurde der Kater schlimmer. Die Probleme liesen sich immer schwerer ertränken. Ich baute aber immer noch fleissig an meiner Mauer. Ich liebäugelte mit Drogen, bis ich zusehen musste wie ein lieber Freund zwei Tage in einer Ecke kauerte weil er auf einem LSD-Trip hängen geblieben war… Ich lies die Finger von Drogen, nur ein wenig passiv mitrauchen…. Als es den ersten Drogentoten im Ort gab, war ich bereits weitergezogen.

Mit 19 war ich von meiner Mutter ausgezogen und in die „große“ Stadt übersiedelt. Ich hatte irgendwie die Matura geschafft und mir einen Job gesucht. Ich verdiente mein eigenes Geld und lebte in einer WG mit einer „Freundin“. Die Party ging weiter, nur mit neuen Freunden. Die hatten nichts mit Drogen am Hut. Nur Alkohol und Zigaretten… Sind ja keine Drogen!

© Libellchen, 2018

Lainzer Tiergarten – 17 08 14

Angesagte trockene 21 Grad in Wien ermunterten mich mal wieder zu einem Ausflug. Da ich nicht weit fahren wollte, landete ich schließlich im Lainzer Tiergarten. Ein sehr weitläufiges Gelände, wovon ich nur zirka die Hälfte erkundete. Das spannende daran, der Tiergarten gehört zu Wien. Ist also Teil der Großstadt! Und das beliebteste Ausflugsziel der Wiener. Kunststück bei einem Tor ist auch eine U-Bahn-Station. Man kann also mit Öffis bis direkt zu einem der vielen Eingänge fahren. Ich fuhr allerdings mit dem Auto rüber – und, typisch für mich, zum falschen Tor. Wobei es eigentlich egal ist. Die Wege sind überall schön beschildert und noch nicht mal für mich bestand Gefahr, dass ich mich verirren könnte! Weiterlesen

Alleine unterwegs

Einen Blogbeitrag brauche ich noch um das Wanderthema hoffentlich emotional abschließen zu können. Mein Großvater war immer ein Alleingänger. Und er war stolz darauf. Alleine auf einem Gipfel zu stehen war das größte für ihn. Ich wiederum gehe alleine weil sich niemand findet der mitgeht. Ich habe zwar theoretisch eine Freundin die gerne mit mir wandert, praktisch hat sie mir heuer bereits zweimal abgesagt. Wenn ich also warten würde bis sie Zeit für mich hat, würde ich nirgendwo hinkommen. Früher wäre ich dann halt zu Hause geblieben und hätte mich geärgert, heute gehe ich halt alleine.

Wobei, seit ich beschlossen habe, alleine zu gehen, habe ich ein Angebot für gemeinschaftliche Wanderungen einer Freundin der Familie. Mal schauen ob das in meinem Urlaub wirklich was wird….. Ich gehe also alleine, weil ich muss. Opi ging alleine, weil er es gern tat. Wobei gern tue ich es mittlerweile auch. Mit meiner Freundin war das zwar kein Problem, doch gerade beim wandern – wenn man wenig Kondition hat – ist es wichtig mit jemand zu gehen, der sich an den schwächeren anpasst. Weiterlesen

Alleingänge

Als ich ein Kind war, bin ich mit meinem Großvater regelmäßig in den Wald und auf die Berge gegangen. Ich war es gewohnt, gemeinsam zu wandern. Als Teenager habe ich mich dann von der Natur so weit wie möglich fern gehalten. Die Liebe zur Bewegung in der frischen Luft ist erst voriges Jahr wieder in mir hochgekommen. Allerdings hatte ich keine Begleitung.

Ich hab zwar eine ganz liebe Freundin die hin und wieder – ca. 2x im Jahr – mit mir wandern geht, aber 2x im Jahr ist mir mittlerweile zu wenig. Ich habs dann mit Singlewandern probiert, doch schwitzen und schnaufen umgeben von fremden Menschen, ist nicht ganz meins. Was bleibt also? Richtig, allein in den Wald.

Die längeren anstrengenderen Touren hebe ich mir für meine Freundin auf, alleine mache ich eher die kurzen, einfachen Strecken. Wobei so kurz und einfach sind sie mittlerweile gar nicht mehr. Und so stapfe ich immer öfter, stundenlang durch fremde Wälder und auf unbekannte Berge. Weiterlesen

Loretto – Schöner Jäger – 19 05 13

Ich habs schon wieder getan. War alleine wandern und hab mich mal wieder verirrt. Eigentlich wollte ich zu einem Aussichtspunkt wandern, doch nach 3 Mal falsch abbiegen und über einer Stunde Zeitverlust, habe ich beschlossen umzudrehen – und es war gut so. Ingesamt war ich trotzdem 5 Stunden unterwegs und das ganz alleine im Wald. Wenigstens hatte ich beschlossen meine Trekkingstecken, die ich zum Geburtstag geschenkt bekommen habe, einzuweihen. Ohne die Dinger wären es vermutlich mehr als 5 Stunden geworden.

Ich stapfte also mit meinen Stecken und meinem Rucksack durch den Wald und versuchte die Gelsen bei ihren Luftlandeübungen auf meinen Armen zu behindern – meistens verlor ich allerdings. Unglaublich wie diese Gelsen es schaffen, während ich durch den Wald gehe, trotzdem in Gruppen auf mir zu landen und mich zu peinigen. Viele Fotos hab ich diesmal nicht, da ich die meiste Zeit wie gesagt durch den Wald gestapft bin. Dafür hab ich eine ausgezeichnete Fitbit-Statistik vorzuweisen Weiterlesen

Luckerter Stein – 10 05 13

Libellchen allein im Wald. Wer hätte sich vor ein paar Jahren gedacht, dass ich mal regelmäßig, mutterseelenallein durch die Wälder stapfe. Ich nicht. Meine Großmutter auch nicht. Und ich denke auch sonst nicht viele Menschen. 🙂 Nach meinem Ausflug am Donnerstag, ging ich am Nachmittag noch in den Park und las eine Stunde in der Sonne die „Dornenvögel“. Ich muss sagen das Buch liest sich um einiges leichter als „Jenseits von Afrika“. Am Abend war ich dann tot und beschloss den Rest des Wochenendes auf der Couch zu verbringen.

Am Freitag wurde ich dann von Sonnenstrahlen geweckt und verwarf meinen Plan vom Vortag. Allerdings war ich immer noch ein wenig fertig und so beschloss ich diesmal nur einen kleinen Ausflug zu machen. Und da morgen Muttertag ist, beschloss ich meine Großmutter im Altersheim zu besuchen. Somit lag der „Luckerte Stein“ irgendwie auf der Hand. Als Kind war ich unzählige Male jedes Jahr mit meinem Großvater dort und ich dachte den Weg noch zu kennen. Zumindest den Anfang bekam ich hin. Doch irgendwann war es mit meinen Erinnerungen vorbei. Also probierte ich mehrere Wege aus. Zwischendurch landete ich zwar auf einem Dach, aber letztendlich schaffte ich es doch. Weiterlesen