Arschloch-Ranking

Mein Kollege hätte ein Problem wenn er wüsste wie ich hier schreibe. Er ist der Meinung ich solle zum Letzt-Arschloch nicht Arschloch sagen. Das tue ihm (dem Arschloch) und mir nicht gut. Ganz ehrlich ob es ihm gut tut, geht mir sowieso irgendwo vorbei. Und mir tut es derzeit gut. Ich weiß schon dass ich das überwinden muss. Aber ich muss die Phasen der Trauer trotzdem durchmachen. Und Wut gehört da nun mal dazu!

Und wenn ich denke wie lange ich für jede Phase nach dem süßen Typen brauchte, bin ich diesmal eh mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs. Verdrängen habe ich erledigt. Trauer – heulen – habe ich erledigt. Jetzt bin ich bei Wut und wenn ich die erledigt habe kommt dann die Akzeptanz. Weiterlesen

Ankündigung ignoriert

Eigentlich sollte es keine Überraschung sein. Eigentlich hängt seit über einer Woche die Ankündigung bei den Postkästen und dem Aufzug. Eigentlich hätten mir spätestens am Mittwoch, als neben dem Zaun haufenweise Autos geparkt waren, auffallen sollen, dass etwas im Busch ist. Doch ich habe es einfach „verdrängt“. Und so war die Überraschung am Freitagnachmittag groß.

Als ich vom einkaufen – mit vollem Auto – nach Hause kam, belagerten sie gerade unseren Parkplatz. Und als ich die Menschenmassen sah, die da so am Randstein herumlungerten und ihr Gerät auf unseren Parkplätzen geparkt hatten, da fiel es mir wieder ein! „Soko Donau“ ist bei uns in der Siedlung! 2 Tage gab es Dreharbeiten – unter anderem auf unserem Parkplatz, bzw. unmittelbar vor meiner Wohnung. Am Donnerstag waren sie offensichtlich wo anders in der Siedlung, denn da sind sie mir nicht aufgefallen. Doch am Freitag waren sie genau bei meiner Wohnung. Weiterlesen

Wenn der Kunde König ist!

Die erste Firma bei der ich gearbeitet habe, hat mich als Kunden über die Jahre behalten. Auch wenn keiner der Verkäufer mich noch kennt, fühle ich mich immer noch sehr wohl. Letztens habe ich in meiner „alten“ Filiale – bei deren Eröffnung ich damals dabei war – einen „alten“ Kollegen getroffen und über alte Zeiten geplaudert. Doch normalerweise bin ich ganz anonym unterwegs. Auch wenn ich genau weiß wo das Damenklo im Lager versteckt ist, wo der Filialleiter sein kleines Büro hat und welcher Kaffee am Besten im Kaffeeautomaten schmeckt.

Doch nun bin ich umgezogen. Und mir war klar, dass ich mir etwas überlegen musste, da ich spätestens im Herbst meine Winterreifen von Wiener Neustadt nach Wien bekommen muss. Natürlich dachte ich darüber nach, sie abzuholen und sie selbst umzulagern. So bin ich einfach. Auf die Idee es von der Firma machen zu lassen, bin ich überhaupt nicht gekommen. Bis mich vor 2 Wochen ein Verkäufer aus Wiener Neustadt anrief und meinte, sie haben an diesem Wochenende eine Aktion – Minus 20% auf alle Winterreifen – und er habe gesehen, dass ich neue brauchen würde. Eine Info die ich zwar bereits im Hinterkopf hatte, aber bisher erfolgreich verdrängt hatte! Weiterlesen

Emotionale Achterbahn

Was für ein Sonntag! Nach einem tollen Samstag, kam dann ein sehr heftiger Sonntag. Begonnen hat alles mit wenig Schlaf. Ich war todmüde, doch konnte nicht noch mal einschlafen. Also schleppte ich mich um halb 7 ins Bad und in die Badewanne. Dort vegetierte ich eine halbe Stunde dahin. Danach gabs einen Kaffee und meine Lebensgeister kehrten zurück.

Um 9 Uhr bestätigte Wolfgang meine Freundschaftsanfrage in Facebook und löste somit das erste Gefühl des Tages – Freude – aus. Ich schickte ihm eine kurze Nachricht, woraufhin er mich zum Frühstück einlud. Voller Zuversicht und Vorfreude sagte ich zu. Und auf dem Weg zu ihm, stellte sich dann auch noch Hoffnung ein. Beim Frühstück herrschte dann wieder Freude vor. Nach dem Frühstück im Garten machte er es sich auf der Couch bequem, inklusive Aufforderung mich zu ihm zu gesellen. Da kam dann ein wenig Anspannung und Bauchkirbbeln dazu. Weiterlesen

Geschützt: Alkohol

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Flucht

Der Damm war gebrochen. Ein dreiviertel Jahr waren sie auf Abstand gegangen, doch sie hatten wieder zueinander gefunden. Vorige Woche war er bei ihr gewesen und sie hatten sich geliebt. Seitdem schwebte die kleine Seele. Und heute war er schon wieder da. Er stand gerade unter der Dusche. Es war als hätte es nie eine Distanz zwischen ihnen gegeben.

Er war direkt von der Arbeit gekommen und er hatte seine Zahnbürste mit. Er hatte sich tatsächlich wieder in sein Auto gesetzt und war die 50 km zu ihr gefahren, um mit ihr die Nacht zu verbringen. Sie hatten zu Abend gegessen und jetzt war er duschen. Sie wartete mit einem Buch im Schlafzimmer.

Er kam zu ihr, er küsste sie als ob es das Selbstverständlichste auf der Welt wäre. Er war nackt. Weiterlesen

Herbst

Der Sommer war vorüber, die Ausflüge an den See waren vorbei. Die kleine Seele war traurig. Sie hatten ihn schon seit 4 Wochen nicht gesehen. Er war in Urlaub, mit seiner Frau, und die kleine Seele hatte das Gefühl als müßte sie sterben. Sie war einsam und traurig. Und doch war sie nicht überrascht. Sie wußte daß es so kommen würde. Es war ihr von Anfang an klar, daß es so enden mußte. Und doch war sie traurig, daß es so schnell vorüber war und sie nicht mehr Zeit miteinander verbringen konnten.

Das Klingeln weckte sie aus ihren Tagträumen. Was war das, ah das Telefon. Nichts, was sie interessierte. Der Körper hob ab und oh mein Gott. Er war es. Seine Stimme ging ihr durch und durch. Er war aus dem Urlaub zurück und wollte Weiterlesen