Verantwortung ernst nehmen

Ich habe das immer getan, als ich noch Verantwortung für Mitarbeiter und einen Bereich hatte. Ich wusste, dass ihm Endeffekt ICH verantwortlich war, wenn etwas bei den Budgetzahlen nicht gestimmt hätte. Deshalb habe ich die Zahlen auch regelmäßig überprüft. Zum einen weil es mein Job war und zum anderen weil ich Zahlen lesen kann. Es gibt aber sicher Menschen die sich damit schwerer tun.

Leider kommen mir ähnlich verantwortungsbewusste Menschen eher selten unter. Das Geld nimmt zwar jeder, doch die Verantwortung wollen die wenigstens tragen. Für mich ein zusätzlicher Grund genau zu arbeiten war, dass wir von Steuergeldern sprechen. Nicht von meinem Privatvermögen, sondern von dem Geld der österreichischen Steuerzahler. Als Bundesbedienstete war ich mir dessen immer bewusst. Weiterlesen

Anteil Mama

Puh. Das war schwieriger als gedacht. Vor allem es einzugrenzen auf meine jungen Jahre. Mit meiner Mutter bin ich ja bereits einen sehr weiten Weg gegangen und wir beide haben uns im Laufe der Jahre auch extrem weiterentwickelt, aber es gab auch den Anfang….

Und auf den sollte ich mich laut Buch auch konzentrieren. Als kleines Mädchen habe ich meine Mutter angebetet! Ich fand sie toll, wenn sie bei uns reinschneite mit ihrem Selbstbewusstsein. Ihr dynamisches Auftreten, das genaue Gegenteil von den Grosis. Sie ging arbeiten, hatte soziale Kontakte, war frei und dann irgendwann in einer Beziehung und Ehe. Sie hatte eine tolle Wohnung, viele Freunde. Ihr Leben wirkte perfekt auf mich. Nur ich passte nicht rein…. Ich weiß noch, wie ich zu Hause saß und auf Mama wartete, die dann doch nicht kam…. Wie sie gleich wieder ging, wo sie doch gerade erst gekommen war…. Weiterlesen

Wow, Margit hat Sehnsucht…?

Es ist etwas ganz komisches passiert. Margit hat sich per SMS bei mir gemeldet… Sie hat gemeint dass sie meine neue dienstliche Telefonnummer nicht im dienstlichen Telefonbuch findet – was sie könnte wenn sie richtig nachschauen würde! – und wolle wissen wie es mir gehe….

Ach, echt jetzt? Also ich habe keine Sehnsucht. Im Gegenteil. Ich habe die Distanz zur Löschung unserer Facebook-Verbindung genutzt. Nennt mich ruhig feige, aber solange mir jemand im Büro gegenüber sitzt, lösche ich nicht die Facebook-Freundschaft. Wenn ich die Person aber nicht mehr sehe, dann ist das ganz was anderes. Okay, das ist nicht Feigheit, sondern meine Harmoniesucht. Ich stosse Menschen einfach nicht gern vor den Kopf. Weiterlesen

Blick hinter die Kulisse

Nach eineinhalb Wochen habe ich schon ein wenig eine Idee von meinen neuen Kollegen bekommen. Und eines weiß ich, mit meinen alten können sie nicht mithalten. Sie haben zwar auch ein paar Eigenheiten – habe ich ja auch – aber nichts womit ich Probleme bekommen werde. Obwohl. Eine Kollegin nervt schon ein wenig. Sie ist zwar sehr nett, aber sie ist auch sehr wichtig! Andererseits ist sie nicht mein Problem sondern wenn, dann das von unserem Chef. Ich habe ja ein arbeitsunabhängiges Aufgabengebiet von ihr. Von daher kann sie sich ruhig wichtig machen neben mir….

Klassisch war der Geschirrspüler letzte Woche. Als ich in der Früh als erste kam und das vorletzte Kaffeehäferl aus dem Kasten nahm, beschloss ich den Geschirrspüler anzuwerfen. Was sie auch durchaus positiv anmerkte. Irgendwann war er fertig und ich machte ihn auf zum Dampf ablassen. Wieder ein wenig später begann ich das Geschirr auszuräumen. Wo sie plötzlich der Eifer packte und sie mir half. Dabei war sie total hektisch, dabei haben wir dort nicht gerade den Stressjob! Und natürlich kam gerade da unser Chef dazu. Sie meinte dann auch zu ihm „Gleich kannst du her“ und riss damit die Arbeit irgendwie an sich… Ich wurde zur Hilfskraft degradiert. Was mir aber egal ist. Bei uns ist Teamwork wichtig. Ob ich jetzt die Initiative ergriffen habe oder nur geholfen habe, ist total egal. Doch nicht für sie. Wie gesagt sie ist ein wenig wichtig. Was zum Problem werden könnte. Weiterlesen

Instant-Karma

Seit ein paar Tagen kann ich wieder herzhaft lachen! Das Karma ist eine mächtige zielstrebige Kraft. Gut, das ist nichts neues. Das weiß ich schon länger. Doch es ist immer wieder schön das Karma arbeiten zu sehen…

Vorigen Herbst hat mein Lieblingspersonalvertreter bereits begonnen mich als Leiter der Servicestelle zu verhindern. Manch einer hat das bestritten, doch der Dienststellenleiter persönlich hat es mir bestätigt. Dann wurde er gesehen wie er mit Mr. Wichtig konferierte, kurz bevor dieser mich beim Hearing persönlich angegriffen hat. Ich habe dann irgendwann beschlossen, nicht mehr mitzuspielen und alles hingeworfen. Soll den Arbeitsplatz doch jemand anderer machen! Ist ja schließlich kein Geschenk, sondern viel Arbeit und Verantwortung, mit minimalem Mehrgehalt – wenn überhaupt! Weiterlesen

Was bisher geschah – Job

Puh, ein heftiger Brocken was da heuer schon auf mich eingeprasselt ist. Momentan geht es bei unserer Reorganisation um die Besetzung der Arbeitsplätze und die Hackeln fliegen extrem tief zur Zeit. Ich bin mal wieder ein beliebtes Opfer, vor allem für die Personalvertretung. Ich bin ja der wahnwitzigen Ansicht, dass Bundesbedienstete wenigstens ein Mindestmaß an Leistung erbringen sollten, schließlich sollen die Steuergelder nicht verschwendet werden. Das führt natürlich zu Unmut. Genauso wie die Tatsache, dass ich nicht verhehle was ich von unserer Personalvertretung halte. Nicht falsch verstehen, die Institution Personalvertretung finde ich super, nur die bei uns handelnden Personen halt nicht….

Und so haben sie schon vor drei Monaten verlautbart, dass sie alles tun werden um mich zu auf meinem „Wunscharbeitsplatz“ zu verhindern. Dabei wäre der Arbeitsplatz kein Geschenk. Würde ich den Arbeitsplatz bekommen, würde das bedeuten, dass ich mir die nächsten zwei Jahre den A… aufreissen muss um alles so einzurichten dass es richtig läuft – grob geschätzt. Seit drei Monaten wollen sie mich also verhindern. Vor einem Monat wurde der Arbeitsplatz dann mal ausgeschrieben. Und ja, ich habe mich beworben. Für mich eine Selbstverständlichkeit. Ich habe das Ungetüm geplant, jetzt muss ich auch bereit sein es durchzuziehen und zu zeigen dass es auch funktionieren kann. Finanziell würde der Arbeitsplatz bei weitem nicht so viel bringen, wie ich an Mehrarbeit erben würde. Aber nur planen und nicht durchziehen ist halt nicht meine Lebensphilosphie. Weiterlesen