Teamwork

Ich muss mir echt was einfallen lassen im Büro…. In meiner alten Dienststelle war ich Vorgesetzte und somit für alles allein verantwortlich. Wenn die Mitarbeiter nicht machten was sie sollten, war es an mir, die Aufgabe umzusetzen. Jetzt bin ich Mitarbeiterin in einem Team, wo Teamwork groß geschrieben wird! Von Anfang an wurde mir das erzählt! Wir machen alles im Team! Wir helfen einander. Fakt ist, das gilt offenbar nur wenn die anderen etwas brauchen!

Mrs. Wichtig legt sehr viel wert auf Teamarbeit – wenn sie einen Auftrag bekommt. Ansonsten ist sie immer dabei, Arbeit auf mich abzuwälzen. Für mich heisst Teamarbeit, wir erledigen Dinge gemeinsam. Für mich heisst Teamarbeit nicht, ich mache es statt ihr! Das kleinere Problem habe ich damit, dass ich mir etwas aufs Auge drücken lasse. Ich habe dann zwar ein schlechtes Gewissen, aber zumindest nehme ich die Arbeit nicht an. Was anderes ist es, wenn ich sie um Hilfe ersuche. Dann findet sie das entweder lächerlich, lustig oder reagiert einfach gar nicht. Weiterlesen

Entschleunigung

Mein neuer Job und vor allem mein neuer Chef entschleunigen mich total. Wobei mich mein alter Chef auch nicht gestresst hat, dort waren es eher die Mitarbeiter!

In meinem neuen Job habe ich keine Mitarbeiter und ich bin nur dafür verantwortlich dafür was ich tue. Ich bekomme aber auch nur Aufträge für eine Person. Im alten Job bekam ich Aufträge für einen Bereich – hatte ja auch sieben Mitarbeiter – doch sehr viel der Arbeit blieb an mir hängen. Was natürlich einen gewissen Dauerstress verursacht hat. Ich lief eigentlich immer auf vollen Touren. Kaum im Büro gings auch schon los.

Im neuen Job ist das anders. Nicht dass mir fad wäre, ich bin mittlerweile schon ganz gut ausgelastet, aber ich laufe dabei nicht unter Stress. Ich mache und tue den ganzen Tag, aber es fühlt sich für mich trotzdem total chillig an. Wahrscheinlich auch deshalb weil ich nur meine eigene Arbeit verantworten muss und ich ja weiß dass ich gut bin! Weiterlesen

Anteil Opi

So schwer ich mir bei Mama tat, so leicht war Opi! Er war gereist, hatte viel gesehen und erlebt. War Leichtathlet, fuhr bei Rallys mit, war Bergsteiger, auf den höchsten Bergen der Welt unterwegs, kam in Gegenden die damals kaum ein Europäer zu sehen bekam, schoß tolle Fotografien, drehte Filme und war der unzufriedenste Mensch den ich jemals kennen gelernt hatte!

Seine ganzen Erlebnisse waren nichts wert, weil er sie nicht vermarkten konnte. Weil er es nicht schaffte damit reich zu werden. Weil er nicht die Anerkennung bekam die ihm vermeintlich zustand. Als ich ein Kind war saß er stundenlang über seinen Buchentwürfen und überarbeitete sie zum hundersten Mal. Oder er wählte Bilder aus für den Bildband der niemals veröffentlich wurde. Er hatte eine Frau die alles für ihn tat und eine Enkelin die zu ihm hochsah. Doch das reichte nicht. Die ganze Welt sollte seine Leistung anerkennen. Doch die Welt interessierte sich nicht für ihn und er interessierte sich nicht dafür dass er zu Hause zwei Frauen hatte, die zu ihm hoch schauten. Weiterlesen

Nicht meine Baustelle

Ich habe beschlossen mich nicht mehr um alles zu kümmern. Und es lebt sich ganz gut damit!

Vor ein paar Tagen habe ich von der Finanzabteilung eine Rechnung zur Bearbeitung bekommen. Allerdings die alte Dienststelle betreffend. Ich habe ein Notiz eingefügt und sie zurück geschickt – mit Hinweis auf die neuen Zuständigen. Weiterlesen

Immer wieder Montag…

Eigentlich mag ich ja diese lustigen Sprüche von wegen am Sonntag schon Angst vor Montag haben. Die Woche dauert immer so lang und das Wochenende ist immer so kurz. Arbeit ist schlecht, Wochenende ist toll…..

Doch wenn man näher darüber nachdenkt, macht einem so eine Haltung das Arbeitsleben nicht gerade leichter….

Meine Großeltern waren der Meinung, während des Arbeitslebens wird gerackert und in der Pension kann man dann sein Leben genießen – wenn man es denn dann noch kann, ansonsten hat man halt Pech gehabt…..

Diese Einstellung habe ich schon vor Jahren über Bord geworfen und auch eine hitzige Diskussion mit ihnen diesbezüglich gehabt. Ich war der Meinung man sollte sich sein Leben schon so einrichten dass es mit der richtigen Work-Life-Balance auch während den berufstätigen Jahren lebenswert ist. Vor allem, woher soll ich denn wissen wann und ob ich überhaupt in Pension gehen kann. Wer weiß schon was in 25 Jahren ist und ob ich den Pensionsantritt überhaupt erlebe…. Weiterlesen

Mangelorientiert

Ich weiß nicht wieso sie im Büro so viele sind. In meinem privaten Umfeld kenne ich das gar nicht und auch nicht hier in meiner Blogwelt. Klar ich habe mir die Blogs denen ich folge selbst ausgesucht. Und das sind nun mal keine Jammerblogs.

Sicher gibt es auch bei mir Dinge die ich nicht habe. Ich könnte mich zum Beispiel den ganzen Tag in Selbstmitleid suhlen weil das mit einer eigenen Familie nicht geklappt hat. Oder auch darüber, dass es keinen Mann in meinem Leben gibt. Natürlich könnte ich dafür auch irgendjemand verantwortlich machen, aber was bringt es? Was bringt es mir, wenn ich mit meinem Schicksal hadere? Gar nichts! Weiterlesen