Meine Werte

Wahrscheinlich habe ich schon darüber geschrieben… Ich war auf einem Seminar, wo es unter anderem auch um unsere Werte ging. Im Zuge eines internen Projektes meiner Dienststelle, habe ich die alten Kursunterlagen wieder zur Hand genommen.

Und dabei fiel mir etwas total Gutes in die Hände…

„Wenn wir unsere eigenen Werte verletzen, fühlen wir uns schuldig. Wenn jemand anderer unsere Werte verletzt, fühlen wir uns respektlos behandelt.“

Und jeder Mensch hat andere Werte im Leben! Das sollte man sich immer vor Augen führen. Nur weil mir etwas wichtig ist, heisst das noch lange nicht, dass andere das auch so sehen! Weiterlesen

Equal Pay Day – 10 10 14

Am 10. 10. war es heuer wieder mal so weit in Österreich. Ab diesem Tag arbeiten Vollzeitbeschäftigte Frauen in Österreich gratis. Beim Equal Pay Day wird berechnet wieviel Prozent Frauen – bei gleicher Leistung – weniger verdienen als Männer und wie vielen Tagen im Jahr das entspricht. Wobei diese Berechnung in jedem Land unterschiedlich sein kann. In Österreich wurde er halt so berechnet, dass ab 10. 10. die Frauen in diesem Land gratis arbeiten. Was ich nicht herausgefunden habe, werden bei dieser Berechnung die öffentlich Bediensteten auch berücksichtigt? Denn wenn ja, dann verzerren wir diese Berechnung erheblich und der Tag war schon viel früher!

Ich befinde mich nämlich in der glücklichen Lage in einem Job zu arbeiten, wo Frauen nicht weniger bezahlt bekommen als Männer! Egal wer auf meinem Arbeitsplatz sitzt, jeder bekommt dasselbe bezahlt. Dies war einer der Dinge die mich damals am öffentlichen Dienst gereizt hatten. Ich war es einfach leid, dauernd weniger zu verdienen als die Männer, die ein ähnliches Aufgabengebiet hatten als ich. In meiner ersten Firma waren wir alles Sachbearbeiter mit einem eigenen Bereich. Ich war für Finanzen zuständig und ein Kollege für den Einkauf. Ich würde mal sagen, die Sorgfaltspflicht ist in beiden Bereichen wichtig, Arbeit hatten wir gleich viel – ich ein wenig mehr bei Monatsabschluss – und jeder von uns hatte noch einen Chef der die Verantwortung trug. Weiterlesen

Stolzes Alter

Ich war gestern meiner Großmutter zum Geburtstag gratulieren. Stolze 90 Jahre ist sie mittlerweile und ihr Lebenswille scheint ungebrochen. Auch wenn ich ehrlich gesagt nicht weiß, was genau sie am Leben hält. Sie hat ihr Leben noch nie gemocht, genauso wenig wie die Menschen. Alles war immer nur negativ und schlecht. Alle Menschen waren ungerecht und böse. Sie sprach von sich selbst oft, als eine derer die nur dazu da sind, damit sich andere auf ihre Kosten bereichern können. Seit einem Unfall vor mehreren Jahrzehnten hat sie nach eigenen Angaben dauernd Schmerzen. Heuer im Frühjahr hatte sie einen Schlaganfall und konnte sich nicht mehr bewegen und auch nicht sprechen.

Gestern war ich mal wieder bei ihr. Und sie ist wieder ganz die alte. Lästert über ihre Mitmenschen, unterstellt allen immer die niedrigsten Beweggründe, ist unreflektiert und gehässig wie eh und je. Vielleicht hat sie mich auch angelogen – wäre für sie ganz normal. Jetzt ist sie 90 und ich mag sie immer noch nicht. Wobei als Kind mochte ich sie schon, geliebt habe ich sie allerdings nie. Als Kleinkind glaubte ich ihr alles. Als Kind war ich dankbar für alles, was sie mir sagte, wofür ich dankbar sein soll. Doch irgendwann begann ich Aussagen zu hinterfragen. Widersprüche und Lügen aufzudecken. Und als Jugendliche wurde mir bewusst wie gehässig sie eigentlich wirklich ist. Wie sie Lügen verbreitet hat über andere Menschen, wenn sie dachte, sich dadurch einen Vorteil verschaffen zu können. Dabei agierte sie aber so dumm, dass nie eine ihrer Intrigen aufging – zumindest nicht dauerhaft. Weiterlesen

Geschützt: Sozial

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Komisch

Mir wird immer wieder gesagt, dass ich ein wenig komisch bin. Die meisten Menschen sagen dies allerdings mit einem wohlwollenden Lächeln. Ich habe mich in den letzten Jahren immer mehr geöffnet und zeige immer mehr mein wirkliches „Ich“. Ich bin verspielt, ich kann lustig sein, ich bin ein Serien-Junkie, ich lese Unmengen, ich kann in einem Moment professionell meine Arbeit machen und im nächsten Moment herumalbern, ich kann lieben, ich kann weinen. Ich nehme mein Leben nicht mehr ganz so ernst wie vor ein paar Jahren. Ich bin spontaner und offener. Ich probiere vieles aus und wenn es nicht funktioniert, kann ich auch über mich selbst lachen.

Im Büro, im Familien- und Freundeskreis kennen mich die Menschen mittlerweile so. Und sehr vielen gefällt es. Ich bin in den letzten Monaten richtiggehend aufgeblüht. Da ich schon einiges abgenommen habe, gefalle ich mir auch viel besser. Ich fühle mich wohler in meiner Haut und bin daher noch mehr aus mir herausgegangen. Ich zeige mein wahres „Ich“ jetzt mehr als noch vor ein paar Monaten. Im Büro hat sich auch vieles geändert, seit ich mit meiner Stellvertreterin in einem Büro bin. Sie ist genauso albern wie ich und seit wir uns ein Büro teilen, können wir das auch den ganzen Tag ausleben. Es gibt Kollegen die diese Veränderung zwar wohlwollend zur Kenntnis nehmen, sie aber auch nicht ganz nachvollziehen können und daher auch ein wenig verwirrt sind. Weiterlesen

Dagegen

Ich hab einen Mitarbeiter der ist prinzipiell dagegen. Wogegen? Gegen alles! Jeden zweiten Satz beginnt er mit „Ich sehe das anders…“ und dann kommt ein Monolog wie schlecht und ungerecht die Welt ist. Ich hab immer wieder versucht ihm eine andere Sichtweise darzulegen. Doch keine Chance. Eher im Gegenteil, wenn man ihm nicht zustimmt, wird er leicht aufbrausend und belehrend. Und ich hab beschlossen ich will nicht mehr mit ihm diskutieren, zu starr sind seine Ansichten.

Also lasse ich es. Ich habe die Gespräche auf das notwendige dienstliche Maß reduziert und es geht mir bedeutend besser damit. Letztens war ich wieder sehr froh darüber. Er sitzt im Büro neben mir und durch unsere Politik der offenen Tür, durfte ich wieder mal einer „Streitdiskussion“ beiwohnen. Er belehrte mal wieder eine Kollegin.

Die Welt wird untergehen,…., Brüssel ist schuld,….., die österreichischen Politiker sind zum vergessen,…..,alle zocken einem nur ab,….und so weiter und so fort. Lange habe ich nicht zugehört, ich bin lieber einen Kaffee trinken gegangen. Ich kann und will das Gejammer nicht mehr hören. Warum? Weils nix bringt, außer Kopfschmerzen! Wieso sollte ich mir jetzt ein Jahr Sorgen darüber machen, ob nächstes Jahr die Welt untergeht? Seh ich dann eh, oder auch nicht 🙂 Wieso soll ich auf Brüssel schimpfen? Ich glaube nicht, dass Brüssel interessiert was ich in meinem Büro von mir gebe, genauso wenig wie die österreichischen Politiker. Wenn man schon Energy aufwenden will, sollte man es für etwas tun, dass auch was bringt, oder seht ihr das anders? Weiterlesen

Mittelweg

oder Märtyrer? Genau das war in den letzten Wochen immer wieder Thema. Ich wurde zum Märtyrer erzogen und habe es auch lange Jahre, exzessiv ausgelebt. Ich habe getan was mir gesagt wurde, ich war für alle da, habe mich aufgeopfert für die Gemeinschaft und wie es sich für einen echten Märtyrer gehört, war es der Gemeinschaft egal. Was mich bei meiner Sicht der Dinge, dass das Leben hart und ungerecht ist, bestätigt hat. Mir wurde gesagt, dass es meine Lebensaufgabe sei, sich aufzuopfern, damit es anderen gut geht. Mir wurde gesagt, ich bin das untere Ende der Nahrungskette und werde auch immer dort bleiben. Mir wurde prophezeit, dass ich egal was ich auch tue, ich nie es werden würde. Und ich habe es geglaubt. Doch bei dieser Sicht der Dinge fehlte mir etwas. Mir fehlte der Sinn des Lebens. Meine körpereigene Intuition, war mit dieser Sicht meines zukünftigen Lebens, nicht einverstanden.

Dieses Gefühl, dass da noch was fehlt, trieb mich an. Ich begab mich auf den Weg, denn Sinn meines Lebens zu finden. Und vor kurzem hab ich etwas gefunden, dass mein Leben viel lebenswerter gemacht hat. Genuss! Ich habe begonnen, nicht mehr ganz so viel zu leiden und stattdessen auch ein wenig mein Leben zu genießen. Und prompt erntete ich die ersten bösen Kommentare dazu. Wie kann ich denn auch nur! Ich bin ja noch jung. Mir steht es ja noch gar nicht zu! Ich muss doch zuerst leiden um dann leben zu dürfen. Doch was, wenn ich morgen sterbe? Was wenn ich keine Möglichkeit mehr bekomme, mein Leben zu genießen. Tja, das ist dann halt Pech. Unsere Vorfahren haben doch auch immer so gelebt, also muss meine Generation, dass auch so machen. Wir können doch nicht einfach unser Leben genießen, wo kommen wir denn da hin?! Weiterlesen