Perspektivenwechsel

Zur Abwechslung mal wo anders. Nämlich im Strassenverkehr!

Auf meinem Weg zur Arbeit, gibt es ein paar Kreuzungen wo die mir schon des öfteren Autofahrer den Vorrang genommen haben. Was mich immer maßlos aufgeregt hat. Vor allem weil es ja auch nicht ganz ungefährlich ist! Wenn ich auf eine Kreuzung zufahre wo ich Vorrang habe und stehen bleibe, verzichte ich ja bekanntlich auf den Vorrang. Es heisst also langsamer werden, aber nicht zum Stillstand kommen. Und wenn dann ein Autofahrer ungebremst mir den Nachrang nimmt, dann ärgert mich das. Oder besser gesagt ärgerte mich das… Weiterlesen

Sucht I – Alkohol

Wie gesagt Volkskrankheit Nummer 1 in Österreich. Warum das so ist, ist leicht erklärt. Alkohol ist anerkannt in unserem kleinen feinen Land. Ich habe in letzter Zeit viel mit Menschen über Alkoholkrankheit gesprochen. Auslöser war natürlich J. So nah an einem richtigen Alkoholiker dran, war ich schon lange nicht. Ich war direkt betroffen, als er einfach verschwunden war und ich habe zuvor auch noch nie mitbekommen, dass jemand gleich direkt in die Entzugsklinik geht. Wir haben dann überlegt, ob es für einen Alkoholiker in Österreich leicht ist, seine Sucht zu besiegen und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass es sauschwer ist.

Alkohol ist überall. Bei der Grillfeier wird das Fleisch mit Bier übergossen. Der Kuchen wird mit Rum gebacken. Im Eisgeschäft gibt es leckere Eissorten mit Amaretto. Sogar Joghurt mit Alkohol stehen im Supermarkt im Regal. Vom Alkohol in reinster Form, den es fast überall zu kaufen gibt, will ich erst gar nicht anfangen. Tankstellen haben rund um die Uhr, 7 Tage die Woche geöffnet und verkaufen Alkohol. Ein Alkoholiker braucht sich also überhaupt nicht anstrengen um Nachschub für seine Sucht zu bekommen. Anders betrachtet, lauert an jeder Ecke eine Versuchung für einen trockenen Alkoholiker. Weiterlesen

Stolzes Alter

Ich war gestern meiner Großmutter zum Geburtstag gratulieren. Stolze 90 Jahre ist sie mittlerweile und ihr Lebenswille scheint ungebrochen. Auch wenn ich ehrlich gesagt nicht weiß, was genau sie am Leben hält. Sie hat ihr Leben noch nie gemocht, genauso wenig wie die Menschen. Alles war immer nur negativ und schlecht. Alle Menschen waren ungerecht und böse. Sie sprach von sich selbst oft, als eine derer die nur dazu da sind, damit sich andere auf ihre Kosten bereichern können. Seit einem Unfall vor mehreren Jahrzehnten hat sie nach eigenen Angaben dauernd Schmerzen. Heuer im Frühjahr hatte sie einen Schlaganfall und konnte sich nicht mehr bewegen und auch nicht sprechen.

Gestern war ich mal wieder bei ihr. Und sie ist wieder ganz die alte. Lästert über ihre Mitmenschen, unterstellt allen immer die niedrigsten Beweggründe, ist unreflektiert und gehässig wie eh und je. Vielleicht hat sie mich auch angelogen – wäre für sie ganz normal. Jetzt ist sie 90 und ich mag sie immer noch nicht. Wobei als Kind mochte ich sie schon, geliebt habe ich sie allerdings nie. Als Kleinkind glaubte ich ihr alles. Als Kind war ich dankbar für alles, was sie mir sagte, wofür ich dankbar sein soll. Doch irgendwann begann ich Aussagen zu hinterfragen. Widersprüche und Lügen aufzudecken. Und als Jugendliche wurde mir bewusst wie gehässig sie eigentlich wirklich ist. Wie sie Lügen verbreitet hat über andere Menschen, wenn sie dachte, sich dadurch einen Vorteil verschaffen zu können. Dabei agierte sie aber so dumm, dass nie eine ihrer Intrigen aufging – zumindest nicht dauerhaft. Weiterlesen

Filme

Ich liebe Filme! Ich gehe gern ins Kino, esse gerne Nachos mit Käsesauce oder Popcorn und genieße es in einen richtig guten Film einzutauchen. Was ich im Kino nicht brauche sind Komödien und seichte Liebesfilme. Action und Fantasy-Geschichten allerdings sehe ich unglaublich gerne. In den letzten Wochen habe ich 2 Filme gesehen, die anders waren. Anders im Sinne, es waren keine Hollywood-Produktionen, obwohl amerikanische Schauspieler und einmal sogar ein amerikanischer Produzent beteiligt waren. In beiden Fällen wurde der Film von einem deutschen Schauspieler getragen. In einem alleine, im anderen gab es tatkräftige Unterstützung aus Hollywood. Weiterlesen

Rot

ist das neue grün. In den letzten Wochen ist mir immer mehr aufgefallen, dass die Menschen – Fußgänger und Autofahrer – offensichtlich Probleme haben zwischen roten und grünen Ampeln zu unterscheiden.

Beispiel 1: Ich stehe an einer roten Ampel und warte dass es grün wird, als plötzlich auf der zweiten Spur ein Auto an mir vorüber und über die rote Ampel fährt. Meine Augen sind immer größer geworden und ich hab nur auf den Knall gewartet. Gott sei Dank kam kein Auto, sonst wäre ich in der ersten Reihe gestanden beim Unfall.

Beispiel 2: Ich stehe an einer Kreuzung wo es nur Rechts- und Linksabbieger gibt. Die Ampel für die Rechtsabbieger schaltet ca. 1 Minute vor den Linksabbiegern um. Ich stand hinter einem anderen Auto auf der Spur der Linksabbieger. Als die Ampel für die Rechtsabbieger auf grün schaltet, fährt das Auto vor mir los und über die rote Ampel. Bei der nächsten Ampel blieb er dafür an der grünen Ampel stehen. Ich konnte dann auch noch sehr schön beobachten, warum er so abgelenkt war. Der Fahrer hat aufgeregt – ohne Freisprecheinrichtung – telefoniert. Weiterlesen

Schlaflos

Bevor ihr beginnt, das hier zu lesen, könnt ihr euch ruhig noch einen Kaffee machen. Es wird nämlich ein wenig länger dauern.

Ich habe eine schlaflose Nacht, mit unzähligen Erkenntnissen hinter mir. Dieses Wochenende ist etwas passiert, was bei mir einige Synapsen im Gehirn verbunden hat. Ich habe in den letzten Geschichten darüber geschrieben dass ich Dinge persönlich nehme, dass mir meine Familie nur bedingt das Gefühl gibt, dass sie stolz auch mich ist, wie ich mir das Leben selbst schwer machen, wenn ich etwas nicht will, aber trotzdem tue, dass ich meine Einzigartigkeit zeigen will und ich habe darüber geschrieben dass es mir lieber ist, dass ich ein schönes Leben habe und für überheblich gehalten werde, als dass mich alle mögen und ich dafür unglücklich bin. Jede dieser Geschichten kann man für sich so stehen lassen. Doch letzte Nacht habe ich das alles zu einem ganzen verbinden können. Und der Grund für diese Erkenntnis, war eine Reihe von Ereignissen.

Vor ein paar Wochen hat mir der Muserich geraten, ich solle auf einen Zettel aufschreiben, was ich mir von einem Mann erwarte und auf der Rückseite soll ich aufschreiben, was ich einem Mann bieten kann. Und mit diesem Zettel soll ich mir dann den für mich Richtigen bestellen. Jetzt ist es so, dass ich die Ratschläge des Muserichs zwar sehr zu schätzen weiß, sie jedoch selten so umsetze, wie er es mir rät. Allerdings regen sie mich immer wieder an, etwas zu tun. So war es auch diesmal. Dass ich alles aufschreibe, ist zwar grundsätzlich eine gute Idee, aber was wenn ich was Wichtiges vergesse? Ich hab den Film „Teuflisch“ gesehen. Und auch wenn das Universum nicht teuflisch ist, ein Restrisiko besteht da trotzdem. Ausserdem soll man sich ja beim Wünschen auch nicht selbst beschränken. Ich hab mich also hingestellt und mir einfach den für mich Richtigen „bestellt“. Das Universum wird schon wissen, wer für mich passt.

Was mir bei der „Bestellung“, noch nicht klar war, war dass ich noch einiges zu klären hatte, bevor ich für den Richtigen bereit bin. Und da das Universum manchmal recht flott ist, hat es mir jetzt einfach ein Thema nach dem anderen geschickt und die letzte Botschaft kam dann das letzte Wochenende. Und letzte Nacht, wurde mir dann der Zusammenhang von allem klar. Bevor ich ins Detail gehe noch eines vorweg. Ich beschreibe euch nur wie eines zum Anderen kam, ich will niemanden was vorwerfen und bin auch niemanden böse. Ich bereue nichts was ich getan oder erlebt habe und ich bin auch mit allen im Reinen. Nichts desto trotz war mein Leben nicht immer ganz leicht. Ich hab vieles auf die harte Tour gelernt, was wahrscheinlich auch einfacher gegangen wär. Und alles was ich erlebt habe, hat aus mir den Menschen gemacht, der ich heute bin. Doch ich glaube man muss meine Vergangenheit kennen, um mich verstehen zu können. Dann fangen wir mal am Anfang an.  Weiterlesen

Teddy – Kapitel 4

…Fortsetzung von

Teddy saß in ihrem Auto und war auf dem Weg nach Sindames. Nachdem sie und ihre Freunde beschlossen hatten zusammen zu bleiben, trennten sie sich erstmal. Jeder ging bzw. fuhr nach Hause. Dort packten sie alles ein, wo sie dachten, dass sie es noch mal brauchen konnten. Sie hatten vereinbart, sich direkt in Sindames am See zu treffen.

Und so war Teddy erstmal wieder alleine. Und diese Gelegenheit nutzte sie um die letzten Stunden zu überdenken. Sie hatte das Gefühl in einem Film gefangen zu sein, wo sie einem unbekannten Drehbuch folgte. Sie tapste dahin ohne Ahnung wie es enden würde. Doch so unsicher ihre Zukunft auch war, sie war sich sicher dass ihr noch ein langes glückliches Leben bevorstand. Sie fühlte sich geborgen und beschützt. Alles war gut. Weiterlesen