Wink mit dem Zaunpfahl

Irgendetwas will mir das Universum offenbar sagen. In letzter Zeit kommen mir nämlich vermehrt Menschen unter die mir sagen was ich „denken soll“, „machen soll“, „sagen soll“. Und alle lassen sie mich mit Unverständnis zurück.

Vor allem sind es nie Menschen die mir nahestehen und mir vielleicht wirklich gute Ratschläge für MEIN Leben gebe können! Es sind Menschen im Büro, Bekannte auf Facebook und sogar Seminarkollegen die mich das erste Mal im Leben sehen. Weiterlesen

Abgespeichert

Im Laufe des Lebens lernen wir – hoffentlich – was uns guttut. Und wenn wir das herausgefunden haben, dann bleiben wir dabei. Wir kreieren unseren Alltag damit. Wem die Sauna guttut, geht regelmäßig dorthin. Oder massieren. Oder ins Kino. Oder in die Disco…..

Es gibt aber auch Dinge die tun einem in einer gewissen Lebensphase gut, doch nicht unbedingt dauerhaft. Wenn es mir richtig schlecht geht, meine Seele schmerzt, dann will ich alleine sein. Will zu Hause auf der Couch meinen Tränen freien Lauf lassen. Will mich in aller Ruhe wieder zusammenklauben und keine Kraft darauf verwenden müssen „zu funktionieren“. Wenn ich keine Kraft mehr habe, brauche ich keine Menschen. Dann brauche ich Sonne, ein gutes Buch, Schlaf, eine spannende Serie, einen Waldspaziergang,… Menschen fordern mich dann eher, auch wenn sie das nicht tun. „Ich bin für dich da“ ist schön, aber nicht das was ich brauche wenn ich ganz am Boden bin. Da brauche ich einfach meine Ruhe. Weiterlesen

Energieschub

Am Samstag war mein zweiter ehrenamtlicher Einsatz. Ich war nicht mehr ganz so nervös wie beim ersten Mal, aber Routine ist das ganze auch noch nicht. Das Team war diesmal ein wenig anders als beim letzten Mal und ich hatte eine neue Aufgabe. Beim letzten Mal war ich bei der Registrierung, diesmal bei der Ausgabe. Die Ausgabe ist auf jeden Fall die dankbarere Aufgabe!

Aber fangen wir mal mit dem aufraffen an. Ich war schon die ganze Woche ur müde. Ging fast immer vor 22 Uhr schlafen, weil ich kaum die Augen offen halten konnte. Eine Krankheit lag nicht ganz ausserhalb der Möglichkeiten. Auch am Freitag lag ich bereits vor 22 Uhr im Bett und schlief acht Stunden durch. Doch auch eine andere Möglichkeit gab es für meine Schlappheit. Ich hatte die Pille umgestellt und sollte jetzt eigentlich keine Periode mehr haben. Dass ist aber meinem Körper egal… Am Freitag hatte ich den ganzen Tag Bauchkrämpfe und auch Blutungen, obwohl ich die nicht mehr haben sollte. Nach der Umstellung lag das allerdings im Bereich des möglichen. Der Blutverlust könnte natürlich auch Schuld an meiner Schlappheit sein! Was ich an dieser Stelle positiv erwähnen sollte, seit der Umstellung der Pille hatte ich keine Migräne mehr! Juhu!!!! Weiterlesen

Die Welt macht mich müde

Vielleicht liegt es auch einfach nur daran dass es jetzt wirklich Winter wird – die Jahreszeit die ich persönlich gar nicht brauche. Doch ich glaube es ist mehr. Das heurige Jahr war lange und sehr herausfordernd. Dienstlich lief eigentlich alles glatt, doch persönlich wurde ich heuer enorm gefordert. Und zwar auf eine neue Art. Liebeskummer und Kummer wegen der Familie kenne ich schon seit Jahrzehnten, damit kann ich mittlerweile ganz gut umgehen. Von Männern halte ich mich mittlerweile sowieso fern und wenn mich ein Familienmitglied mal wieder enttäuscht – und mir zeigt dass ich im Zweifelsfall, mich wirklich nur auf mich selber verlassen sollte – dann tut das zwar weh, ist aber kein neuer Schmerz. Und wenn ich ehrlich bin, will mir ja niemand absichtlich was tun, manchmal wird mir halt nur immer wieder vor den Latz geknallt, dass ich mich nicht so auf mein Umfeld verlassen kann, wie es andere Menschen von ihrer Familie gewohnt sind. Ist also eigentlich mein Problem dass ich mir da immer wieder mehr erwarte…. Mit vierzig Jahren sollte ich es wirklich schon wissen!

Erwartungen sind sowieso so ein Thema. Ganz ausschalten kann man sie nicht, doch damit setzt man sein Umfeld auch immer wieder unter Druck. Ich wurde ja dazu erzogen die Erwartungen anderer zu erfüllen. Was ich erst mit über 30 Jahren gelernt habe war, meine eigenen Erwartungen zu erfüllen! Ich muss sagen, meine Erwartungen erfülle ich, die meiner Mitmenschen offenbar nicht immer. Weiterlesen

Offen für Neues

Gehe einmal im Jahr irgendwohin, wo du noch nie warst. Dalai Lama

Ich glaube einmal im Jahr ist zu wenig… Man sollte viel öfter Neues erkunden, neue Erfahrungen machen und neue Menschen kennen lernen.

Die letzten fünf Jahre war ich diesbezüglich sehr brav. Ich habe immer wieder neue Plätze gesucht und gefunden. Habe Neues ausprobiert und Menschen kennen gelernt. Früher habe ich das weitgehend vermieden. Ich wollte nichts Neues kennen lernen. Wollte nicht raus aus meiner Wohlfühlzone. Wollte mich in meinem gewohnten Umfeld einigeln und es mir gut gehen lassen. Und ja, es ging mir mehr oder weniger gut damit. Weiterlesen

Freizeitgestaltung

Als ich vor acht Jahren angefangen habe Ausflüge zu unternehmen, habe ich hier eine eigene Kategorie angelegt und nicht gedacht, dass sie mal so gefüllt sein würde….90 Ausflüge habe es in den letzten acht Jahren geschafft hier zu landen. Wahnsinn. Wo ich doch vor zehn Jahren noch am liebsten vorm Fernseher rumgelegen und mich in Selbstmitleid gebadet habe…

In letzter Zeit hat sich noch mal enorm viel verändert bei mir. Teilweise waren es nur Kleinigkeiten, aber ich merke einfach dass mein Leben sich ständig weiter entwickelt. Was auch sehr gut ist. Nur halt nicht erwartet und ungewohnt. Weiterlesen

Der größte Kritiker

Ich bin und war schon immer mein größter Kritiker. Früher habe ich mich deswegen auch regelmäßig selbst fertig gemacht. Heute bin ich mir einfach nur mehr meiner Schwächen bewusst und arbeite daran. Was ich zum Beispiel gar nicht kann ist vor großen Gruppen reden. Einen Vortrag halten. Alle Augen auf mich gerichtet. Das macht mich nervös und ich fange an zu plappern. Nur merkt das ausser mir selbst kaum jemand. Ich habe schon öfter Feedback eingeholt von Menschen die ehrlich mit mir sind, bzw. auf diversen Kursen wo Profis Feedback geben.

Was ich mittlerweile weit besser beherrsche als früher, ich kann meine Unsicherheit überspielen. Mein Nicht-Wissen oder Nicht-Können fällt nicht wirklich auf. Letztens hat mich mein Abteilungsleiter gefragt wie es mir bei der Ausbildung geht und ich meinte „Schön langsam passen die Puzzleteile zusammen und ich erkenne das Gesamtbild.“ Und er total überzeugt „Aber das kennen sie doch schon lange!“ Ähm. Nein. Eigentlich nicht. Aber danke. Weiterlesen