Ein chilliger Samstag

Der letzte Samstag war mal wieder perfekt, würde ich sagen. Da ich ein wenig angeschlagen war vorige Woche, ging ich am Freitag recht zeitig schlafen. Als am Samstag der Wecker läutete war ich also eigentlich ausgeschlafen. Ein schneller Kaffee und eine rasche Dusche und schon ging es los. Eine halbe Stunde später habe ich meine Mutter getroffen und erstmal meine Adventgeschenke in Empfang genommen. Danach gings zum Masseur.

Da sie den letzten Weg gefahren ist, war sie auch als erstes dran, weshalb ich mal frühstücken ging. Normalerweise hole ich mir einen Kaffee und eine Kleinigkeit, aus irgend einem Grund landete ich aber im Bistro und nicht im Kaffeehaus. Dort gibt es richtige Frühstücksangebote und so gönnte ich mir ein pikantes Frühstück mit lauter Sachen die ich frühmorgens normalerweise nicht auf dem Teller habe. Ich las meine Zeitung und lies es mir einfach mal gut gehen. Weiterlesen

Heulmassage

Gestern war ich mal wieder massieren. Normalerweise ist das für mich Entspannung pur. Normalerweise geht es mir aber auch nicht so schlecht… Ich glaube ich habe zu wenig getrauert. Nach dem Beziehungsende habe ich gleich versucht weiter zu machen. Ich wollte mir den Schmerz ersparen. Doch das hat auf Dauer nicht funktioniert… Dazu kam noch ein Umfeld das mir nur gesagt hat wie froh ich doch sein soll, dass ich den Absprung geschafft habe. Sie hatten damit zwar recht, aber ich habe trotzdem viel verloren. Und darum habe ich nicht getrauert. Und das habe ich diese Woche offensichtlich nachgeholt. Weiterlesen

Der Mann der mich vor schlimmeren bewahrt….

Als ich am Montag so mit Migräne darniederlag, hätte ich extrem gern jemand gehabt, der mich einfach in den Arm nimmt. Natürlich war da niemand. Ist ja wirklich auch selten jemand da. Ein Mangel den ich schon seit der Kindheit mitschleppe. Mir geht es nicht oft wirklich schlecht, doch wenn, dann brauche ich nicht viel. Eine Umarmung wäre dann aber der Hit. Ich habe dann das Gefühl, gerne in den Arm genommen zu werden, die ganze Woche mit rumgeschleppt.

Und wenn ich so einer Stimmung bin und irgendein Idiot läuft mir über den Weg und deutet nur an, dass er mir möglicherweise geben könnte, was ich brauche, dann bin ich echt versucht alles Wissen in meinem Kopf über Bord zu werfen und mich auf einen bedeutungslosen und unbefriedigenden – weil bedeutungslos – One-Night-Stand einzulassen. Gott sei Dank bin ich nicht oft in dieser Stimmung und unterwegs. Früher war das anders. Da lebte ich diesbezüglich gefährlicher…. Weiterlesen

Hut ab!

Ich muss sagen ich habe die Österreicher unterschätzt. Als voriges Wochenende die Hilfskräfte die Bahnhöfe besetzt haben um den Flüchtlingen zu helfen, war ich positiv überrascht von der Hilfsbereitschaft der Österreicher. Am Westbahnhof ist die Caritas im Einsatz, am Hauptbahnhof eine zusammengewürfelte selbst organisierte Gruppe, die mittlerweile ein Verein sind. Natürlich werden auch sie von der Caritas unterstützt. Vor allem wenn es um Notquartiere geht. Doch den täglichen Bedarf lösen sie anders. Sie posten auf Facebook – wo ich sie verfolge – und auf Twitter, was sie gerade brauchen. Wasser, Bananen, Brot, Jacken, Decken, Hosen, Kosmetiker, Helfer*innen, Dolmetscher*innen, aber auch Fahrer mit Autos die Dinge nach Nickelsdorf bringen oder holen. Und sie bekommen was sie brauchen. Gerade das fasziniert mich extrem!

Wenn sie schreiben wir brauche in der nächsten Stunde 10 Helfer*innen, haben sie innerhalb von 10 Minuten 20 Kommentare dass Leute auf dem Weg sind! Und das ist ganz egal ob solche Postings um 5 Uhr morgens, um 14 Uhr oder um 1 Uhr Nachts geschrieben werden! Die Leute kommen mit selbstgekochtem oder holen Wäsche um sie zu waschen. Sie geben Essen aus, kleiden die Durchreisenden neu ein, schenken den Kindern Stofftiere, eine Umarmung oder was auch immer sie brauchen. Vorigen Sonntagabend begann ich an dem System zu zweifeln. Klar am Wochenende ist das leicht. Da haben die meisten frei, doch wie wollen die das unter der Arbeitswoche schaffen? Weiterlesen

Die kleine Seele ist erwachsen geworden

Vor 4 Jahren hat er sie verlassen und in ihrem Schmerz alleine gelassen. So verzweifelt war sie gewesen, dass sie nach Wochen des Tränenmeers beschlossen hat, dass sich etwas ändern muss. Sie hat zu schreiben begonnen und versucht sich etwas Gutes zu tun. Doch gerade am Anfang war das extrem schwer. Alles was sie wollte, war schließlich er, doch ihn konnte sie nicht mehr haben. Sie mussten lernen ohne seine Berührungen, seine Küsse, seine Nähe, seine Zärtlichkeiten klar zu kommen. Irgendwie hatte sie es tatsächlich geschafft. Mit Musik, der freien Natur, ihrer Familie und ihren Freunden. In Minischritten hatte sie sich durch den Schmerz gekämpft und war dabei gewachsen. Weiterlesen

Geschützt: Zuerst der Zweck, dann der Alk

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Drehbuch der Liebe – Teil 8

Auf den Weg zur Party beruhigte ich mich wieder. Meine Emotionen waren wieder im Griff. Allerdings hatte ich fast das Gefühl, dass sich etwas zwischen uns verändert hatte. Es fühlte sich an, als hätten wir eine Tür geöffnet, durch die wir allerdings nicht durchgegangen waren. Und jetzt stand sie offen und erinnerte uns durch die Zugluft daran, dass es sie gab. Doch Camilla lenkte uns schnell ab. Sie bewunderte ihre Kleiderauswahl und meinte, ich sehe heiß aus. Ein Adjektiv, welches ich im Bezug auf mich selbst, bisher nicht gekannt hatte. Vor dem Club erwarteten uns schon wieder die Paparazzi. Eigentlich hatte ich gehofft, wie schon beim letzten Mal, unbekannt bleiben zu können. Doch das Kleid machte mir da einen Strich durch die Rechnung. Als sie uns erblickten, waren plötzlich alle Kameras auf mich gerichtet. Camilla bemerkte mein Unwohlsein, hakte sich bei mir unter und schob mich in Richtung Eingang. Aksel folgte uns auf dem Fuß. Sein Blick immer auf unsere Rücken gerichtet.

Im Club angekommen, hörte das Blitzlichtgewitter auf. Dafür erwartete uns schnell blinkendes, drehendes Stroboskoplicht. Normalerweise habe ich Probleme mit solchen Lichtverhältnissen, vor allem wenn es heiß und stickig war. Doch dieser Club war schön gekühlt und es gab auch viel Platz. Auch der Bass war wohldosiert und so war auch das Licht für mich auszuhalten. Und als sich meine Augen an das flackernde Licht gewöhnt hatten, sah ich sie. Die High Society von Hollywood. Die angesagtesten Jungschauspieler und –innen. Die heißesten Menschen in den schärfsten Klamotten, die sich zum Rhythmus der Musik treiben ließen. Und mitten drin ich. Dina Schreiber aus Wien, Österreich. Ich war berauscht, noch bevor mich der erste „Serienvampir“ auf die Tanzfläche zog. Und es wurde nicht besser. Weiterlesen