Veränderung

Ich bin immer wieder total fasziniert davon wie sehr sich mein Leben verändert hat.

Vor 10 Jahren…

Ich war verliebt und traurig. Der Mann den ich wollte, war nicht frei. Das erste Mal in meinem Leben war mir jemand über den Weg gelaufen und hatte meine Seele berührt. Ich ging arbeiten und pendelte nach Hause. Mein Leben war recht düster – wie gewohnt! Ich lebte in einer Erdgeschoss-Wohnung wo nicht allzu viel Sonne hin kam. Ich wartete auf Nachricht von ihm… Auf das nächste Treffen… Die Hoffnung hielt mich aufrecht. Weiterlesen

Hormoneller Sinn des Lebens

Meistens geht es mir mittlerweile richtig gut. Doch einmal im Monat wache ich auf und bin traurig, um nicht zu sagen depressiv. Immer kurz bevor ich meine Periode bekomme, beginnt die hormonelle Umstellung. Und ich werde jedes Monat aus der Bahn geworfen. Im Sommer bin ich traurig, im Winter schwerst depressiv.

Hormone, Kälte, Finsternis,… Da ist es schwer das Leben leicht zu nehmen. In diesen ca. 48 Stunden fühle ich mich nicht leicht. Im Gegenteil. Jedes Monat frage ich mich aufs neue, was eigentlich der verfluchte Sinn meines Lebens ist…

Ich habe kein Haus gebaut; keinen Baum gepflanzt; keinen Nachwuchs in die Welt gesetzt; ich stehe auf, gehe arbeiten und wieder nach Hause; ich tue was mir Spaß macht; versuche glücklich zu sein… Weiterlesen

Abschied

Zu Silvester kam noch mal der Planer-Ex hoch. Was mich nicht wundert, hatten wir doch geplant meinen Geburtstag gemeinsam zu feiern. Besser gesagt hat er es mir fest versprochen, bevor er seine Meinung geändert hat. Genauso wie er versprochen hatte, meine Seele zu schützen, bevor er auf ihr herumgetrampelt ist. Ich war traurig und wütend und beschloss, ihn im alten Jahr zu lassen. Weiterlesen

Akzeptanz

Manchmal habe ich Zweifel. Hätte ich vielleicht doch noch mal das Gespräch suchen sollen? Andererseits ist er mich ja schon Wochen vor dem Ende ausgewichen… Irgendwann musste es mal gut sein!

Doch das muss ich mir hin und wieder richtig ins Gedächtnis rufen. Da denke ich an einen schönen Moment und beginne zu zweifeln. Und dann zwinge ich mich daran zu denken wie er mich am Schluss behandelt hat. Von einem gemeinsamen „uns“ war er umgeschwenkt zu einem „Ich“. Ein uns gab es nicht mehr. Ich, meine Gefühle, meine Gedanken hatten keinerlei Priorität mehr. Sehr viele Dinge waren plötzlich wichtiger. Auf Dauer hätte ich mit ihm sowieso nicht glücklich werden können. Ich will jemand an meiner Seite, wo ich einen gewissen Stellenwert einnehme. Wo ich gehört und eingebunden werde. Weiterlesen

Zeitspiegel

Im Moment ist die vergangene Beziehung wieder sehr präsent bei mir, da mein Kollege gerade an der selben Stelle in seiner Beziehung steht, wo ich vor einem knappen Jahr war. Voller Zuversicht glaubt er gerade an sein persönliches Happy End und immer wenn er mir erzählt was ihn so sicher macht, dass sie die Richtige ist, denke ich nur „Das habe ich auch mal geglaubt“.

Zu ähnlich sind die Situationen. Nur Reden, kein Tun. Versprechungen die (noch?) nicht eingehalten werden. Und ich frage mich, wird er mehr Glück haben als ich? Wird er Recht behalten, wo ich mich so bitter getäuscht habe? Wird sie für ihr Glück auch was tun, was mein Ex offenbar als nicht notwendig erachtet hat. Weiterlesen

Im Sonnenschein dem Grauen begegnet

Die letzten Wochen war das Wetter nicht sehr sonnig. Es war zwar hin und wieder warm, doch die Sonne ließ sich nur selten blicken. Doch wenn sie es tat, schnappte ich mir ein Buch und setzte mich auf den Balkon. Sonne tanken war das Ziel. Und Sonnenschein brauchte ich auch, dass er mich wärmte. Denn was ich in dem Buch las, lies mich frösteln. Es war eine Leihgabe. Da ich in letzter Zeit viel über den 2. Weltkrieg gelesen hatte, hatte es mir ein geschichtsinteressierter Freund ausgeliehen. Allerdings mit dem Hinweis versehen, „Das wirst du langsam lesen müssen.“

Für meine Verhältnisse hatte ich tatsächlich lange gebraucht für die 280 Seiten, andererseits hatte ich es auch ein wenig verschlungen. Nicht weil es so toll war was ich las, sondern so ehrlich. Es ist ein Buch geschrieben aus der Sicht eines deutschen Scharfschützen, der nichts am Hut hatte mit der Naziideologie. Der jedoch 1943 eingezogen wurde und an die Ostfront geschickt wurde. Dort lernte er zu kämpfen und zu überleben. Weiterlesen

Hass

Ein Gefühl das ich nicht mag. Ich war zwar nicht davor gefeit, doch in den letzten Jahren blieb er mir fern. Als Jugendliche hatte ich doch hin und wieder Menschen gehasst. Doch das konnte ich – Gott sei Dank – abstellen. Hass hindert uns dabei glücklich zu sein. So lange wir etwas oder jemand hassen, können wir niemals vollkommen glücklich sein. Von daher übe ich mich eher im verzeihen, als im hassen. Menschen die ich früher gehasst habe, sehe ich jetzt – rückblickend – als Auslöser für mein Vorankommen. Natürlich enttäuschen mich Menschen. Bin ich traurig über das Verhalten anderer. Werde ich verletzt. Doch deshalb muss ich noch lange nicht hassen.

Umso schlimmer finde ich es wenn ich mir die Hassspiralen dieser Welt ansehe. Die Kriege auf der ganzen Welt. Auch wenn sich die Schauplätze teilweise verändern – manche bleiben ja über Jahrzehnte dieselben – so geht es doch immer wieder um dasselbe. Glaube und Brudermord. Christen gegen Muslime. Juden gegen Araber. Schiiten gegen Sunniten…. Diese Aufzählung ist leider noch lange nicht zu Ende. Sobald man in die Zeitung schaut, sieht man überall dasselbe. Es gibt Krieg weil Menschen sich hassen. Über Generationen, über Jahrtausende!!!! Weiterlesen