3096 Tage

Bei dem Film geht es um die Zeit in Gefangenschaft der entführten Natascha Kampusch. Für alle die es nicht wissen – es ist eine wahre Begebenheit. In Österreich ist der Name auf jeden Fall ein Begriff. Vor allem vor 10 Jahren – als sie als 18jährige – fliehen konnte, war die Aufregung groß. Bei ihrer Entführung 1998 habe ich da weit weniger mitbekommen.

Der ORF hatte sie zu ihrem 10jährigen Fluchtjubiläum interviewt und sie in ihrem Alltag begleitet. Das habe ich mir angeschaut. Erst danach wollte ich den Spielfilm sehen. Leider finde ich das Interview auf der ORF Online Seite nicht mehr, sonst hätte ich es hier verlinkt.

3096 Tage Gefangenschaft. Als 10-jährige entführt. Mit 18 entkommen. Was macht das mit einem? Wie kann man da rauskommen? Wie kann man danach ein Leben haben? Diese Fragen beantwortet das ORF-Interview. Der Film setzt sich mit den Jahren ihrer Gefangenschaft auseinander. Weiterlesen

Ehrliches Interesse?

Vorige Woche fühlte ich mich ja ein wenig anders und ich konnte nicht festmachen was es genau war. Nun mittlerweile habe ich eine Idee. Ich habe meine Komfortzone verlassen und bin mutig in die Welt hinausgegangen und war dabei ganz Ich.

Normalerweise habe ich in meiner Arbeit immer mit denselben Menschen zu tun. Doch nicht so vorige Woche. Ich habe neue Menschen kennen gelernt, habe mit alten Bekannten geplaudert, bin auf Menschen aktiv zugegangen und habe geredet wie mir der Schnabel gewachsen ist. Und genau das ist neu!

Erzogen worden bin ich ja dazu, nur ja nichts von mir preiszugeben, da ja sowieso alles was ich gegenüber anderen erwähne, irgendwann gegen mich verwendet wird. Und so war es tatsächlich. Wenn ich mich mal öffnete, fiel mir das früher oder später auf den Kopf – siehe auch Blogbeitrag Erwartungshaltung. Also ließ ich es. Als Teenager versuchte ich wieder mich zu öffnen – immer noch mit einem schlechten Gefühl, denn was wenn Omi wirklich Recht hat? Und wieder fiel es mir auf den Kopf. Weiterlesen

Drehbuch der Liebe – Teil 38

Als ich vor dem Dolby Theatre ankam, war ich so nervös, dass ich hoffte mit niemanden reden zu müssen. Ich konzentrierte mich darauf cool zu wirken, doch meine Nerven flatterten. Ich huschte schnell über den roten Teppich und blieb weitgehend unbemerkt. Camilla wollte ursprünglich mit mir vorfahren, doch davon konnte ich sie abbringen. Ich wusste dass ich neben ihr, im Blickpunkt der Kameras landen würde. So aber, interessierte sich kaum jemand für mich. Ich versuchte cool und doch zügig ins Innere des Theatres zu gelangen. Und ich hatte Glück. Da ich zu den unwichtigen Menschen gehörte, war ich eine der ersten. Die Stars würden erst ein wenig später erscheinen. Das war zum einen gut, da ich so vor Aksel da war, andererseits hieß es jetzt warten. Mein Drehbuchkollege war auch schon da und so ging ich zu ihm und begrüßte ihn. Wie plauderten über unsere gemeinsame Zeit und darüber was wir in den letzten Monaten so getrieben hatten. Ich erzählte ihm von meinem Buch und meinem Haus. Aksel und Cammy ließ ich natürlich unerwähnt. Durch das plaudern mit ihm, entspannte ich mich ein wenig. Ich konnte die Nervosität weitgehend abstreifen. Weiterlesen

Klassentreffen 2014

Nach 22 Jahren…. Andere treffen sich alle 5 bis 10 Jahre, wir treffen uns immer zu den unmöglichsten Abständen :-). Das letzte Mal war vor genau 10 Jahren. Es war kurz bevor ich bei meinem jetzigen Arbeitgeber angefangen hatte. Ich weiß noch, ich war einerseits euphorisch wegen meinem neuen Job, andererseits fühlte ich mich ein wenig verloren. Ich war Single – bin ich wieder, hatte keine Kinder – habe ich immer noch nicht, war arbeitslos – nun zumindest hier habe ich Fortschritte gemacht!

Ich habe Karriere gemacht und ich habe dank meiner sportlichen Aktivitäten abgenommen – wobei sie die Zunahme in den letzten 10 Jahren natürlich auch nicht mitbekommen haben. Wie auch immer, ich fühle mich so wohl in meiner Haut, wie noch nie zuvor. Ich bin zumindest emotional gewappnet für ein Wiedersehen mit meinen Schulkollegen. Doch wie ich wirklich reagieren werde, wenn mich jemand auf meinen Dauersinglestatus anspricht, weiß ich nicht. Seien wir mal ehrlich, Singles haben in dieser Gesellschaft immer noch das Stigma von Losern. Nie verheiratet ist schlimmer als geschieden. Wobei ich das persönlich anders sehe, konfrontiert werde ich aber trotzdem nicht gern damit.

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16 Jahre

Nach der Geburtstagsfeier bei meiner Großmutter, war ich mit meiner Mutter noch Essen. Da wir sehr hungrig waren, sind wir in unserem Heimatort, in die Pizzeria eingefallen. In dieser Pizzeria habe ich als Teenager sehr viel Zeit verbracht. Ich hatte dort sehr viele Räusche, habe mit Typen rumgeknutscht und mit Freundinnen Zeit verbracht. Man könnte sagen ich war Stammgast.

Vor einem Jahr waren wir dort schon mal essen, doch damals waren wir alleine. Diesmal nicht. Gerade als wir uns setzten kam ein alter Bekannter vorbei. Er dürfte Pizza geholt haben – wie vor 16 Jahren. Damals saßen wir oft in seiner Wohnung, haben Computer gespielt, getrunken und Pizza gegessen. Er schenkte mir ein Lächeln des Wiedererkennens und der Freude und verschwand in der Pizzeria. Wir machten es uns auf der Terrasse gemütlich und dann folgte die zweite Überraschung. Sie hatten eine neue Kellnerin. Weiterlesen

Work-Life-Balance

Ich hab mal wieder ein wenig über mein Leben nachgedacht und darüber wie sehr es sich verändert hat!

6 bis 16 Jahre – Streber

Work: Schule und lernen – sehr viel lernen
Life:     lesen

16 bis 19 Jahre – Teenager

Work: So wenig wie möglich. Habe von meinem guten Ruf der Streberjahre profitiert – „die brauchen wir nicht prüfen, die weiß eh alles. Ging bis zur Matura gut. Für die Matura musste ich dann allerdings was tun. Allerdings wieder nur so wenig wie notwendig.

Life:     Party!!!!!!!!! Mit ganz viel Alkohol und wenig Schlaf. Nüchtern und munter saß ich vorm Computer. Damals entdeckte ich meine Liebe zu Computerspielen. Weiterlesen

Alleingänge

Als ich ein Kind war, bin ich mit meinem Großvater regelmäßig in den Wald und auf die Berge gegangen. Ich war es gewohnt, gemeinsam zu wandern. Als Teenager habe ich mich dann von der Natur so weit wie möglich fern gehalten. Die Liebe zur Bewegung in der frischen Luft ist erst voriges Jahr wieder in mir hochgekommen. Allerdings hatte ich keine Begleitung.

Ich hab zwar eine ganz liebe Freundin die hin und wieder – ca. 2x im Jahr – mit mir wandern geht, aber 2x im Jahr ist mir mittlerweile zu wenig. Ich habs dann mit Singlewandern probiert, doch schwitzen und schnaufen umgeben von fremden Menschen, ist nicht ganz meins. Was bleibt also? Richtig, allein in den Wald.

Die längeren anstrengenderen Touren hebe ich mir für meine Freundin auf, alleine mache ich eher die kurzen, einfachen Strecken. Wobei so kurz und einfach sind sie mittlerweile gar nicht mehr. Und so stapfe ich immer öfter, stundenlang durch fremde Wälder und auf unbekannte Berge. Weiterlesen