Sehnsucht

Eigentlich war das Herz ganz zufrieden. Sie war glücklich. Und das schon seit Monaten, ja sogar Jahren. Sie hatte es endlich geschafft! Ihr Glück hing nicht mehr von anderen Menschen ab. Sie hatte gelernt sich über kleine Dinge zu freuen. Wenn sich jemand über ein Geschenk freute, dann freute sich auch das Herz. Wenn sie am Gipfel eines Berges stand und ihren Blick schweifen lies, dann ging sie fast über vor Glück. Beim chillen am See, wenn sie gemeinsam mit der Seele das eigene Glück genoss. Sie hatte gelernt sich über jeden dieser Momente zu freuen. Ihn an- und aufzunehmen. Sie hatte ein sehr bequemes Leben mittlerweile. Doch das hieß auch, dass sie nicht mehr gefordert wurde. Es gab keine Highlights, niemand den sie vermisste wenn er nicht da war. Etwas fehlte….

Die Seele hatte aufgehört zu weinen – schon vor Jahren. Sie hatte aufgehört ihm nachzutrauern – schon vor Jahren. Sie hatte gelernt sich selbst zu schätzen und zu lieben. Sie hatte gelernt sich selbst zu mögen und jetzt genoss sie gemeinsam mit dem Herzen das Leben. Doch irgendwie war sie einsam. Keine andere Seele die sie forderte war da. Es gab keine Seele deren Nähe sie suchte. Die sie vermisste wenn sie nicht da war. Etwas fehlte…. Weiterlesen

Punkt 51 und 52

Ah, es sind also doch mehr als 50 Punkte geworden!

Am Freitag habe ich meine Adressänderung an den Dienstgeber gemeldet und zu Mittag bin ich dann schnell nach Hause gebraust, da die Vorzimmerlieferung anstand.

Ich habe jetzt wirklich fast alles…. Weiterlesen

Punkt 42 und eingewöhnen

Der Mittwoch begann ausgeschlafen. 8 Stunden Schlaf – sehr angenehm!!! Während ich meinen Morgenkaffee genoss, rief ich beim Internetanbieter an, da zwar das Internet funktionierte, aber die E-Mail-Adresse nach wie vor eine Fehlermeldung ausspuckte. Als das geklärt war – der Techniker hatte einen Buchstaben vergessen – fuhr ich einkaufen. Polster für Balkonmöbel, Zahnputzbecher, Gästekaffeehäferl, kleine Mistkübel für Bad und Klo und noch etwa 50 andere „Kleinigkeiten“. Und wie das Sprichwort richtig sagt – Kleinvieh macht auch Mist – oder besser gesagt ein schöne Belastung auf meiner Kreditkarte. Weiterlesen

Freude in den Augen

Die ersten Weihnachtsgeschenke sind verteilt. Und ich hab auch schon das erste Weihnachtsgeschenk erhalten. Im Büro haben Thomas und Barbara eines von Margit und mir erhalten und Margit und ich, haben uns gegenseitig beschenkt. Und weil wir alle nicht warten wollten, haben wir die Geschenke auch gleich geöffnet.

Und mir ist mal wieder bewusst geworden, dass die Freude über ein erhaltenes Geschenk im Gesicht eines von mir beschenkten Menschen, das größte für mich ist. Es gibt echt nichts Schöneres als das Strahlen in den Augen eines Menschen, wenn man das richtige Geschenk gefunden hat. Weiterlesen

Freude

In letzter Zeit freue ich mich über schöne Dinge in meinem Leben richtig überschwänglich und teile meine Freude mit anderen. Und da ist mir aufgefallen, dass das nicht immer so war und ich begann darüber nachzudenken warum ich das in der Vergangenheit nicht getan habe. Und ich wurde relativ schnell fündig.

Ich war bei meiner Großmutter und erzählte ihr vom Urlaub. Von den Ausflügen, vom Dschungel, von Spaziergängen alleine in Asien, einfach von allem. Ich strahle, zeigte mein Glück und erzählte ihr alles. Nach dem Treffen war ich noch mit meiner Mutter essen und ich war plötzlich total fertig. Weil ich hatte etwas getan was ich zuvor noch nie so getan hatte. Ich war rundweg ehrlich zu meiner Großmutter und ich hatte nichts verschwiegen.

Und es hatte gut getan. Doch würde mein Großvater noch leben, wäre das Gespräch ganz anders abgelaufen. Da hätte ich vor jedem Wort überlegt, ob ich das jetzt wirklich sagen soll. Mir war das bisher gar nicht so aufgefallen. Es war einfach ein Verhalten das ein Leben lang gewachsen war. Ich hätte ihnen normalerweise nichts von Ausflügen und Spaziergängen erzählt. Ich hätte von der Sonne und vom Hotelstrand erzählt und dass ich 4 Bücher gelesen habe, doch den Rest hätte ich unter den Tisch fallen lassen. Doch sie sind kein „Wir“ mehr. Sie ist nur mehr ein „Ich“. Und diesem Ich habe ich alles erzählt. Weiterlesen

Glück

Vor ein paar Monaten hab ich beschlossen, mein Ziel dass es zu erreichen gilt ist, glücklich zu werden. Und so trieb mich das Universum nach Sri Lanka, mit ein paar Büchern im Handgepäck wo es vor allem darum ging. Und so lag ich am Strand und las und las und las, bis mir plötzlich ein Kronleuchter aufging. Wenn man das Glück von anderen Menschen abhängig macht, ist man nicht das eigene Glück von anderen abhängig, sondern es ist auch unfair. Und da wurde mir klar, dass ich das mein Leben lang getan habe. Zuerst hab ich mein Glück von der Zuneigung meiner Eltern abhängig gemacht, dann von der Akzeptanz meiner Freunde und natürlich von der Liebe meiner jeweiligen Partner. Wenn ich etwas davon nicht, in der erwarteten Form erhalten habe, war ich automatisch unglücklich.

Und irgendetwas fehlte eigentlich immer. Entweder war grad ein Elternteil abwesend, oder hat mir vermeintlich Liebe vorenthalten, oder es gab Streit im Freundeskreis, oder in einer Beziehung, oder ich war überhaupt Single. Und ich war lange Single und somit automatisch unglücklich. Ich hatte ja auch den Glaubenssatz dass man nur in einer Beziehung glücklich sein kann. Die Chancen auf ein glückliches Leben waren in meiner Vergangenheit daher denkbar ungünstig. Und so habe ich irgendwann aufgehört zu strahlen und hab mich in mir selbst verkrochen. Man könnte auch sagen ich war trotzig. Wenn andere mir Zuneigung vorenthalten, dann verschließe ich mich vor der Welt. Doch die einzige Person, die ich damit fertig gemacht habe, war ich selber. Weiterlesen