Geschützt: Selektive Wahrnehmung vom Feinsten

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Unter Beobachtung

Jetzt wo meine Großmutter gestorben ist, habe ich das Gefühl dass sie mich beobachtet. Nicht wacht über mich – das wäre zu positiv formuliert – sondern mir zuschaut. Und ich fühle mich wie ein kleines Kind, dass eine Überraschung plant. Ich habe immer noch Urlaub. Lümmel zu Hause rum, putze ein wenig, gehe trainieren und einkaufen. Ich mache nicht wirklich viel und tanke Kraft für das Arbeitsjahr.

Doch nächste Woche geht es wieder los. Ich werde wieder arbeiten gehen und was sie dann zu sehen bekommen wird, damit rechnet sie sicher nicht. Zeit ihres Lebens hat sie in mir das kleine Mädchen gesehen. Die Frau zu der ich geworden bin, hat sie nie sehen wollen. Selektive Wahrnehmung vom Feinsten. Schon als Opi damals gestorben war, war ich erleichtert nicht mehr versuchen zu müssen ihm endlich mein wahres Ich näher zu bringen. Es war eine sinnlose Aufgabe. Ich war das kleine, dumme Mädel, unfähig alleine zu überleben. Egal was ich auch vom Büro erzählte, es kam einfach nicht an. Weiterlesen

Rettungsgasse

Seit Jänner 2012 ist die Rettungsgasse in Österreich verpflichtend eingeführt. Und es gibt immer noch Menschen die sich einfach nicht daran halten. Ganz gut beobachten kann ich das täglich am Altmannsdorfer Ast. Der Altmannsdorfer Ast ist bis zur Ampel Autobahn. Dies ist leicht daran zu erkennen, dass es ein Schild gibt wo angegeben ist, dass die Autobahn bei der Ampel endet. Von daher müsste jeden Morgen dort die Rettungsgasse gebildet werden, denn es staut täglich. Um es den Menschen leichter zu machen, hat die Asfinag ein Riesenschild aufgestellt, wo bildlich dargestellt ist, was zu tun ist. Weiterlesen

Selbst & Kommunikation

Ich weiß genau wer ich bin. Wusste ich schon immer. Nur, ich kann es nicht kommunizieren. Gemäß HDM habe ich mein Selbst definiert und die Kommunikation offen. Als ich das erste Mal das weiße, offene Kommunikationszentrum sah, konnte ich nur mehr zustimmend den Kopf schütteln. Ich hatte immer schon Probleme zu kommunizieren. Wenn ich in der Schule eine mündliche Prüfung machen sollte, habe ich immer freiwillig die schlechtere Note genommen. Reden geht gar nicht. Mündliche Prüfungen sind der blanke Horror für mich. Zumindest früher.

Bei offenen Zentren neigt man dazu sich beweisen zu wollen, dass man es doch kann. Auch wenn es nicht so ist. Ich kenne Menschen die mit weit weniger Wissen, bessere Noten bekommen haben, einfach weil sie sich rausgeredet haben. Kollegen die weit weniger geleistet haben, haben mehr bezahlt bekommen, einfach weil sie gut verhandeln konnten. Ich kann das nicht. Und seit ich gesehen habe, dass ich es wirklich nicht kann, ist der Druck weg, mir etwas beweisen zu wollen. Und seitdem ist es auch kein Thema mehr. Weiterlesen