Überraschung

Am Freitag hatten wir wieder einen Grätzel-Glühwein. Bei mir gleich über die Strasse. Ich war aber nicht wirklich motiviert. So wirklich Lust hatte ich nicht, aber ich schleppte mich trotzdem rüber. Zumindest wusste ich, dass Menschen dort sind die ich mag!

Als ich dort ankam, lief ich mehr oder weniger, ehemaligen See-Nachbarn in die Arme. Sie sind zwei Jahre lang direkt neben mir am See gelegen. Wir haben uns immer gegrüsst und ansonsten ignoriert. Also nicht negativ, sondern war einfach so. Sie waren als Paar mit Kind dort, ich mit Buch und Musik. Wir kannten uns nicht und hatten uns auch nichts zu sagen. Weiterlesen

Voll ausnutzen

Ich bin ein Zahlenmensch. Habe eine kaufmännische Ausbildung. Mache Dinge gerne effizient. Und wurde von zwei Sparmeistern erzogen.

Das alles kombiniert, führte dazu dass ich versuche Investitionen auch bestmöglich zu nutzen. Wobei bestmöglich bedeutet, so viel wie möglich für mein Geld zu bekommen. Doch das hat auch eine Schattenseite. Wenn man nämlich etwas nur tut, weil man ja dafür bezahlt hat….

Ich wundere mich immer über Menschen die nicht alles nutzen wofür sie bezahlen. Zum Beispiel einige meiner Nachbarn sieht man nie am See, manche nur äußerst selten. Was ich bis vor kurzem nicht verstehen konnte. Schließlich zahlen sie dafür genauso wie ich….

Als ich noch ein Kind war, hatten meine Großeltern einen Wohnwagen Standplatz an einem See. Dafür zahlten sie jährlich einen – nicht unbeträchtlichen – Betrag Miete. Natürlich wurde der Standplatz exzessiv genutzt von uns. Im Sommer waren wir fast durchgehend zwei Monate dort. Doch auch im Frühjahr und Herbst fuhren wir regelmäßig am Wochenden die eineinhalb Stunden – in eine Richtung – um nach dem rechten zu sehen, die Blumen zu gießen und den Platz zu „nutzen“. Für mich war das als Kind total schön. Als Jugendliche kippte das ganze aber. Es war nicht mehr schön, dauern am Campingplatz zu leben. Es nervte mich. Die ständige Fahrerei nervte. Ich wollte nicht hin, aber wir fuhren trotzdem. Das viele Geld sollte ja genutzt werden! Ich habe übrigens mittlerweile überhaupt nichts mehr am Hut mit Camping. Weiterlesen

Energielos

Gut ich bin in Urlaub da darf ich das sein. Wenn mir aber sogar der Weg zum See zu weit ist, dann heisst das schon was!

Am Sonntag war ich zu nix zu gebrauchen. Nach unserem Freitagsausflug und dem Dienst am Samstag taten mir die Füße weh. Freitag Bergschuhe und Samstag Sicherheitsschuhe. Ich konnte kaum gehen. Also begnügte ich mich mit der Couch. Ich war sogar zu müde um mir etwas im fernsehen zu suchen. Ich zappte lustlos durch die Gegend bis ich das Gerät abdrehte und mir ein Buch schnappte. Danach ging es einigermaßen, aber gehen ging trotzdem nicht. Weiterlesen

Lange nicht gesehen…

Die Woche habe ich den einen oder anderen alten Bekannten getroffen. Manche erwartet, einer unerwartet.

Am Mittwoch bekam ich eine SMS. Ob ich Lust auf Abendessen hätte. Es war ein ehemaliger Arbeitskollege mit dem ich mich immer gut verstanden hatte. Wir hatten heuer zwar schon das eine oder andere Mal telefoniert, aber uns noch nicht gesehen heuer.

Da ich Abends sowieso nicht am See liege, sagte ich zu. Um 19 Uhr könnte er mich abholen. Was er auch tat. Das tolle an meinem See – die Nähe zu meiner Wohnung. Ich war bis 18 Uhr 30 vor Ort, dann schnell nach Hause, duschen, was anziehen und schon bin ich bereit für Abendessen. Weiterlesen

Seewoche

Der Kurzurlaub war spitze gewählt! Montag bis Freitag über 30 Grad.

Blöderweise mag es meine Schulter nicht zu schwimmen. Wie mit meinem Orthopäden ausgemacht, habe ich es ganz kurz probiert. Zweimal eine echt kleine Runde geschwommen an einem Tag, am Abend hat dann die Schulter wieder geschmerzt. Mist. Also bin ich dann nur mehr mit der Schwimmnudel ins Wasser und habe mich mit Fußantrieb fortbewegt. Damit kam ich aber nicht so weit, vor allem weil plötzlich auch noch mein rechtes Bein zu schmerzen anfing. Zuerst in der Wade, dann im Oberschenkel.

Es waren keine Krämpfe, es hätte ein Muskelkater sein können, aber nur auf einem Bein? Mich machte das ein wenig nervös, vor allem weil es beim Schwimmen schlimmer geworden ist. Einmal tat es richtig weh und ich war mir nicht sicher ob ich aus dem Wasser raus, auftreten kann. Ging aber dann problemlos. Es tat nur weh. Egal was ich tat. Weiterlesen

Zwischenurlaub

Wenn ein langes Wochenende nicht mehr reicht um die Energiereserven aufzufüllen ist es Zeit für Urlaub. Schön wenn das Wetter da auch mitspielt und die nächste Hitzewelle ankündigt.

Also habe ich am Montag als erstes Mal geschaut wieviel Urlaub ich noch habe und dann gleich mal neuen beantragt. Sieben Tage insgesamt. Von diesem Freitag bis Montag übernächste Woche. Also ein wenig mehr als eine Woche.

Und ich habe auch an den Wochenenden keinen Dienst, da bereits alle Dienste vergeben waren. Ich kann also die elf Tage durchgehend am See verbringen. Was auch der Plan ist. Weiterlesen

soziales Wochenende

Am Freitag am Abend war ich bei meinem ersten Mitarbeiterfest des roten Kreuzes. Im Vorfeld hatten wir im Team darüber gesprochen und ich wusste, dass einige von uns dort sein würden. Das wir prozentuell aber so stark vertreten sein würden, war eine Überraschung. Überhaupt waren die sozialen Dienste viel stärker vertreten als der Rettungsdienst. Mittlerweile kenne ich schon einige – auch von anderen Teams – und so hatte ich echt einen tollen Abend.

Wir haben gescherzt, gelacht, fast das Tanzbein geschwungen und wurden wieder mit extrem leckeren Essen versorgt! Die Stimmung war einfach herrlich. Umgeben von sehr sozialen Menschen die alle gut drauf waren! Vor der Fete gab es aber noch eine Rede und ein paar Auszeichnungen. Bei einer Auszeichnung fragten wir uns alle wie das ging. Ein sehr jung aussehender Mann bekam eine Auszeichnung für 14.000 Einsatzstunden! Also entweder ist der schon im Mutterleib Einsätze gefahren, hat er sonst kein Leben – wie er nicht wirkte – oder ist älter als er aussieht. Weiterlesen