Überfall am Morgen

Meine Freundin S. hatte einen Todesfall im Freundeskreis ihrer Eltern. Der beste Freund ihres Vaters und ihr Wahlonkel ist im Ausland tödlich verunglückt. Die ganze Geschichte hat sie mir am Dienstag in aller Ruhe erzählt und auch von den Unstimmigkeiten bei der Geschichte des Überlebenden und dessen Frau.

Ich habe ihr zugehört und mit ihr darüber in aller Ruhe gesprochen. So weit so gut.

Am Mittwoch hat sie mich dann gleich in der Früh mit ihrer neuesten Theorie überfallen. Und mit gleich in der Früh meine ich 6 Uhr 45 ohne Kaffee. Und die neue Theorie war sehr negativ. Der Freund würde lügen, seine Frau würde lügen, alle würden lügen, der Onkel könnte noch leben…. Weiterlesen

Schicksalsplan

Glaubt ihr unser Weg ist bei der Geburt schon vorgegeben? Oder glaubt ihr eher an Zufälle? Oder irgendwas dazwischen?

Also ich glaube nicht an Zufälle. Zumindest nicht im Sinne von „Willkür“. Eine liebe Freundin sagt immer „Zufälle fallen dir dann zu, wenn du bereit dafür bist.“ Damit kann ich schon eher was anfangen. Manche Dinge hätte ich vor zwanzig Jahren einfach nicht „annehmen“ können. Vielleicht hätte ich sie noch nicht mal wahrgenommen. Vielleicht waren sie auch da und ich habe sie wirklich nicht wahrgenommen…. Weiterlesen

Ist mir egal…. Mimimi!!!!

Angst einzugestehen ist offenbar wirklich schwer für uns Menschen. Lieber tun wir so, als wären wir voll cool und hätten keine Angst.

Als ich neu war in meiner neuen Dienststelle und das erste Mal die Verlängerung meiner Dienstzuteilung anstand, hatte ich ein wenig Angst. Wäre ich nicht verlängert worden, hätte ich zurück gemusst. Und das wollte ich nicht. Deshalb hatte ich Angst. Damals erklärten mir alle „Brauchst keine Angst haben, das wird schon!“ Tja, sie hatten Recht, es wurde. Die Angst war aber schon auch verständlich meiner Meinung nach. Mit jeder Verlängerung wurde ich aber ruhiger. Ich lernte wie der Hase läuft und fand meine Gelassenheit. Weiterlesen

Warum tue ich mir das an?

Diese Frage stellte ich mir das letzte Woche des öfteren. Und die Antwort dazu kannte ich auch.

Anfang Juli hatte ich in Schrems die schlimmsten ca. 15 Minuten meines Lebens. In der einen Sekunde lag ich entspannt im Bett, in der nächsten stand ich panisch im Raum und mein Kopf war leergefegt. Am Donnerstag hatte ich Schrems lieben gelernt, am Freitag kippte die Stimmung. Natürlich konnte der Ort nichts dafür. Niemand konnte irgendetwas irgendwofür. Manchmal war das Leben einfach hart und ungerecht. Schicksalschläge sind weder plan- noch verhinderbar. Man kann nur schauen was man daraus macht…. Weiterlesen

Mach ma scho!

Ich bin nicht wirklich Teamarbeit gewohnt. In meiner alten Dienststelle hatte ich Mitarbeiter. Wir arbeiteten in einem sehr hierarchischem System. Ich war Chef, gab Aufträge und die Mitarbeiter setzten sie mehr oder weniger um – je nachdem ob ihnen danach war oder nicht. Wenn sie es nicht taten musste ich die Chefin raushängen lassen und ihnen die Aufgabe nochmal nachdrücklicher geben. Das spielten wir oftmals ein dutzend Mal hin und her. Bis keine Zeit mehr war und ich es einfach selber machte. Ich hatte mir das System nicht ausgesucht. Das war ganz normal. Ober und neben mir. Alle machten das so. Fakt war, ich war verantwortlich und habe mich daran auch gewöhnt.

Letzte Woche war meine letzte Arbeitswoche vor dem Urlaub. Eine sehr lange Woche! Montag ein 12 Stunden-Tag, Dienstag nach der Arbeit zur Ärztin – Wartezeit inklusive, Mittwoch nach der Arbeit zum Training und Donnerstag wurde es ganz lustig. Eine Dienstreise stand auf dem Plan. Geplant war ja eigentlich dass mein Kollege mit mir fährt. Zu zweit hätten wir uns die Arbeit teilen können, doch er war immer noch krank. Mrs. Wichtig wollte unser Chef nicht mitnehmen – ich habe nicht gefragt warum – also blieb es an mir hängen. Hätte ich es mir nicht zugetraut, hätte ich mich gewehrt, doch ich bin es gewohnt Dinge alleine zu bewerkstelligen. Also habe ich nichts gesagt. Und so fuhren wir am Donnerstag um 6 Uhr 30 vom Büro weg. Ich fuhr. Ohne Frühstück. Knapp zwei Stunden. Dort angekommen, baute ich erstmal den PC auf. Danach schrieb ich fünf Stunden mit fürs Protokoll. Als Dankeschön zahlte mir mein Chef das Mittagessen und danach brachte ich uns wieder heil nach Hause. Weiterlesen

Sinn des Lebens

Ein paar von euch, die mich hier schon lange genug begleiten, wissen es ja schon. Zeit meines Lebens war ich immer auf der Suche nach dem Sinn meines Lebens. Als Jugendliche neigte ich zu einer depressiven Grundhaltung, da ich einfach keinen Sinn an meiner Existenz erkennen konnte. Ich war der Meinung dass es meiner Familie egal sei ob ich existiere oder nicht. Meine Beziehungen scheiterten immer wieder und meine Freundinnen sind mir in den Rücken gefallen. In meiner negativen Grundhaltung hatte ich keine Ahnung was diese Welt von mir wollte. Ich hatte keinen Mehrwert für die Welt oder die Gesellschaft.

Im Laufe der Zeit nahm ich es ein wenig leichter. Ich konnte den Sinn zwar immer noch nicht erkennen, aber ich versuchte trotzdem positiv ans Leben ranzugehen. Vielleicht würde ich es ja eines Tages herausfinden… Weiterlesen