Handwerkeralarm

Drei Jahre wohne ich jetzt schon fast in meiner Wohnung und ich bin nach wie vor sehr glücklich hier! Natürlich gibt es auch hin und wieder eine Kleinigkeit die nervt, aber es hält sich in Grenzen! Wer immer wieder eine Herausforderung ist, ist unsere Hausverwaltung. Oder besser gesagt das Gesamtkonstrukt. Der Bauträger und die Hausverwaltung gehören nämlich zusammen. Und da die Wohnung meine erste Eigentumswohnung ist, gibt es vieles was ich noch nicht wusste! Doch ich habe gelernt. Gerade rechtzeitig habe ich erfahren dass wir auf alle Gewerke – da es sich um einen Neubau handelt – drei Jahre Gewährleistung haben. Die Wohnraumlüftungsfirma habe dadurch schon genötigt mir den Lüfter kostenlos zu ersetzen, doch es gab noch anderes zu tun. Bei der Hausversammlung haben wir die Hausverwaltung gefragt ob es eine Abschlussbegehung geben wird. Natürlich nicht. Das sei nicht vorgesehen. Wissende der Bauordnung hatten da anderes dazu zu sagen, aber sie bestanden darauf dass dies nicht erforderlich ist!

Da ich keinen Sinn darin sah darüber zu streiten, erhob ich die Baumängel meiner Nachbarn und erstellte eine Gesamtsammeliste für die Hausverwaltung. Die leiteten meine Mängelliste an den Bauträger weiter und dann war mal wieder Funkstille. Ich rief also bei der Hausverwaltung an und erfragte eine Telefonnummer bei dem Bauträger. Und tatsächlich, es wurde daran gearbeitet. Und heute war es dann so weit. Die ersten Professionisten fluteten unsere Siedlung. Wohnraumlüftung, Tür- und Fenstereinsteller und Bodenleger waren alle gleichzeitig vor Ort. Es wurde geschraubt, gebohrt und gehämmert. Und ich war gleich mehrfach betroffen. Da mein Nachbar im Ausland war, hat er mir seinen Schlüssel dagelassen und ich hab den Türeinsteller reingelassen! Der hat alles erledigt und dann sind wir zu mir gegangen wo er ebenfalls die Eingangstür neu eingestellt hat – und mir gezeigt hat wie es geht – und danach noch alle Fenster nachgestellt hat. Und kaum war er weg, kam der Bodenleger. Und der war dann wirklich eine Challenge. Weiterlesen

Allein

Als Kind war ich nie alleine. Ich war unter 24-Stunden-Dauerüberwachung, ohne das kleinste bisschen Privatsphäre. Ich hatte kein eigenes Zimmer, unsere Räume hatten keine Schlüssel. Noch nicht mal das Bad konnte man zusperren. Und so kam Omi meistens ins Bad, während ich gerade am Klo saß. Gut mit 6 Jahren ist das nicht so tragisch, aber mit 15….Wenn ich als Kind alleine sein wollte, legte ich eine große Decke über den Esstisch und verkroch mich darunter. Ich konnte meine Großeltern zwar hören, doch sie konnten mich nicht sehen. Ein sehr kindlicher Ansatz, der auch als ich älter wurde, jeden Reiz verlor.

Meine Großeltern waren immer und überall. Bis ich 14 wurde, brachten sie mich zur Schule und holten mich auch wieder ab. Ich durfte keinen Schritt alleine tun. Mit 14 kam dann der Wandel, als ich mit dem Zug plötzlich alleine in die höherbildende Schule fahren musste, eine Stunde entfernt. Dort musste ich durch die ganze Stadt, um in die Schule zu kommen. So richtig darauf vorbereitet wurde ich nicht. Wir fuhren die Strecke mit dem Auto ab und so wusste ich wo es langgeht. Doch Auto und Zug ist dann nochmal was ganz anderes. Weiterlesen

Ankündigung ignoriert

Eigentlich sollte es keine Überraschung sein. Eigentlich hängt seit über einer Woche die Ankündigung bei den Postkästen und dem Aufzug. Eigentlich hätten mir spätestens am Mittwoch, als neben dem Zaun haufenweise Autos geparkt waren, auffallen sollen, dass etwas im Busch ist. Doch ich habe es einfach „verdrängt“. Und so war die Überraschung am Freitagnachmittag groß.

Als ich vom einkaufen – mit vollem Auto – nach Hause kam, belagerten sie gerade unseren Parkplatz. Und als ich die Menschenmassen sah, die da so am Randstein herumlungerten und ihr Gerät auf unseren Parkplätzen geparkt hatten, da fiel es mir wieder ein! „Soko Donau“ ist bei uns in der Siedlung! 2 Tage gab es Dreharbeiten – unter anderem auf unserem Parkplatz, bzw. unmittelbar vor meiner Wohnung. Am Donnerstag waren sie offensichtlich wo anders in der Siedlung, denn da sind sie mir nicht aufgefallen. Doch am Freitag waren sie genau bei meiner Wohnung. Weiterlesen

Punkt 45 bis 47

Was für eine Erleichterung! Die alte Wohnung wurde an Nachmieterin übergeben und sie hat auch vor meinen Augen den Mietvertrag unterschrieben. Alles was ich jetzt noch tun muss, ist ein Schreiben abzuschicken dass der Abbuchungsauftrag gestoppt wird und dass die Kaution rücküberwiesen wird.

Als ich am frühen Morgen in der alten Wohnung aufschlug, traf es mich wie eine Keule. Aus dem neuen Reich kommend, wirkte die alte Wohnung noch viel abgefuckter als zuvor. Ich habe 10 Jahre darin gewohnt, doch als ich sie gestern Morgen betrat, wollte ich nur noch weg. Pünktlich um 9 kam die Hausverwaltung und der Elektriker. Wir haben den Strom abgelesen und alles besprochen. Kurz nach 9 kam auch die Nachmieterin. Weiterlesen

Punkt 23

Am Dienstagabend hat der süße Typ wie versprochen die Siedlungskartons vorbei gebracht. Ich wollte ihm dann als Dankeschön ein Abendessen spendieren, aber er hat es vorgezogen mich einzuladen – so blöd aber auch! 🙂

Am Mittwoch bin ich dann frühmorgens in die neue Wohnung gefahren, wo ich wieder auf dem Balkon gefrühstückt habe und auf die Küchenjungs gewartet habe. Mit einer halben Stunde Verspätung sind sie dann auch um 8 Uhr vorbeigekommen. Ich habe ihnen dann meinen Schlüssel überreicht, die letzten Punkte geklärt und bin arbeiten gefahren. Weiterlesen

Punkt 19, 20 und 21

Ich hab meinen Schlüssel!!!!

Und eine Haufen Unterlagen zu lesen! Wohnraumlüftung, Fußbodenheizung, Notfallnummer, Ansprechpartner,…..

Und die erste Nachbarin habe ich auch schon kennen gelernt. Gleich vorweg, sie ist genau wie Anabel – Juhuu!!!!

Als ich ankam stand sie auf meinem Parkplatz. Und als ich sie darauf hinwies, meinte sie nur, auf ihrem stehe auch jemand und ich solle mich halt einfach wo anders hinstellen. Woraufhin ich ihr allerdings sagen musste, dass ich das sicher nicht mache, da ich es unhöflich finde!!!!
Da sie auch noch neugierig war, kam sie dann auch zu mir und wollte meine Wohnung sehen. Ich lies sie an der Tür stehen mit den Worten „Was soll es denn in einer leeren Wohnung zu sehen geben?“ Woraufhin sie meinte sie war auch schon in der anderen Wohnung auf unserem Stockwerk, was mir allerdings nur ein Schulterzucken kostete. Es gibt definitiv keine zweite Chance für den ersten Eindruck! Das positive ist, sie wird nicht viel Lärm machen. Ich schätze sie auf ca. 60 Jahre. Ja sie ist neugierig wie meine Großmutter und nervig wie Anabel. Allerdings habe ich es mittlerweile schon perfektioniert, Menschen die ich nicht mag zu ignorieren. Also….. Weiterlesen