Zen ist überhaupt nicht lustig!!!

Der Samstag begann mit zwei Stunden Morgenmediation. Das tollste an meinem Zimmer war, dass ich gleich am Gang des Seminarraumes wohnte. Ich konnte also gleich in Socken rüber gehen, was ich auch beibehielt beim Frühstück. Schuhe zog ich nur an wenn ich das Gebäude verlassen musste.

Es gab wieder 3×25 Minuten zazen und dazwischen schnell und langsam gehen. Ich schaffte es zwar mittlerweile beide Knie auf den Boden zu bekommen, doch ich konnte es nicht 25 Minuten durchhalten. Immer schlief irgendein Bein ein. Ich hielt so lange durch wie ich konnte, doch irgendwann löste ich immer meine Sitzposition. Ich war aber nicht die Einzige und somit hielt ich es auch für in Ordnung. Ich tat mein Bestes und man muss sich ja nicht selber quälen!

Nach der Morgenmeditation gab es dann um 9 Uhr Frühstück – was mir schon sehr gut schmeckte! Um 10 Uhr 15 ging es dann los mit der Wanderung. Ca. 5 Stunden würden wir im Gänsemarsch durch die Gegend laufen. Gänsemarsch deswegen um die Energie in Gleichklang zu bringen. Das Wetter war immer noch gnädig. Nur wenig Nieselregen ganz am Anfang und danach gar nichts mehr bis wir zurück kamen. Weiterlesen

Sucht V – Kaufsucht

Da ich lange Zeit übergewichtig war, bestand überhaupt keine Gefahr in eine Kaufsucht abzurutschen. Zumindest nicht bei Kleidung, Schuhen und Handtaschen, was typisch Frau wäre. Bei Büchern und DVD´s sieht die Sache schon ein wenig anders aus. Da muss ich schon oft sehr an mir halten um nicht über das Ziel hinauszuschießen.

Ich denke diese Sucht habe ich abgefangen, bevor sie so richtig ausbrechen konnte. Doch gefeit bin ich davor nicht. Wenn ich nicht sowieso immer recht knapp mit dem Geld gewesen wäre, hätte es mich schon auch treffen können. Gott sei Dank, haben mir meine Großeltern beigebracht, kein Geld auszugeben, das ich nicht habe, sonst hätte das Böse enden können. Weiterlesen

Warum?

Ich habe schon oft darüber nachgedacht warum gewisse Dinge ausgerechnet mir passiert sind. Warum konnte ich nicht in einer glücklichen Familie groß werden? Warum finde ich niemanden der mich so liebt wie ich bin? Warum fordert mich das Schicksal immer wieder heraus? Warum muss ich immer stark sein? Warum ist da keine Schulter zum Anlehnen für mich? Diese und noch viel mehr Fragen habe ich mir im Laufe meines Lebens immer wieder gestellt. Doch irgendwann habe ich damit aufgehört. Ich habe mir bewusst gemacht, dass es mir doch eigentlich gut geht.

In Österreich lebe ich in einem freien Land. Ich bin gesund. Ich lebe als Frau in einem emanzipierten Land. Ich habe eine gut bezahlte Arbeit, eine eigene Wohnung und ein funktionierendes Auto. Und ich habe immer alles geschafft. Jeden Stolperstein im Leben konnte ich aus dem Weg räumen. Weiterlesen