Ruhepause

Nach sehr umtriebigen Wochenenden im Mai, wollten wir den Juni ein wenig entspannter angehen. Als erstes gönnten wir uns am Feiertag einen Seetag. Wir haben die Liegen vom Keller rübergebracht und sind gleich mal ins Wasser gesprungen! Der See hat angeblich schon 24 Grad und er fühlte sich auch gar nicht kalt an.

Aretha hatte einen Nudelsalat zubereitet und so hatten wir einen total chilligen Tag am See. Trotz Feiertag war gar nicht soooo viel los. Aber für Ende Mai war er schon ganz gut gefüllt. Weiterlesen

Lebensrückblick – Teil 2, 2. Jahrzehnt

Willkommen im neuen Jahr! Auf geht´s. 2018 wird toll. Das spüre ich!

 

Mein zweites Jahrzehnt war wahrscheinlich das herausfordernste meines Lebens. Zwischen 10 und 20 änderte sich so ziemlich alles….Mehrfach

Aber begonnen hat es gleich wie das erste geendet ist. Einsam. Doch wir wurden älter und bald begannen meine Mitschüler zu merken dass ich so ganz anders bin als sie selber. Das Mobbing begann. Ich wurde ausgegrenzt oder grenzte mich auch selbst aus, da ich nicht wusste wie man mit Menschen/Kindern umging. Ich zog mich lieber zurück und las. Bücher lachten mich nicht aus. Bücher sagten mir nicht dass ich hässlich bin. Bücher schlugen mich nicht mit den Hausschlapfen. Bücher hoben mir nicht den Rock hoch. Bücher waren gut zu mir! Und dabei war es egal ob es Romane oder Schulbücher waren. Bücher waren meine Zuflucht. Vor meinen Klassenkameraden und vor den Grosis. So lange mein Kopf in einem Schulbuch steckte, liesen sie mich in Ruhe. Und so lange ich immer alles wusste in der Schule, wurde ich auch fast nie gefragt. Vor der Klasse sprechen war mir ein gräul.

Mit 14 änderte sich mein Leben das erste Mal. Ich kam in die HAK in der nächsten größeren Stadt – eine Stunde mit dem Zug. So lange ich im Ort zur Schule gegangen war, hat mich Opi immer hingebracht und abgeholt. Doch nun musste ich ALLEINE mit dem Zug fahren! Ich war den halben Tag nicht unter der Aufsicht meiner Grosis! Und ich hatte schreckliche Angst. Wie mache ich eine Zugtüre auf? Wo soll ich mich hinsetzen? Was wenn ich mich wo hinsetze, wo jemand anderer sitzen will? Was wenn mich jemand anspricht? Was wenn ich mich in der Stadt verirre? Was wenn ich den Zug versäume? Ich war so durch den Wind. Ich hatte Angst vor meinem eigenen Schatten. Doch ich hoffte auf den großen Neuanfang! Die neuen Mitschüler wissen ja nicht dass ich anders bin! Blöderweise hatten sie Augen im Kopf. Mobbing 2.0 begann. Das war subtiler. Diffiziler. Tat aber genauso weh, wie die Hausschlapfen…. Also flüchtete ich wieder in meine Bücher….

Damals baute ich bereits bewusst an meiner Mauer um meine Seele. Wann ich den Grundstein gelegt habe, weiß ich nicht mehr, aber spätestens in der HAK musste ich mir eine härtere Schale zulegen. Also baute ich eine Mauer. Ich blendete alles aus was ging und tat so als würde mich das alles nichts angehen.

Mit 16 kam die nächste Veränderung. Ich zog bei meinen Grosis aus und bei meiner Mutter ein. Eine 180 Grad Drehung meines Lebens. Von 24/7/365 Totalüberwachung zu „mir wurscht was du machst“. Von täglichem Verhör was man mit wem wann wo gesprochen hatte zu „wann bügelst die Wäsche?“ Vom schlafen im Ehebett mit Opi zu eigenem Zimmer. Von täglichen Fragen zu den Hausaufgaben zu keinem Interesse an dem Zeugnis – wird schon passen. Mein Leben begann.

Faschingdienstag. Ich war 16 und das erste Mal fortgegangen. Mein Stiefbruder passte auf mich auf. Nach einer halben Stunde hatte ich einen Vollrausch und einen heiden Spass! Mein Partyleben begann. Betrunken war es mir so was von egal was meine Mitmenschen von mir dachten. Betrunken war ich locker, hatte keine Angst mehr. Ich war witzig und fähig Small Talk zu führen. Ich flirtete und knutsche mit Jungs. War lebenslustig und herzlich. Ich vergas dass ich schüchtern war und nicht wusste wie man mit Menschen redete. Also trank ich. Jedes Wochenende. Sicherheitshalber…Und ich begann zu rauchen. Ich war ein Partygirl. Und ich hatte das erste Mal in meinem Leben „Freunde“. Keine richtigen, aber das wusste ich damals noch nicht. Ich war nicht mehr alleine nur das zählte.

Und mit jedem Jahr wurde der Kater schlimmer. Die Probleme liesen sich immer schwerer ertränken. Ich baute aber immer noch fleissig an meiner Mauer. Ich liebäugelte mit Drogen, bis ich zusehen musste wie ein lieber Freund zwei Tage in einer Ecke kauerte weil er auf einem LSD-Trip hängen geblieben war… Ich lies die Finger von Drogen, nur ein wenig passiv mitrauchen…. Als es den ersten Drogentoten im Ort gab, war ich bereits weitergezogen.

Mit 19 war ich von meiner Mutter ausgezogen und in die „große“ Stadt übersiedelt. Ich hatte irgendwie die Matura geschafft und mir einen Job gesucht. Ich verdiente mein eigenes Geld und lebte in einer WG mit einer „Freundin“. Die Party ging weiter, nur mit neuen Freunden. Die hatten nichts mit Drogen am Hut. Nur Alkohol und Zigaretten… Sind ja keine Drogen!

© Libellchen, 2018

Runterkommen

Ich nehme mir jeden Sommer einen Urlaub den ich am liebsten an meinem See verbringe. Durch die Nähe zu meinem zu Hause ist es eine ganz besondere Mischung aus Urlaub und zu Hause sein. Ich schlafe in meinem Bett, habe alles was ich brauche an dem gewohnten Ort, stehe auf wenn ich ausgeschlafen bin, frühstücke in Ruhe auf meiner Couch, gehe vielleicht noch ein Kleinigkeit einkaufen und dann zu Fuß zum See. Es ist also alles total entspannt und beste Voraussetzungen um nur ja keinen Stress zu bekommen im Urlaub! Und doch dauerte es in den letzten Jahren immer ein wenig länger bis ich in der Erholung angekommen bin. Zu viel nahm ich von der alten Dienststelle mit in den Urlaub. Bis zu einer Woche dauerte es, bis ich abschalten konnte! Daher mussten voriges Jahr auch unbedingt drei Wochen her! Weiterlesen

Was bisher geschah – Kunst und Kultur

Auch wenn ich lange Zeit nicht hier war, war ich nicht ganz untätig. Im Bereich Kunst und Kultur ist ja einiges passiert die letzten zwei Monate…

Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker im Musikvereinssaal:

War auf jeden Fall sehenswert, auch wenn ich das nicht jedes Jahr brauchen würde…. Ich muss gestehen, dazu hat es mich nicht genug mitgerissen. Ich denke, ich bin einfach was das anbelangt, zu kulturell ungebildet. Musik holt mich dann ab, wenn mir die Meldodie gefällt und ich dazu träumen kann. Das kann ich bei dem Neujahrskonzert eher nicht. Richtig gut gefallen hat mir die Zugabe – Donauwalzer und Radetzkymarsch. Aber mal live sehen ist sicher zu empfehlen. Die Wiener Philharmoniker sind ja wirklich sehr gut! Als Zulage kam nach der Pause noch der Bundespräsident a.D. Heinz Fischer und bekam eine Urkunde ausgefolgt. Er übernimmt ja jetzt in seiner Pension die Patenschaft der Wiener Philharmoniker. Den zweiten Teil des Konzertes verbrachte er übrigens auf einem Zuschauerstuhl mitten unter dem Orchester.

Fledermaus in der Staatsoper:

Nur fünf Tage nach dem Neujahrskonzert durfte ich die Wiener Philharmoniker gleich nochmal geniessen. Diesmal in der Staatsoper zu einer Operette. Und es war herrlich! Zu meiner Schande muss ich gestehen ich kannte die Fledermaus bisher nicht. Der Name sagte mir natürlich etwas, aber ich hatte sie noch nie gesehen. Umso beeindruckter war ich von meinem ersten Mal in der Staatsoper. Und bei so einer beschwingten Operette vergehen auch drei Akte wie im Fluge. Wir saßen zwar relativ weit oben, der Akustik hat das aber keinen Abbruch getan und für die Augen hatten wir natürlich einen Gucker mit! Wir haben uns wirklich köstlich amüsiert und ich denke die nächste Operette wird nicht so lange auf sich warten lassen, wie ich für die erste gebraucht habe!

Gregorian in der Stadthalle:

Anfang Februar gönnte ich mir dann die Gregorian in der Stadthalle. Und das obwohl ich ihr Abschiedskonzert voriges Jahr verpasst hatte! Da hatte ich am selben Wochenende ein anderes Event und zweimal am selben Wochenende war mir dann doch zu viel! Doch dann die Überraschung. Das letzte Mal, war nicht das letzte Mal. Heuer sind sie wieder da. Und da musste ich natürlich zuschlagen. Und am 1. Februar genoss ich dann die „Master of Chant“ live. Mein zweites Highlight heuer! Am meisten beeindruckte mich dabei Amelia Brightman, die Schwester von Sarah Brightman. Jedes Mal wenn sie sang, lief mir ein Schauer über den Rücken. Sie hat etwas in ihrer Stimme was mich total anspricht! Und da es jetzt wahrscheinlich wirklich die letzte Vorstellung war, gab es dann auch noch eine halbe Stunde Zugabe! Einfach herrlich! Ich hoffe sie kommen in irgendeiner Form wieder…

 

Shadowland II in der Stadthalle:

Voriges Wochenende war ich dann wieder in der Stadthalle und habe mir Shadowland II angeschaut. Dazu muss man aber sagen, dass die Umstände denkbar schlecht waren. Ich war nämlich krank. Verschleimte Nebenhöhlen, Schnupfen, kalter Schweiss und allgemeiner Erschöpfungszustand. Ich schleppte mich trotzdem in die Stadthalle. Als Highlight kann ich das Event leider nicht bezeichnen, was sicher auch an meinem Zustand lag. Ich wäre viel lieber in meinem Bett geblieben. Gut gemacht war die Show schon, doch wie ich mir sagen lies, waren die Tänzer in der ersten Show nur als Schatten zu sehen. Bei der zweiten Show, sah man sie auch so auf der Bühne. Da ich die erste Show nicht gesehen haben, kann ich nicht sagen ob das schlechter oder besser war. Was mir persönlich zwar zu Gute kam, aber doch irgendwie eigenartig war, war die Dauer. Gerade mal eine Stunde dauerte die Aufführung. Mit Zulage kamen wir auf gerade mal eine Stunde zehn Minuten. Die Zulage hat mich dann nochmal ein wenig aufgeweckt, weil es ein persönliches Dankeschön an Wien mit Falco und Mozart war. Persönlich fand ich das Event für die Dauer dann allerdings doch überteuert.

 

So das wars. Erstmal. Die nächsten Events stehen aber schon vor der Tür. Doch dazu kommen wir ein andermal….

© Libellchen, 2017

Urlaubsendspurt

Leider hat mich das Wetter irgendwie im Stich gelassen. Am letzten Wochenende war es grau in grau und Anfang der Woche war es so naja. Aber ich will nicht über das Wetter jammern und so habe ich meine Dienstagsaktivität auch entsprechend angepasst. Da ich nicht wusste ob ich die Woche nochmal zum Trainieren komme, beschloss ich es gleich am Dienstag zu erledigen. Bei den Temperaturen muss ich froh sein, einmal die Woche mich motivieren zu können. Zweimal schaffe ich einfach nicht.

Doch dieses eine Mal habe ich dann am Dienstag erledigt und weil es so schön ist und ich einen unbändigen Bewegungsdrang verspürte, ging ich mal wieder zu Fuß ins Studio, trainierte dort und ging zu Fuß wieder nach Hause. Laut Google Maps sind das 3,5 Kilometer in eine Richtung, unterbrochen von über einer Stunde Krafttraining. Und ich muss sagen, danach war ich fertig! Vor allem weil auf dem Heimweg auch schon die Sonne hoch am Himmel stand und Schatten eher rar gesät war. Ich stapfte also in der prallen Sonne nach Hause. Dort gönnte ich mir dann als erstes eine kühle Dusche und was Leckeres zum Mittagessen. Weiterlesen

Doch eine Allergie?

Ich bin mir noch nicht ganz sicher, aber es könnte sein, dass ich unter einer Allergie leide… Ich schnupfe ja das ganze Jahr herum, doch in den letzten Jahren ist der Schnupfen im Sommer immer mehr geworden. Wie wenn ich krank werde nur, dass ich nicht krank werde, aber wochenlang Schnupfen habe. Ich meine wenn ich krank werde, geht das normalerweise recht schnell. Ich merke erste Anzeichen und liege auch schon flach. Doch in den letzten Sommern hat sich einfach der Schnupfen hartnäckig über mehrere Wochen gehalten. Ohne besser oder schlechter zu werden… Weiterlesen

Doch noch entspannt

Die Urlaubswoche war echt notwendig. Ich war schon so gereizt und ausgelaugt vorige Woche! Doch der Erholungswert lies lange auf sich warten. Am Montag war eigentlich Wanderwetter, doch ich konnte mich einfach nicht aufraffen. Daher ging ich zum Arzt. So verlies ich zwar meine Wohnung, aber verbrachte nicht Stunden im Wald. Zum Wandern fühlte ich mich einfach viel zu müde und ausgelaugt.

Am Dienstag schob ich dann die zweite Arztrunde ein und konnte somit der nächsten Wanderung entkommen. Ab Mittwoch war dann schönstes Badewetter. Am Mittwoch nutzte ich das Wetter auch tatsächlich zum Schwimmen. Am Donnerstag verbrachte ich allerdings die meiste Zeit mit meiner Wahl-Oma und Würfelpoker und Mädelsgesprächen mit Aretha – natürlich alles am See! Und so schön und unterhaltsam das auch alles war, der Erholungseffekt wollte sich einfach nicht einstellen! Weiterlesen