Dinge die gut tun

Wieso ist es nur soooo schwer Dinge zu tun, die einem gut tun? Da läuft doch echt was schief in meinem Gehirn. Es gibt Dinge die mein Wohlbefinden erhöhen und doch kann ich mich nur sehr schwer dazu überwinden.

Punkt 1: Sport

Wenn ich im Fitnessstudio beim vierten Gerät angekommen bin, schiessen mir regelmäßig die Endorphine ein. Ich habe ein Hoch und würde am liebsten gar nicht mehr aufhören zu trainieren. Danach noch schön ins Infrarot und wenn man dann zu Hause ankommt ist man auch schon geduscht und bereit für die Couch mit gutem Gewissen. So lange ich in einem bestimmten Rhythmus trainieren gehe, funktioniert es auch ohne mich überwinden zu müssen, aber wehe ich habe mal andere Termine und drei Tage keine Zeit, dann muss ich mich immer wieder aufs neue überwinden, obwohl ich vom Verstand her ja weiß, dass es mir gut tut! Doch trotz des Wissens ist das Training kein Selbstläufer. Weiterlesen

Lesestunden-Nickerchen

Das schönste am Urlaubsanfang ist das Gefühl, keinen Stress zu haben. Wenn ich es heute nicht erledige, habe ich noch etliche Tage Zeit es zu tun. Daraus resultiert ein zeitloses Gefühl. Wenn etwas länger dauert – Was soll´s! Und so hat Urlaub einen ganz eigenen Rhythmus. Da kann es schon mal passieren, dass ich spontan – zu Fuß – eine Ortsrunde drehe einfach, weil die Sonne scheint. Und am Nachmittag zwei Zeitschriften auslese, die schon seit Monaten unberührt zu Hause rumlagen….

Gekrönt wird dieses Gefühl des „ewig Zeit-haben“ durch ein unmotiviertes Nickerchen in der Sonne am Balkon.

Wenn mir jetzt noch einfallen würde, wie ich diese Entspanntheit in meinen Berufsalltag integrieren könnte, hätte ich schon gewonnen…

© Libellchen, 2016

Wolke 4

Cooles Lied, nur der Text ist so gar nicht meins!

Als ich das Lied das erste Mal hörte, ging ich gleich mit dem Rhythmus mit, doch beim Text krampfte es mich dann richtig ein.

„Lieber Wolke 4 mit dir, als unten wieder ganz allein.“

Das ist das genaue Gegenteil von meiner Philosophie, doch offenbar die gängige Meinung bei vielen Menschen. Viele Paare wohnen auf Wolke 4, weil sie nicht allein sein können/wollen. Ich bin lieber allein, als mit irgendjemand auf Wolke 4! Und ja ich bin auch schon von der Wolke 7 gefallen. Mehrmals auch schon von der 6, wo ich aber dachte es wäre die 7er.

Ich will auf jeden Fall wieder auf die Wolke 7. Die 4 interessiert mich gar nicht. Ich will richtig verliebt sein. Will mit meinem ganzen Herzen und meiner Seele lieben. Mit weniger werde ich mich nicht mehr zufrieden geben. Vielleicht heißt dass das ich alleine bleiben werde. Wahrscheinlich sind meine Ansprüche zu hoch, aber das ist egal. Auch unten ganz allein kann man glücklich sein.

© Libellchen, 2015

Drehbuch der Liebe – Teil 27

Die Party war spitze. Doch zog sie sich ewig. Normalerweise freute ich mich immer, mit einer Crew nach Drehschluss zusammen zu treffen und was zu trinken. Doch diesmal wäre ich viel lieber wo anders gewesen. Ich wollte nur so schnell wie möglich raus hier. Doch ein wenig musste ich noch durchhalten, sonst würde ich auffallen. Kurz nach Mitternacht brachen von solchen Events, normalerweise die Nicht-Partytiger auf. In der Regel verheiratete bzw. Eltern, die nach Hause kommen wollten zu ihrer Familie. Ungebunden Singles wie ich, die nicht so gern auf Party´s gingen, blieben normalerweise bis 2 oder 3 Uhr morgens. Und die Party-Tiger kannten sowieso keine Sperrstunde. Ich war nie sehr lange geblieben, doch ein Aufbruch vor 2 Uhr wäre möglicherweise aufgefallen. Dina hatte den Vorteil, dass niemand ihre Gewohnheiten kannte. Noch nicht mal ich. Als Newcomer in der Showbiz-Szene musste sie erst herausfinden was ihr lag. Doch nicht heute Abend. Heute Abend hatte sie schon etwas vor. Weiterlesen

Drehbuch der Liebe – Teil 8

Auf den Weg zur Party beruhigte ich mich wieder. Meine Emotionen waren wieder im Griff. Allerdings hatte ich fast das Gefühl, dass sich etwas zwischen uns verändert hatte. Es fühlte sich an, als hätten wir eine Tür geöffnet, durch die wir allerdings nicht durchgegangen waren. Und jetzt stand sie offen und erinnerte uns durch die Zugluft daran, dass es sie gab. Doch Camilla lenkte uns schnell ab. Sie bewunderte ihre Kleiderauswahl und meinte, ich sehe heiß aus. Ein Adjektiv, welches ich im Bezug auf mich selbst, bisher nicht gekannt hatte. Vor dem Club erwarteten uns schon wieder die Paparazzi. Eigentlich hatte ich gehofft, wie schon beim letzten Mal, unbekannt bleiben zu können. Doch das Kleid machte mir da einen Strich durch die Rechnung. Als sie uns erblickten, waren plötzlich alle Kameras auf mich gerichtet. Camilla bemerkte mein Unwohlsein, hakte sich bei mir unter und schob mich in Richtung Eingang. Aksel folgte uns auf dem Fuß. Sein Blick immer auf unsere Rücken gerichtet.

Im Club angekommen, hörte das Blitzlichtgewitter auf. Dafür erwartete uns schnell blinkendes, drehendes Stroboskoplicht. Normalerweise habe ich Probleme mit solchen Lichtverhältnissen, vor allem wenn es heiß und stickig war. Doch dieser Club war schön gekühlt und es gab auch viel Platz. Auch der Bass war wohldosiert und so war auch das Licht für mich auszuhalten. Und als sich meine Augen an das flackernde Licht gewöhnt hatten, sah ich sie. Die High Society von Hollywood. Die angesagtesten Jungschauspieler und –innen. Die heißesten Menschen in den schärfsten Klamotten, die sich zum Rhythmus der Musik treiben ließen. Und mitten drin ich. Dina Schreiber aus Wien, Österreich. Ich war berauscht, noch bevor mich der erste „Serienvampir“ auf die Tanzfläche zog. Und es wurde nicht besser. Weiterlesen

Jhik Jhik Jhik

Endlich ist es so weit! Mein Nachbar in der Wohnung über mir hat ein ausgeprägtes Sexleben. Und ich darf daran teilhaben. Ist das nicht nett! Noch netter würde ich es finden, wenn er nicht dauernd um 3 Uhr morgens seinen Sexualdrang entdecken würde, beziehungsweise wenn er ein Bett hätte, das nicht mit jeder Bewegung mitgehen würde.

So aber weckte er mich vorigen Sonntagmorgen kurz vor 3 Uhr auf. Zuerst wusste ich nicht was dieses Ge-Jhik-se soll. Dachte als erstes an ein Tier. Doch als der Rhythmus immer schneller wurde, war mir dann gleich auch klar was los ist. Da ich schon mal munter war, ging ich auf die Toilette. Als ich zurück kam, waren sie fertig. Wenigstens sind sie schnell… Weiterlesen

Verschmelzung

Die kleine Seele lag im Bett. Alleine. Verwirrt. Glücklich. Traurig. Zufrieden……

Er war weg. Es war 2 Uhr morgens und er machte einen Spaziergang. Es war kalt und nass draußen. Die kleine Seele lag im warmen Bett und wartete. Wartete dass er zurückkam.

Der Abend hatte begonnen, wie schon so viele Abende zuvor. Sie waren essen gewesen, hatten sich unterhalten und ihre Nähe genossen. Die kleine Seele hatte ihm auch gesagt, dass sie bereit war, weiter zu gehen. Sie hatte einen netten Plausch mit ihrem Gewissen geführt und nun war sie bereit alles zu genießen. Sie würde nicht mehr „Nein“ sagen. Er wusste nun, dass es an ihm lag. Nur an ihm.

Als sie fertig gegessen hatten, waren sie sofort aufgebrochen in sein Hotel. Sie wollten nicht im Restaurant bleiben. Sie wollten alleine sein. Das Verlangen nach dem Körper des anderen, war stark wie nie zuvor.

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