Leader

Kurz gesagt, Glück gehabt!

„Die größte Krise seit dem zweiten Weltkrieg“ – O-Ton irgendwer im Fernsehen.

Stell dir vor die Krise wäre vor einem Jahr gewesen….

Bundesebene!
Es ist vor dem Ibiza-Video. Wir haben noch die alte Regierung. Mit den Blauen im Innen- und Verteidigungsministerium! Welche Szenarien kommen da gerade in euch hoch? Bei mir keine schönen!
Möglichkeit eins – Verleugnung der Gefahr und setzen auf Durchseuchung
Möglichkeit zwei – totale Überwachung jedes Einzelnen
Möglichkeit drei – schwer bewaffnete Polizei und Bundesheer auf den Straßen

Was haben wir heute: Strenge Maßnahmen, demokratisch beschlossen. Eine Regierung die auf Information setzt. Manche sagen die ständigen Pressekonferenzen nerven sie, ich sage Danke! Natürlich machen sie nicht gleich alles richtig. Das kann ich ihnen aber verzeihen, weil ich den Eindruck habe das sie ihr Bestes tun und wenn etwas nicht gleich klappt, wird nachjustiert. Sie beschließen ein Paket, es reicht nicht, dann kommt ein paar Tage später die Erhöhung. Wir haben Minister die sachlich argumentieren können. Die Rede und Antwort stehen und auch mal in den Unterlagen nachschauen müssen, weil sie eben auch nur Menschen sind. Das ist das, was mich positiv für sie einnimmt. Und sie dürften auf Experten hören. Auch das finde ich gut!
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Allein sein

Stell dir vor, du haderst jahrzehntelang mit deiner Kindheit. Mit deinem Start in das Leben. Und dann kommt „die größte Krise seit dem zweiten Weltkrieg“ – O-Ton unsere Regierung und du sitzt zu Hause, alleine, isoliert von der Aussenwelt und denkst dir nur „Krise? Was ist das Problem?“

Also ich weiß schon was das Problem ist. Mit Virus, Gesundheitssystem, Krankenbetten, wirtschaftliche Auswirkungen, etc. Aber das war ja anfangs nicht das Hauptproblem der Leute. Das Hauptproblem war „Bleibt zu Hause!“ Alles andere kam erst danach.

Also saß ich zu Hause und tat was ich halt sonst auch tue wenn ich zu Hause bin. Nicht weniger und nur geringfügig mehr – Ablage! Weiterlesen

Ungeduldig

Eigentlich ist es unfair, aber ich kann es nicht ändern. Meine alte Dienststelle – wo ich zweieinhalb Jahre war – hat zweieinhalb Jahre nichts getan um mich zu versetzen und mich hingehalten. Das kenne ich auch von meiner Stamm-Dienststelle und von meinen Beziehungen, wie mir gerade klar wird. Die letzten drei Männer meines Lebens haben das auch gespielt. Vertrösten, hinhalten, rauszögern. Bis es mir gereicht hat.

Irgendwann kommt nämlich immer der Punkt, wo mir die Geduld ausgeht. Und auch die Zuversicht. Und die wird mit jedem Mal sowieso weniger….

Beim Ex dachte ich wirklich das wird was. Bis ich auf die Schnauze fiel. Weiterlesen

Lasst uns arbeiten!

Bei meiner ersten Firma war ich fast ein Workaholic. Es gab keine Überstunden oder Freizeitausgleich, ich arbeitete trotzdem zwischen acht und vierzehn Stunden täglich. Was wahrscheinlich gar nicht rechtens war….Zusätzlich pendelte ich noch zwei Stunden am Tag. Zu Hause war ich nur zum Schlafen. Unter der Woche gab es sonst nichts für mich. Arbeiten, pendeln, schlafen. Damals machte ich das gern. Ich wollte mich beweisen. Zeigen was ich kann. Wollte Anerkennung und bekam sie auch. Dafür nahm ich vieles in Kauf. Auch schlechte Bezahlung. Das war vor zwanzig Jahren.

Zwanzig Jahre habe ich fast durchgehend gearbeitet. Nur eine Auszeit gab es von fünf Monaten, wo ich auf den neuen Job wartete. Diese fünf Monaten waren die Hölle. Kein Geld, viel Zeit, keine Lebensaufgabe und alle Freunde in der Arbeit. Ich arbeite gerne. Habe gerne eine Beschäftigung. Einen Grund aufzustehen und ausser Haus zu gehen. Ich kann nämlich auch ganz anders. Ich kann auch megafaul sein und versumpfen. Aber halt nicht lange. Weiterlesen

Designated Survivor

Ich habe mir mal wieder ein mega faules Wochenende gegönnt! Nur auf der Couch rumlümmeln, essen, trinken, lesen und eine neue Serie habe ich auch entdeckt. Designated Survivor. Ich habe sie mir angeschaut, da Kiefer Sutherland mitspielt und ich neugierig war. Und bisher gefällt sie mir ausgesprochen gut.

Ein Attentat in Washington löscht fast die komplette amerikanische Regierung aus, der einzige der übrig bleibt ist der Wohnbauminister Thomas Kirkmann (Kiefer Sutherland). Er war das eingeteilte Regierungsmitglied, welches nicht bei der Rede der Nation anwesend war um im Notfall die Regierung übernehmen zu können. Er war deshalb abgestellt, da er eigentlich auf der Abschussliste des Präsidenten steht. Am Morgen wird er ersucht zurück zu treten, am Abend wir als einziger Überlebender der Regierung als Präsident angelobt. Weiterlesen

Meine Generation

In was für einer Welt leben wir eigentlich….

Geschichte ist vergessen….

Krieg weit weg…

Hass überall…

Demonstrationen…

Gegendemonstrationen…

Flucht….

Menschlichkeit?….

Rechtsruck….

Alles gut?….

Hass erzeugt Hass! Gewalt erzeugt Gewalt!

Wir hatten voriges Jahr Wahlen. Die Blauen sind wie erwartet in die Regierung gekommen. Und haben wie erwartet Burschenschafter hochgespült. Und wie erwartet kommt jetzt überall hoch, wie diese Burschenschaften ticken – auch diese Menschen will ich nicht alle vorverurteilen, aber jemand der einer Vereinigung beitritt, sollte sich halt auch erkundigen wie dort die Haltung ist… Und wenn ich von der Selbstverwantwortung der Menschen ausgehe, dann sind sie bewusst dort beigetreten! Haben sich bewusst Menschen mit solcher Haltung angeschlossen – Leute das ist doch nichts neues!!! Wenn ihr nicht damit einverstanden seid, wieso habt ihr sie dann gewählt? Wieso habt ihr euch nicht im Vorfeld erkundigt?

Und wenn ihr mit dem braunen Gedankengut einverstanden seid… Wieso habt ihr so viel Hass in euch? Was ist auch widerfahren? Was haben euch die Menschen getan die ihr hasst? Haben sie euch etwas getan, oder hasst ihr sie nur, weil es eure Eltern/Freunde auch schon getan haben/tun? Und selbst wenn euch persönlich schreckliches widerfahren ist, dann noch sicher nicht von der gesammten Gruppe… Weiterlesen

Lebensausblick, 5. Jahrzehnt

???????

Ich habe echt keine Ahnung. Wer hat das schon… Aber ich kann es auch gerade beruflich gar nicht sagen. Mit all den Änderungen aufgrund der neuen Regierung habe ich gar keine Idee wo ich in einem Jahr arbeite. Wobei ich mit meinem neuen Chef so was wie eine Wette laufen habe. Wenn er es schafft dass ich in einem Jahr versetzt bin, zahle ich eine Flasche Champagner. Das wäre jetzt nicht das schlechteste Szenario.

Doch ansonsten? Weiterlesen