Plan gecancelt

Für meinen freien Dienstag hatte ich einen ganz konkreten Plan! Aufstehen, frühstücken, Fitnessstudio, danach Mittagessen und anschließend auf der Couch die Unterlagen für die Prüfung durchschauen!

Als dann der Dienstag kam, wachte ich zu früh auf. Ging auf die Toilette und danach wieder schlafen. Als ich das zweite mal erwachte war es kurz vor acht. Ich spürte ein Kratzen im Hals und meine Nase ran schon seit der Hohen Wand. Ich beschloss erstmal zu frühstücken. Normalerweise geht es mir nach Müsli und Kaffee bedeutend besser. Weiterlesen

Mach doch dreimal die Woche…

Ach immer diese Menschen die nie genug von Sport kriegen können…

Mein lieber Kollege ist ein Sportler durch und durch. Ich glaube der macht jeden Tag irgendetwas. Laufen, Trainings abhalten, Sportveranstaltungen abhalten, an Trailruns teilnehmen, Marathon laufen,… Im Fitnessstudio gibt es auch ein paar davon. Egal wann ich trainieren gehe, die sind immer dort.

Ich schaffe es locker zweimal die Woche. Mittlerweile ist es locker! Als ich angefangen habe, musste ich mich zum zweiten Mal zwingen. Da machte es mir noch keinen Spaß. Mittlerweile fehlt mir was wenn ich es nicht zweimal schaffe. Zur „Not“ gehe ich am Wochenende, gemütlich nach Müsli und Kaffee und zum Mittagessen bin ich wieder zu Hause. Was ja auch gut ist, da das Training Hunger macht. Weiterlesen

Freizeit beginnt nicht an der Wohnungstür!

Die Überschrift ist für mich. Ich weiß nicht woran es liegt, aber richtig „frei“ fühle ich mich nur zu Hause. Wenn ich unmittelbar nach der Arbeit zu einem Termin fahre – auch wenn es ein privater ist – fühle ich mich erst in der Freizeit angekommen, wenn ich zu Hause bin. Was ja Schwachsinn ist!

Zeit mit Menschen verbringen die ich mag, ist ja cool. Zu Events gehen, die ich mir selbst ausgesucht habe, ist ja toll! Fitnessstudio ist Freizeit. Und doch habe ich da etwas in mir, dass alles was ausserhalb meiner Wohnung stattfindet unter Termin läuft. Und sich somit nicht wirklich als Freizeit anfühlt. Weiterlesen

TaoWin

Dann kommen wir mal zum Mittwochabend! Nach einem Arbeitstag ging es bei Regenwetter mit den Öffis durch die Stadt. Eine Stunde beim Mäcki überbrücken und dann die anderen Mädels treffen. Eigentlich war es keine Überraschung dass nur Frauen dort waren… Ich versuchte ganz entspannt an das ganze ranzugehen, trotzdem war ich nervös. Wie bereits erwähnt, hat jeder sein eigenes Thema, es gibt ein Spielbrett, Karten und einen Würfel. Und viel reden! Da ich das Problem vorher nicht konkret benennen konnte, ging es halt um meine Möglicherweise-Blockade.

Was mir im Gespräch sehr klar wurde für mich war dass ich nicht mehr zurückgehen will. Ich habe eine Beziehung erlebt, wo ich ganz ich sein konnte und habe es sehr genossen, ich will und kann mich nicht mehr verstellen! Meine erste Karte brachte auch gleich mal ein Thema auf den Punkt. Alles was ich alleine machen kann, war noch nie ein Problem für mich. Ich löse jedes Problem, wo ich nicht von anderen Menschen abhängig bin. „Wenn du Beeren pflücken möchtest, musst du in den Garten gehen. Wenn Malen deine Gabe ist, musst du dir Farbe, Pinsel und Leinwand besorgen.“ No, na, net! Das ist nicht mein Problem! Wenn ich heute draufkomme, dass ich einen 8.000er besteigen will, dann werde ich dort hin kommen. Ich werde trainieren, mir Ausrüstung kaufen, das Geld aufstellen, mir einen konkreten Plan machen, alle Eventualitäten berücksichtigen und irgendwann werde ich es schaffen. Sturer, zielorientierter Steinbock. Kein Thema. Mein Problem ist aber gerade das, was ausserhalb dessen liegt, was ich angehen kann. Wie soll ich jemand finden, der mich so liebt wie ich bin? Was das anbelangt habe ich einfach keinen Plan. Ich bin zwar offen für vieles, probiere vieles aus, doch das fühlt sich wie im Nebel herumstochern an…. Und das ist nicht mein Stil. Ich überlege mir wie es geht und dann ziehe ich es durch. Mit – ich habe keine Idee, wie es gehen soll – fange ich halt nichts an…. Weiterlesen

Schonzeit unterbrochen

Vorbei dürfte sie noch nicht sein, da es sicher noch mal heiß wird diesen Sommer, doch heute habe ich das kühle Wetter genutzt und bin mal wieder trainieren gefahren. Und nein, ich habe mich nicht geschont. Ich habe nach drei Wochen das Standardprogramm durchgezogen!

Jetzt tut mir erwartungsgemäß alles weh, aber es war trotzdem toll! Beim ersten Gerät dachte ich, das schaffe ich nie. Bei der Hälfte der Geräte kamen dann die Glücksgefühle durch! Herrlich!

Mein Trainer hat mich zwischendurch auch „gestellt“. Nach seinem Urlaub werden wir den Trainingsplan anpassen. Genauer gesagt, werden wir zwei unterschiedliche machen. Einen für Bauch und Rücken und einen für Beine und Oberkörper. In einer Woche habe ich so mehr unterschiedliche Muskeln zu bearbeiten und auch mehr Abwechslung. Das wird zwar heftig werden, aber auch darauf freue ich mich schon!

© Libellchen, 2017

Notfall-Notfall-Plan

Eigentlich plane ich ja nicht mehr. Oder zumindest fast nicht mehr. Früher hatte ich immer einen Plan und fünf Notfallpläne. Den ganzen Tag war ich nur am denken was alles schief gehen könnte und was ich dann tun könnte. Man hat das viel Energie gekostet! Mittlerweile vertraue ich darauf dass ich alles schaffen kann und daher keinen Detailplan mehr brauche. In etwa die Richtung reicht mir vollkommen. Ein Schritt nach dem anderen erledigt den Rest. Und jetzt wo ich es eigentlich gar nicht mehr so brauche, jetzt kommt es von außen!

Zumindest im Job. Ich habe ja bereits ein Angebot und auch ein Schriftstück wo drinsteht, dass ich ab 1. Juni wo anders meiner Arbeit nachgehe. Und dort haben sie für mich – ungefragt – einen Interims-Arbeitsplatz, einen Zielarbeitsplatz und sogar einen Notfallarbeitsplatz geschaffen. Und sollten wir wirklich heuer noch wählen und der neue Organisationsplan dadurch nicht kommen, brauche ich den Notfallarbeitsplatz auch. Wobei er sich für mich nicht wirklich wie ein Notfallarbeitsplatz anfühlt. Mir würde er genauso gut gefallen wie der Zielarbeitsplatz. Weiterlesen