Treu bleiben

Manchmal muss ich aufpassen, dass ich nicht zu viel von meiner Umgebung aufnehme. Sich drücken zum Beispiel. Mein Kollege schraubt sich ja immer wo es nur geht und manchmal habe ich das Gefühl, dass ich mir da zu viel von ihm angeeignet habe.

Am Donnerstag zum Beispiel war das Assessment angesetzt. Und bescherte mir eine schlaflose Nacht zuvor. Ich lief unrund. Vor allem weil ich nicht wusste, ob ich wirklich hingehen will. Ich habe einfach kein gutes Gefühl dabei. Drei Stunden Testung, dann noch die technische Herausforderung und dann auch noch das Bauchgefühl. Das aber auch von den schlechten Erfahrungen in der Vergangenheit herrühren kann. Weiterlesen

Job-Tanz

Nachdem ich darüber geschlafen hatte, war ich immer noch der Meinung der Job vom Montag sei die beste Wahl für mich. Doch nun, wie weiter? Beim anderen Job läuft die Bewerbung….

Von meiner Persönlichkeitsstruktur her tanze ich nicht gerne auf mehreren „Kirtagen“. Wenn ich etwas will, dann ziehe ich es auch durch. Hinhalten, ausweichen, rumeiern ist nicht meine Persönlichkeit. Doch was bleibt mir momentan anderes über?

Die laufende Bewerbung absagen ohne Alternative, wäre blöd. Den Job nicht anstreben der mir mehr zusagt, wäre noch blöder. Ein Mittelweg muss also her. Die laufende Bewerbung rauszögern und den anderen zusagen. Und dann abwarten was passiert. Und erfahrungsgemäß kann soooooo vieles passieren! Und so arbeitete ich am Dienstag einen Punkt nach dem anderen ab. Weiterlesen

Fair bleiben

Ich glaube immer an das beste im Menschen – bis die Person mich das erste Mal vom Gegenteil überzeugt – andere Menschen habe da eine andere Herangehensweise. Nicht immer liege ich richtig, aber wenn, dann freue ich mich umso mehr!

Als ich auf Kur war, gab es bei einer Nachbarabteilung eine Besprechung wo es um mögliche Arbeitsplätze ging. Da ich nicht da war, krallte sich jemand anderer einen Arbeitsplatz, der möglicherweise auch etwas für mich wäre. Tja, Pech gehabt. Er wird seitdem auch darauf eingeschult. Weiterlesen

Verplant oder lieber flexibel?

Wie schon erwähnt haben wir einen neuen Kollegen. Unser Abteilungsleiter spricht nur vom Cornetto, was seine Körperform recht gut beschreibt. Ebenfalls ein Sportfuzzi und ebenso nervig wie mein Kollege. Dauernd will er über Sport sprechen, allerdings reagiert er mittlerweile auf meinen genervten Blick und hält den Mund.

Doch an den musste er sich erst gewöhnen…. Vorige Woche hatten wir noch eine recht hitzige Diskussion. Einfach weil er mir sagen wollte, wie ich mein Leben einzuteilen hab. Und es gibt wirklich nichts was ich weniger brauche! Ich bin 40 Jahre ganz alleine geworden, da braucht er jetzt nicht klugsch… Ich meine er kann schon seine Meinung äußern, er kann auch sein ganzes Leben bis ins Detail verplanen – who cares? Aber wenn er eine halbe Stunde auf mich einredet dass ich doch einfach mein Leben verplanen soll – wo ich endlich weitgehend damit aufgehört habe – dann treibt er mich an die Grenzen meiner Freundlichkeit. Weiterlesen

Neue Woche, neue Ausbildung

Schön langsam reicht es mir dann mal. Das erste Halbjahr heuer war ja schon sehr geprägt von Ausbildung. Und die zwei längsten waren fachspezifisch. Also sehr konzentriert aufpassen und mitdenken. Die zwei Tage jetzt sind da sehr viel harmloser, wenn auch nicht ohne Überraschungen.

Das Thema ist Abgrenzung. Nicht dass ich das nicht schon könnte… Ich kann zwar mittlerweile sehr gut „Nein“ sagen, doch was danach kommt ist das Problem. Mein Bauch ist immer sehr konkret wenn er etwas nicht will und mittlerweile sage ich dann auch ganz klar nein dazu. Doch wenn die Entscheidung gefallen ist, dann schaltet sich der Kopf ein. „Was wird das jetzt wieder für Konsequenzen haben?“ „Wie lange werden sie mir das wieder vorwerfen?“ „Hinter meinem Rücken reden?“ „Was wenn ich nicht versetzt werde weil ich meine Grenzen verteidige und mir nicht alles gefallen lasse?“ Weiterlesen

Wir im Alter

Eine zusätzliche Herausforderung bei dem Seminar vorige Woche war die Teilnahme von Krimhilde. Hätte ich gewusst dass sie hingeht, hätte ich mich wahrscheinlich gar nicht angemeldet. Das sie zum selben Seminar geht, habe ich aber erst erfahren als die Zusage kam. Und da war es dann schon zu spät. Und ja, sie war wieder in Höchstform. Sogar die Vortragenden – echte Profis – hatten Probleme ihren Gedankengängen zu folgen. Oftmals war bei ihren Aussagen noch nicht mal klar, meint sie das jetzt positiv oder negativ? Sie kann sich einfach nicht erklären. Immer öfter erinnert sie mich an meine Großmutter! Lebt in ihrer eigenen kleinen Welt und kennt nur schwarz oder weiß. Graustufen gibt es einfach nicht. Sie stellt einfach eine Aussage in den Raum und geht davon aus, dass sie jeder versteht, weil ja sowieso alle gleich denken wie sie…. Weiterlesen