Letzte Geburtstagsfeier

Am Mittwoch hatte ich meine letzte Geburtstagsfeier. Diesmal im Büro.

Als ich vor einem halben Jahr dort angefangen habe, wurde ich in die Abteilungsnorm eingewiesen. Jeder kann einladen oder nicht. Wenn jemand einladet, bekommt er oder sie auch ein Geschenk. Dafür legt jeder einen Euro aus und es wird eine Kleinigkeit gekauft. So viel zur Norm….

Am Mittwoch wurde ich daher enorm überrascht. Als erstes schenkte mir meine Freundin S. ein persönliches Geschenk – gut, das war noch „erwartbar“, schließlich hat sie umgekehrt von mir auch etwas persönliches bekommen – danach bekam ich noch ein Geschenk von meinem Kollegen im Büro. Im Laufe des Vormittags bekam ich dann noch ein Geschenk von meinem Referat und letztendlich dann noch eines von der Abteilung. Weiterlesen

Zwischenspurt

Leider war es das noch nicht ganz. Heute habe ich noch mal Sekretariatsdienst von 8 bis 16 Uhr. Schätze da wird die Hölle los sein! Alle Finanzangelegenheiten haben wir schon gestern fertiggemacht, Chef ist schon in Urlaub und ich sitze mehr oder weniger alleine im Büro.

Und weil es so schön ist, mache ich das am 27. Dezember dann noch einen Tag. Wobei da habe ich wenigstens einen Termin mit meinem Chef… Der Tag heute wird sich eher ziehen…. Aber bald habe ich es geschafft. Bald brauche ich mir die angefressenen Gesichter nicht mehr anschauen…

Daniela war ja zwischenzeitlich – kurz nach ihrer Scheidung – eigentlich recht gut drauf, doch mittlerweile hängen die Mundwinkel wieder. Fragen darf man nichts, sagen darf man nichts, schauen darf man nicht…. Alles ein Grund passiv-aggressiv durchs Leben zu stapfen…. Doch mir ist das jetzt mal egal. Ich habe beschlossen, meine Mitarbeiter stressen mich nicht mehr so leicht. Weiterlesen

Zu Tode gefürchtet…

…. ist auch gestorben!

Dieser Spruch ist mir ganz spontan eingefallen als ich diese Woche ein Interview mit einem Landeshauptmann gesehen habe. Zuerst konnte er sich an seine eigenen Worte, von vor ein paar Wochen nicht mehr erinnern und dann schürte er noch schön die Angst. So wie er über die Kriminalität in seinem Bundesland sprach, hätte ich auch mich gefürchtet, wenn ich dort wohnen würde. Allerdings hatte diese Schilderung nichts mit meinen persönlichen Eindrücken zu tun! Angesprochen auf die Kriminalitätsstatistik nachdem sein Bundesland voriges Jahr das zweitsicherste in Österreich war – sicherer als das in dem ich wohne! – blieb er jede Antwort schuldig.

Jetzt fühle ich mich in meinem Bundesland sehr wohl. Ich habe keine Angst davor ausgeraubt oder überfallen zu werden. Natürlich kann es mir jederzeit passieren, genauso wie ein tödlicher Autounfall, ein Herzinfarkt, ein Schlaganfall oder sonst irgendeine Katastrophe. Ich bin mir der Gefahren auf dieser Welt sehr wohl bewusst, deshalb fürchte ich mich aber noch lange nicht davor! Weiterlesen

Drehbuch der Liebe – Teil 34

Teil III
Dina Schreiber
Kapitel 1 – Cammy

Mein kleiner Augenstern schlief an meiner Brust. Es war 3 Uhr morgens und ich war todmüde. Was würde ich für 5 Stunden Schlaf am Stück geben! Doch meine Wünsche waren nicht mehr wichtig. Meine kleine Cammy hatte alle 4 Stunden Hunger und da ich zur Zeit noch ihre einzige Nahrungsquelle war, würde ich noch länger mit meinen kurzen Schlafintervallen auskommen müssen. Sie war noch so klein. So zerbrechlich. Und ich liebte sie mehr als mein eigenes Leben. Ihr Wohl war mir wichtiger als mein eigenes Glück. Und das war so, seit ich erfahren hatte, dass ich schwanger bin.

Weder die Schwangerschaft, noch die Geburt war sonderlich leicht für mich gewesen. Ich hatte eine Risikoschwangerschaft und die Wehen dauerten 20 Stunden. Da ich unbedingt eine natürliche Geburt wollte, hielt ich mich an alles was die Ärzte mir sagten und stand auch die Wehen durch. Und als Geschenk bekam ich vor 3 Monaten dieses süßes Baby. Und seitdem dreht sich mein Leben ausschließlich um sie. Ich schlief, wenn sie schlief. Ich stand bereit wenn sie Hunger hatte und sprach mit ihr wenn sie wach war und mich mit ihren großen Augen anschaute. Diese großen, hübschen Augen die mich jede Sekunde an ihren Vater erinnerten. Sie hatte sie von ihm geerbt. Hin und wieder blickte sie mich mit so einem fragenden Blick an, der mich total an ihn erinnerte und dann sah ich immer sein Gesicht vor mir. Dieses Gesicht dass ich so sehr vermisste. Es tat so weh an ihn zu denken. Ich liebte ihn immer noch so sehr! Doch dank meiner kleinen Cammy, konnte ich ihn nicht aus meinem Gedanken verdrängen. Ich wurde jeden Tag mehrmals daran erinnert was ich verloren hatte. Und dieses Wissen tat schrecklich weh.

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Ehrlich

Es gibt nur ganz wenige Menschen zu denen ich vollkommen ehrlich bin. Inklusive Eingeständnis meiner eigenen Schwächen. Okay, hier im Blog mache ich das auch, aber in einem persönlichen Gespräch mit jemand der mich real kennt, ist es dann doch noch mal etwas anderes.

Mir wurde das vor kurzem bei einem Telefongespräch wieder mal bewusst. 10 Jahre nicht gesehen, doch sobald ich die Stimme hörte, die ich jetzt seit 30 Jahren kenne, waren alle Masken gefallen. Kein mein Leben ist perfekt. Kein ich bin der glücklichste Mensch auf Erden. Er erinnert sich gerne an unsere Vergangenheit, ich habe nicht so getan als ob es bei mir auch so sei. Ich sagte ihm klar, dass ich die Vergangenheit nicht weiter beachtet hatte, bis er mir wieder über den Weg gelaufen war.

Wir brachten uns in kurzer Zeit auf den aktuellen Stand, was war in den letzten 10 Jahren passiert und wieso haben wir uns eigentlich aus den Augen verloren. Naja, ich lernte damals jemand kennen und konzentrierte mich auf meine neue Liebe – der Ex. Das gab ich auch unumwunden zu, kein „ich weiß nicht was passiert war“. Natürlich weiß ich es. Ich habe mich nicht mehr gemeldet, war zu sehr beschäftigt mit meinen Zukunftsplänen, meiner Familienplanung. Weiterlesen

Munition

Ich habe mein Leben lang damit gehadert dass mich angebliche Freunde immer und immer wieder verletzt haben. Vor allem weil ich es ihnen leicht hätte heimzahlen können, bzw. sie schon im Vorfeld hätte verletzen können, doch niemals auf die Idee gekommen wäre, einen Menschen den ich mag so zu verletzen. Nun gut, das gilt offensichtlich nur für mich. Wenn ich weiß dass ich jemand mit einer Aussage verletzen kann – meistens kann man sich das ja denken – dann behalte ich die Worte für mich. Vor allem wenn ich den Menschen angeblich mag.

Dies gilt auch dann wenn ich provoziert werde. Einzige Ausnahme, wenn ich etwas getrunken habe und provoziert werde. Dann kann es schon mal passieren, dass mir die eine oder andere Meldung entwischt. Und ja, wenn, dann treffe ich ins Schwarze. Warum? Weil ich aufmerksam durchs Leben gehe und ich bei jedem Menschen den ich kenne, zumindest von einer Schwachstelle weiß – Von jedem! Ich könnte jeden Menschen den ich persönlich kenne verletzen, doch ich tue es nicht. Noch nicht mal bei Menschen die ich nicht mag. Weiterlesen