Ausgelaugt

Am Montag hatte ich frei. Der Plan war, gemütlich tagsüber in der SCS zu flanieren/shoppen. Als ich mir freigenommen habe, hatte ich das ganz klar vor Augen. Und ich freute mich total.

Dann kam der Montag und ich hatte einfach keinen Bock. Einkaufen reizte mich null. Klamotten probieren, durch die SCS laufen, sich abschleppen oder auch nicht – weil man nichts gefunden hat. Irgendwie fehlte mir die Motivation.

Es gab aber was, was ich dringend brauchte. Nämlich eine neue Kaffeemaschine. Ich habe die letzten Jahre mit einem gesunden Reishi-Pilz-Löskaffee gelebt, doch diese Ära endet nun. Ich verbrauche gerade die letzten Vorräte. Spätestens nächstes Wochenende brauche ich die Kaffeemaschine, sonst würde ich ohne Morgenkaffee dastehen. Und das geht gar nicht! Weiterlesen

House of Cards

Netflix sei Dank, habe ich die Serie jetzt auch gesehen. Und es war echt der Hammer. Wobei ich sagen muss, dass ich sie mir parallel zu unserer Ibiza-Affäre angeschaut habe. Und die Ähnlichkeiten sind einfach ein Wahnsinn. Nicht dass ich österreichischen Politikern unterstellen will, dass sie einen Mord begangen haben oder einen Krieg anzetteln würden, nur um von sich abzulenken! Das sehe ich dann doch eher im Reich der Fiktion angesiedelt! Oder auch in Amerika? Aber der Rest. Welche Parallelen!

Was sie alles tun um ihre Macht zu erhalten! Die politischen Spielchen finden sich da und dort. Lügen und Intrigen, auf beiden Seiten. Verrat wo man hinschaut. Heute Freund, morgen Feind. Und umgekehrt! Wahlmanipulation. Winkelzüge. Korruption. Deals mit der Wirtschaft. Ausspionieren der eigenen Wahlbevölkerung. Die Menschen im Land für dumm verkaufen. Weiterlesen

Wieso einfach….

…..wenn man es auch kompliziert machen kann!

Wenn in Österreich ein Facharzt für eine Diagnose weitere Untersuchungen benötigt, schreibt er eine Überweisung. Man macht sich einen Termin aus und geht dann mit der Überweisung hin. So kenne ich es!

Als ich im Jänner bei der Vorsorgeuntersuchung war, war meine Hausärztin ganz verwundert dass ich mit 40 Jahren noch keine Mammografie von der Gyn verschrieben bekommen hatte. Ich sagte ihr dann, dass ich bei der Kontrolluntersuchung noch keine 40 Jahre war….

Als ich heuer, mit 40, zur Gyn ging, schrieb sie mir automatisch eine Überweisung und ich machte mir einen Termin aus – dabei gab ich auch bekannt was auf der Überweisung steht! Weiterlesen

Lasst uns arbeiten!

Bei meiner ersten Firma war ich fast ein Workaholic. Es gab keine Überstunden oder Freizeitausgleich, ich arbeitete trotzdem zwischen acht und vierzehn Stunden täglich. Was wahrscheinlich gar nicht rechtens war….Zusätzlich pendelte ich noch zwei Stunden am Tag. Zu Hause war ich nur zum Schlafen. Unter der Woche gab es sonst nichts für mich. Arbeiten, pendeln, schlafen. Damals machte ich das gern. Ich wollte mich beweisen. Zeigen was ich kann. Wollte Anerkennung und bekam sie auch. Dafür nahm ich vieles in Kauf. Auch schlechte Bezahlung. Das war vor zwanzig Jahren.

Zwanzig Jahre habe ich fast durchgehend gearbeitet. Nur eine Auszeit gab es von fünf Monaten, wo ich auf den neuen Job wartete. Diese fünf Monaten waren die Hölle. Kein Geld, viel Zeit, keine Lebensaufgabe und alle Freunde in der Arbeit. Ich arbeite gerne. Habe gerne eine Beschäftigung. Einen Grund aufzustehen und ausser Haus zu gehen. Ich kann nämlich auch ganz anders. Ich kann auch megafaul sein und versumpfen. Aber halt nicht lange. Weiterlesen

Heimat im musikalischen Sinn

Immer wieder ist von Heimat die Rede. Man ist dort zu Hause wo man aufgenommen wird. Heimat wählt man sich oder wird darin geboren. Heimat ist dort wo man aufgewachsen ist. Wo seine Verwandten sind…..

Es gibt viele Ansätze dazu und jeder wird das ein wenig anders sehen. Für mich selber ist es auch nicht so einfach. Österreich ist meine Heimat, das schon. Doch ich bin so oft umgezogen, meine Verwandtschaft verstreut, wo also bin ich zu Hause? In meiner Wohnung seit drei Jahren. Doch vorher? Hat es gewechselt. Ich habe mich immer dort heimisch gefühlt, wo ich gerade war und mich wohl fühlte.

Und doch gibt es eine Konstate so lange ich denken kann. Es gibt eine musikalische Heimat. Es gibt zwei Lieder, die mich immer an Heimat denken lassen. Die mein ganz persönliches Synonym für Heimat sind. Weiterlesen

Rauchverbot-Aufhebung-Protest

Für alle Nicht-Österreicher eine kleine Zusammenfassung. Vor ein paar Jahren haben wir eine neue Regelung bekommen. Rauchverbot im öffentlichen Bereich und Sonderregelung für die Wirte. Entweder Raucher- oder Nichtraucherlokal bei kleinen Lokalen, ab einer bestimmten Größe muss es getrennte Bereiche geben. Dies wurde vor allem mit Glaswänden umgesetzt und funktionierte mehr schlecht als recht – meine persönliche Meinung. Toilettenbesuche führten einen oftmals durch den Raucherbereich, Gaderoben waren oftmals im Raucherbereich (Schank) und wenn die Kellner viel zu tun hatten, blieben die Glastüren schon mal offen und der Rauch zog ungehindert in den Nichtraucherbereich.

Die alte Regierung (SPÖ/ÖVP) hatte ein absolutes Rauchverbot – auch in Lokalen – beschlossen. Dann gab es Neuwahlen und jetzt hat die neue – noch nicht angelobte – Regierung (ÖVP/FPÖ) das Gesetz noch vor Inkrafttreten ausser Kraft gesetzt, angeblich der erste Fall in der zweiten Republik. Normalerweise warten sie also bis es in Kraft ist bevor sie es aufweichen/kippen. Und nun gibt es eine Online-Petition und es geht in Richtung Volksbegehren/-befragung da ja immerhin nur 1/4 der Bevölkerung Raucher sind…. Weiterlesen

Rabenvieh – Marie Anhofer

Ich habe mal wieder Lesestoff geschickt bekommen. Zwei Bücher von einer Autorin. Marie Anhofer. Als erstes habe ich mir Rabenvieh zur Hand genommen. Da es dabei um ihre Kindheit geht, dachte ich, ich fange damit an.

Ich habe schon ein paar heftige autobiographische Romane gelesen. Doch ein Roman aus Österreich, besser gesagt Graz, ist noch mal eine ganz eine eigene Sache. Das so etwas im eigenen Land passieren kann und passierte, schockiert mich dann noch einen Tick mehr. Dabei weiß man bereits, dass solche Dinge passieren. Immer wieder liest man in den Nachrichten davon. Leider!

Doch Nachrichten sind die eine Sache. Zu lesen was jemand fühlte und dachte, der es er- und vor allem überlebt hat, ist nochmal ganz was anderes. Eigentlich ein Wahnsinn was wir Menschen aushalten können und teilweise auch müssen!

Kinder sind doch hilflose Wesen, die man unterstützen sollte. Man sollte sie lieben, hegen und pflegen. Ihnen einen guten Weg für ihr Leben aufzeigen. Sie anleiten und unterstützen. Tja, das dachte sich Marie auch, doch wuchs sie doch ganz anders auf. Als echtes Aschenputtel in der Pflegefamilie. Psychische und physische Misshandlungen statt Liebe und Wärme. Weiterlesen