Blick hinter die Kulisse

Nach eineinhalb Wochen habe ich schon ein wenig eine Idee von meinen neuen Kollegen bekommen. Und eines weiß ich, mit meinen alten können sie nicht mithalten. Sie haben zwar auch ein paar Eigenheiten – habe ich ja auch – aber nichts womit ich Probleme bekommen werde. Obwohl. Eine Kollegin nervt schon ein wenig. Sie ist zwar sehr nett, aber sie ist auch sehr wichtig! Andererseits ist sie nicht mein Problem sondern wenn, dann das von unserem Chef. Ich habe ja ein arbeitsunabhängiges Aufgabengebiet von ihr. Von daher kann sie sich ruhig wichtig machen neben mir….

Klassisch war der Geschirrspüler letzte Woche. Als ich in der Früh als erste kam und das vorletzte Kaffeehäferl aus dem Kasten nahm, beschloss ich den Geschirrspüler anzuwerfen. Was sie auch durchaus positiv anmerkte. Irgendwann war er fertig und ich machte ihn auf zum Dampf ablassen. Wieder ein wenig später begann ich das Geschirr auszuräumen. Wo sie plötzlich der Eifer packte und sie mir half. Dabei war sie total hektisch, dabei haben wir dort nicht gerade den Stressjob! Und natürlich kam gerade da unser Chef dazu. Sie meinte dann auch zu ihm „Gleich kannst du her“ und riss damit die Arbeit irgendwie an sich… Ich wurde zur Hilfskraft degradiert. Was mir aber egal ist. Bei uns ist Teamwork wichtig. Ob ich jetzt die Initiative ergriffen habe oder nur geholfen habe, ist total egal. Doch nicht für sie. Wie gesagt sie ist ein wenig wichtig. Was zum Problem werden könnte. Weiterlesen

Energielos

Ich bin so fertig! Körperlich und emotional ausgelaugt. Es war mal wieder eine extrem lange Woche. Im Büro nervt mich Margit. Das Projekt fordert täglich neuen Input und die 100. Überarbeitung von allem Möglichen. Dazu kommen die monatliche hormonelle Herausforderung und auch die emotionale Auseinandersetzung mit mir als Führungskraft und meinen Mitarbeitern hat nicht gefehlt.

Dabei hat die Woche gut angefangen. Montags ging ich früher und war trainieren. Schön austoben, Infrarot und dann ein leckeres Abendessen. Dienstag und Mittwoch war geprägt von diversen Besprechungen. Am Donnerstag lernte ich meine neue Gyn kennen. Nach 25 Jahren habe ich jetzt nämlich wirklich gewechselt. Bei meinem „alten“ Arzt gab es leider, egal zu welcher Zeit man einen Termin hatte, immer mindestens eineinhalb Stunden Wartezeit. Dafür musste ich mich aber erstmal eine Stunde durch Wien stauen, dann dort ewig warten – während das Auto in der Kurzparkzone stand – um sich danach wieder durch ganz Wien nach Hause zu stauen. Weiterlesen

Kein Happy End

Ach Mensch. Jetzt nervt es aber wirklich. Da habe ich mein Auto eine Woche bei meinem Mechaniker und es macht keine Macken. Bekommt neue Filter und Zündkerzen. Wird rundum verwöhnt und gewartet. Und kaum habe ich es wieder, zickt es wieder!

An meinem letzten Urlaubstag habe ich es abgeholt. Angefangen hat der Tag nicht besonders gut. Bereits am Montagabend kam das Kopfweh zurück. Also bin ich zeitig ins Bett und habe fast 10 Stunden geschlafen. Aufgewacht bin ich aber mit Kopfschmerzen. Ich musste aber sowieso raus, da ich ja mein Auto holen wollte. Also habe ich beschlossen auch mein Training durchzuziehen. Da ich beim Putzen in den Tagen zuvor bei manchen Bewegungen schon wieder merkte wie der Rücken schmerzt. Weiterlesen

Nimm´s leicht!

Tja leichter gesagt als getan. Ich weiß, dass „positives Denken“ von einem selbst ausgehen muss. Man kann jede Situation entweder grundsätzlich positiv oder negativ sehen. Früher war bei mir das Glas immer zu dreiviertel leer. Heute ist es normalerweise fast voll. Doch wenn ich mich übernehme und an die Grenzen meiner Kraftreserven komme, dann wird jede Kleinigkeit mühsam. Dann kann ich nicht mehr positiv denken. Ich weiß das. Und ich weiß auch, dass ich mich als erstes um meine Kraftreserven kümmern muss und danach erst den nächsten Schritt angehen kann.

Wenn ich aber gerade dabei bin, meine Kraftreserven wieder aufzuladen und dazu in den Urlaub gehe und mich dann ein Arbeitskollege mit dienstlichem in meinem Urlaub nerven will und dann noch zu mir meint „Na man kann auch alles negativ sehen“ dann kann es schon mal passieren, dass ich extrem ungehalten werde! Er ist jetzt übrigens auch von der Liste derjenigen gestrichen, bei denen ich in meinem Urlaub abhebe! Wohl gemerkt auf meinem privaten Handy. Das Diensthandy ist schon lange aus. Weiterlesen