Gute Laune Stopper

Jetzt ist mir schon zum zweiten Mal heuer passiert dass mich jemand abrupt aus einem Gute-Laune-Hoch rausgerissen hat.

Das erste Mal virtuell, als ich auf meiner Kur war, jetzt ist es mir persönlich passiert. Und ich kann sagen, beides ist gleich Kacke!

Als ich vom Assessment retour kam, war ich total gut drauf. Ich hatte die Testung problemlos absolviert und war wirklich voll gut drauf! Am Nachmittag hatte ich dann ein Treffen mit einer Freundin im Eisgeschäft geplant. War offenbar ein echt guter Tag! Weiterlesen

Ja, nein, weiß nicht

Man das nervt total. Ich versuche echt vernünftig zu bleiben bei der Jobsuche, aber manchmal würde ich mich am liebsten ins Bett legen und warten bis sich alles geklärt hat!

Montag: Der Abteilungsleiter von Job Priorität 1 ruft meinen jetzigen Abteilungsleiter an. Der kann sich gar nicht mehr wirklich erinnern, dass ich ihm von dem Job erzählt habe und meint er müsse erst noch bei mir nachfragen ob ich das jetzt wirklich will, obwohl der Abteilungsleiter Priorität 1 ihm sagt, dass ich ihnen zugesagt habe. Mein jetziger Abteilungsleiter ruft mich an und fragt mich warum ich ihm davon nicht erzählt hatte. Naja, vielleicht weil er in der Woche davor nicht da war und wir am Montag vor dem Gespräch zwei Termine hatten, wo ich auch nicht mit ihm sprechen konnte….Das hat ihn dann besänftigt. Weiterlesen

Voll ausnutzen

Ich bin ein Zahlenmensch. Habe eine kaufmännische Ausbildung. Mache Dinge gerne effizient. Und wurde von zwei Sparmeistern erzogen.

Das alles kombiniert, führte dazu dass ich versuche Investitionen auch bestmöglich zu nutzen. Wobei bestmöglich bedeutet, so viel wie möglich für mein Geld zu bekommen. Doch das hat auch eine Schattenseite. Wenn man nämlich etwas nur tut, weil man ja dafür bezahlt hat….

Ich wundere mich immer über Menschen die nicht alles nutzen wofür sie bezahlen. Zum Beispiel einige meiner Nachbarn sieht man nie am See, manche nur äußerst selten. Was ich bis vor kurzem nicht verstehen konnte. Schließlich zahlen sie dafür genauso wie ich….

Als ich noch ein Kind war, hatten meine Großeltern einen Wohnwagen Standplatz an einem See. Dafür zahlten sie jährlich einen – nicht unbeträchtlichen – Betrag Miete. Natürlich wurde der Standplatz exzessiv genutzt von uns. Im Sommer waren wir fast durchgehend zwei Monate dort. Doch auch im Frühjahr und Herbst fuhren wir regelmäßig am Wochenden die eineinhalb Stunden – in eine Richtung – um nach dem rechten zu sehen, die Blumen zu gießen und den Platz zu „nutzen“. Für mich war das als Kind total schön. Als Jugendliche kippte das ganze aber. Es war nicht mehr schön, dauern am Campingplatz zu leben. Es nervte mich. Die ständige Fahrerei nervte. Ich wollte nicht hin, aber wir fuhren trotzdem. Das viele Geld sollte ja genutzt werden! Ich habe übrigens mittlerweile überhaupt nichts mehr am Hut mit Camping. Weiterlesen

Erleichternde Absage

Ich bekomme ja einen neuen Amtstitel. Bei einer großen Beförderungsfeier von unserem Minister – bitte fragt mich nicht wer das in zwei Wochen sein wird!

Als die Einladung kam, waren alle aus dem Häuschen. So toll. So schön. So….

Bei der Feier gibt es eine strenge Kleiderordnung. Männer in dunklem Anzug mit Krawatte und Frauen dem Anlass entsprechend. Aha. Na das hilft mir jetzt ungemein…. Weiterlesen

Einzelgänger

Ich bin in meinem Alltag sehr oft alleine unterwegs. Vor ca. 10 Jahren habe ich damit begonnen. Zuvor hatte ich immer gewartet dass jemand etwas mit mir macht, bis es mir zu blöd wurde. Es gab Dinge die ich machen wollte und niemand wollte mitkommen, also begann ich Dinge alleine zu tun. Anfangs war das etwas unangenehm, doch mit der Zeit lernte ich die Unabhängigkeit schätzen. Ich tat einfach wonach mir war. Jetzt sofort oder in ein paar Stunden.

Was ich anfangs gar nicht konnte war mich alleine in ein Lokal setzen und was trinken. Da kam ich mir extrem doof vor. Doch das ist auch schon lange vorbei…Und nachdem ich mir angewöhnt hatte Dinge alleine zu tun, kamen immer wieder Menschen die etwas mit mir unternehmen wollten. Nichts desto trotz liebe ich es mittlerweile in meinem Tempo und nach Lust und Laune etwas zu unternehmen. Nicht dass ich es nicht auch mit anderen kann, ich mag nur nicht IMMER. Weiterlesen

Zwischenuntersuchung und Alkohol

Nach eineinhalb Wochen musste ich zur Zwischenuntersuchung zur Ärztin. Davor kam aber noch die Stunde der Wahrheit. Als Vorbereitung der Untersuchung mussten wir unseren Blutdruck messen und uns abwiegen. Und ich hatte ein wenig Bammel vor der Waage. Ich wollte unbedingt abnehmen und hatte mich auch strikt an die Reduktionskost gehalten. Hatte mich viel bewegt und hätte eigentlich abnehmen müssen. Also rein rechnerisch. Wenn man mehrmals über 3000 Kalorien verbraucht und immer nur 1400 aufnimmt, sollte da schon was runtergegangen sein. Trotzdem hatte ich Angst davor mich draufzustellen. Ich vertraute mir und meinem Körper nicht wirklich…..

Dabei war meine Angst total unbegründet. Minus 2,6 Kilo in eineinhalb Wochen. Eine starke Leistung und der Beweis dass es schon geht, wenn ich mich ein wenig bemühe. Zu Hause hatte ich das im letzten halben Jahr einfach nicht hinbekommen. Ich muss sagen ich freute mich total und war den restlichen Tag enorm gut drauf! Weiterlesen

Umfangreiches Wissen

Eines meiner Lebensthemen. Als Kind wurde mein Wissen von meinen Großeltern vorgegeben. Was sie meinten dass ich wissen muss, sagten sie mir. Was sie befanden dass ich nicht wissen muss, verschwiegen sie mir. So weit, so normal. Als ich älter wurde, lernte ich dass Kinder ganz schön nerven können mit ihren Fragen. Was mich total irritierte. Vor allem die Reaktion der Eltern. Die nahmen das nämlich als selbstverständlich hin und antworteten. So war das bei mir nicht. Mir wurde das Fragen schon sehr früh abgewöhnt. Kinder haben nicht zu fragen. Die (Groß-)Eltern sagen ihnen was sie wissen müssen, den Rest müssen sie nicht wissen.

Da ich zu Hause nicht fragen durfte, hielt ich mich auch in der Schule mit Fragen zurück. Ich lernte durch beobachten. Ich hielt mich zurück, blieb stumm und beobachtete. Wie Leute miteinander redeten, was sie wie taten, etc. Weiterlesen