Gute Menschen

Seit der Flüchtlingskrise 2015 ist das Wort „Gutmensch“ bei uns ein Schimpfwort. Was ich total wiedersinnig finde. Wie kann es ein Schimpfwort sein ein guter Mensch zu sein?

Ich war damals nicht an vorderster Front – oder an irgendeiner Front. Ich engagierte mich nicht, verfolgte aber was da passierte. Und im Herzen war ich auf der Seite der Helfer. Im Herzen war ich also ein Gutmensch, auch wenn ich nichts dafür tat. Und dann war es plötzlich etwas schlechtes Menschen zu helfen. Ja, es lief damals vieles schief. Leute wurden nicht registriert, der Menschenstrom war unkontrolliert und so sollte es wirklich nicht sein. Ich kann trotzdem nichts verwerfliches daran finden, dass man frierenden und hungernden Menschen hilft. Weiterlesen

Telefonat mit der Vergangenheit

Vor ein paar Tagen ist mir etwas witziges passiert. Ich habe mit einem fremden Mann telefoniert, den ich auf einer Singleseite kennen gelernt habe. Eigentlich finde ich das unnötig, aber er bestand darauf. Er telefoniere immer bevor er sich real treffen würde. Ihm gebe das sehr viel. Mir gibt das gar nichts. Die gänzlich Ungeeigneten kann ich mit dem Schreiben aussortieren und den Rest finde ich nur bei einem echten Treffen heraus.

Doch ich war bereit meine Wohlfühlzone zu verlassen. Letztens habe ich einen Spruch gelesen „Dein Leben beginnt dort, wo deine Wohlfühlzone endet.“ Das fand ich richtig gut. Und so wagte ich einen Anruf.

Und er ist in etwa dort, wo ich vor fünf Jahren war. Weiterlesen

Alles auf Anfang?

Nicht wirklich. Aber manchmal fühlt es sich so an….

Nach dem süßen Typen habe ich ja begonnen an mir zu arbeiten. Mein Weg zum Glück ist ja gepflastert von Steinen, Herausforderungen, Selbstreflektion, Erkenntnissen, Arbeit mit dem Unterbewussten, Ursachenforschung und Schritt für Schritt wachsen und stärker werden. Ich will es ja gar nicht verallgemeinern, aber ich denke, ich bin damit nicht die Einzige….

Manchmal ist diese Arbeit mit sich selbst bereichernd, oftmals aber auch einfach nur mühsam. Manchmal wäre ich ganz gern eine Dumpfbacke. Die einfach naiv und glücklich durchs Leben stolpert und in ihrer heilen Welt einfach glücklich ist… Bin ich nur so gar nicht. Ich denke über vieles nach. Über mich selbst, meine Mitmenschen, die Welt, den Sinn des Lebens…. Weiterlesen

Vertrauen

Duden: Vertrauen zu jemandem, etwas haben; jemandem, einer Sache Glauben schenken; nichts Böses hinter jemandem, etwas vermuten

• den Mut haben, die Stirn haben, sich erlauben, sich getrauen, riskieren, sich unterstehen,wagen; (gehoben) sich erdreisten, sich erkühnen, sich unterfangen, sich vermessen; (umgangssprachlich) die Courage haben, sich herausnehmen; (gehoben abwertend) sich nicht entblöden

• arglos sein, nichts Böses vermuten, sich verlassen auf, vertrauen, Vertrauen entgegenbringen/haben; (gehoben) Glauben schenken

Und so stehen schon im Duden die beiden Seiten der Vertrauens-Medaille. Zum einen Mut haben, zum anderen naiv sein….

Wenn ich also jemanden vertraue, dann bin ich entweder naiv oder mutig. Wenn ich aber jemand nicht vertraue, weil ich nicht naiv wirken will, bin ich wohl eher blöd. Oder einfach nur feig.

Bin ich eigentlich mutig?

© Libellchen, 2016

Beziehung Nr. 18 – Marie Anhofer

Marie hatte mir ja zwei Bücher geschickt. Über Rabenvieh habe ich ja schon geschrieben. Dank des schönen Wetters und meinem Urlaub komme ich ja zurzeit mehr zum Lesen und deshalb bin ich auch schon mit Beziehung Nr. 18 fertig.

Irgendwie hatte ich etwas Anderes erwartet als dann kam. Und wie die Autorin in ihrem Nachwort bereits vermutet habe ich oftmals den Kopf geschüttelt und mich gefragt, wie naiv man eigentlich sein kann! Aber gleich vorweg, ich mag lernfähige Menschen und wenn man bis zum Ende liest merkt man, dass sie sich sehr wohl bewusst ist, was sie alles „falsch“ gemacht hatte. Wobei sie per se, gar nichts falsch gemacht hat. Sie hat das getan was wir alle tun. Sie hat aufgrund ihrer Erziehung und Erfahrungen getan, was sie dachte das sie tun sollte. Dass sie sich dabei selbst verloren hat, ist ja auch etwas was ich in meinen Beziehungen immer mal wieder selbst gebracht habe! Weiterlesen

(Un-)Wahrheit – Lebensthema

Ach Gott, es kommt einfach immer und immer wieder. Die erste aufgedeckte Unwahrheit an die ich mich erinnere, kam natürlich von meiner Großmutter. Natürlich deshalb, weil meine Großmutter ihr ganzes Leben, bei so ziemlich allem, gelogen hat. Ich weiß bis heute nicht warum. Hat sie versucht sich zu schützen, weil sie in ihrer grenzenlosen Dummheit, mal wieder etwas verbrochen hatte und versuchte hatte von sich abzulenken? Glaubte sie den ganzen Mist wirklich den sie erzählte? War sie naiv? Dumm? Hinterhältig? Alles zusammen? Wie gesagt, keine Ahnung. Aber ich weiß noch wann ich begann nachzudenken. Weiterlesen

Unbürokratisch

Ich freue mich immer wieder, wenn ich das tue was ich denke und dafür das bekomme, was ich erwarte. Die Zeiten wo ich mich verunsichern lies, von den Zweiflern dieser Welt, sind endlich vorbei. Lange genug gedauert hatte es ja. Was ich alles hätte er erreichen können, wenn ich auf mich selbst gehört hätte in den ersten 35 Jahren meines Lebens! Aber egal. Ich habe es gelernt. Früh genug. Und jetzt genieße ich immer öfter die Früchte meines Bauchgefühls!! Weiterlesen