Abstand

Gestern war mir nicht nach viel. Ich wollte keine Nachrichten lesen. Keine Diskussionen auf Facebook von Menschen lesen, die nur streiten wollen und kein Interesse an anderen Standpunkten haben. Ich wollte einfach nichts von der Welt und den Menschen wissen.

Gott sei Dank war das Wetter schlecht. Da kann man sich eingraben ohne dass sich jemand etwas denkt. Man braucht keine Fragen beantworten, die man nicht beantworten könnte. Ich wusste nicht konkret wo es herkam. Natürlich war das Begräbnis „mit Schuld“. Die Stimmung, die Vergänglichkeit des Seins, grundsätzliche Überlegungen zur Familie, zu meiner im Besonderen.

Das brauchte Zeit um es wieder loszuwerden. Gestern fühlte ich mich einfach nur müde und gönnte mir einen Tag Auszeit. Am Vormittag kümmerte ich mich ein wenig um meinen Haushalt. Dabei war mein Gehirn immer noch beim Thema. Weiterlesen

Der nächste Bitte

Nach unserem Sekt schlürfen am Freitagnacht, bis Samstag früh, schlief ich recht gut. Mehr wie sieben Stunden waren es aber nicht. Dann gab es erst mal ein Frühstück zu Mittag und mein Magen signalisierte mir „Alles klar, mir ist heute nicht flau!“ Ich war also relativ fit, ein wenig müde, aber sonst alles gut. Ich fuhr nach Hause, gönnte mir eine Badewanne und dann ging es auch schon in den ehrenamtlichen Einsatz.

Ich fuhr ein wenig früher rüber, da sie bei der Aufbereitung unterbesetzt waren. Und natürlich warteten die Menschenmassen bereits vor der Tür. Bis jetzt machten wir um 19 Uhr auf und ab 12 Uhr wurden wir von der Kundschaft bereits belagert. Bei unserem Teammeeting hatten wir beschlossen die Öffnungszeiten auf 17 Uhr 30 vorzuverlegen. Wir hatten schon Routine und waren mit der Aufbereitung schneller geworden. Und so konnten wir auch früher aufmachen. Wir hatten aber auch festgelegt nicht noch früher aufzumachen! Weiterlesen

Energieschub

Am Samstag war mein zweiter ehrenamtlicher Einsatz. Ich war nicht mehr ganz so nervös wie beim ersten Mal, aber Routine ist das ganze auch noch nicht. Das Team war diesmal ein wenig anders als beim letzten Mal und ich hatte eine neue Aufgabe. Beim letzten Mal war ich bei der Registrierung, diesmal bei der Ausgabe. Die Ausgabe ist auf jeden Fall die dankbarere Aufgabe!

Aber fangen wir mal mit dem aufraffen an. Ich war schon die ganze Woche ur müde. Ging fast immer vor 22 Uhr schlafen, weil ich kaum die Augen offen halten konnte. Eine Krankheit lag nicht ganz ausserhalb der Möglichkeiten. Auch am Freitag lag ich bereits vor 22 Uhr im Bett und schlief acht Stunden durch. Doch auch eine andere Möglichkeit gab es für meine Schlappheit. Ich hatte die Pille umgestellt und sollte jetzt eigentlich keine Periode mehr haben. Dass ist aber meinem Körper egal… Am Freitag hatte ich den ganzen Tag Bauchkrämpfe und auch Blutungen, obwohl ich die nicht mehr haben sollte. Nach der Umstellung lag das allerdings im Bereich des möglichen. Der Blutverlust könnte natürlich auch Schuld an meiner Schlappheit sein! Was ich an dieser Stelle positiv erwähnen sollte, seit der Umstellung der Pille hatte ich keine Migräne mehr! Juhu!!!! Weiterlesen

Die Welt macht mich müde

Vielleicht liegt es auch einfach nur daran dass es jetzt wirklich Winter wird – die Jahreszeit die ich persönlich gar nicht brauche. Doch ich glaube es ist mehr. Das heurige Jahr war lange und sehr herausfordernd. Dienstlich lief eigentlich alles glatt, doch persönlich wurde ich heuer enorm gefordert. Und zwar auf eine neue Art. Liebeskummer und Kummer wegen der Familie kenne ich schon seit Jahrzehnten, damit kann ich mittlerweile ganz gut umgehen. Von Männern halte ich mich mittlerweile sowieso fern und wenn mich ein Familienmitglied mal wieder enttäuscht – und mir zeigt dass ich im Zweifelsfall, mich wirklich nur auf mich selber verlassen sollte – dann tut das zwar weh, ist aber kein neuer Schmerz. Und wenn ich ehrlich bin, will mir ja niemand absichtlich was tun, manchmal wird mir halt nur immer wieder vor den Latz geknallt, dass ich mich nicht so auf mein Umfeld verlassen kann, wie es andere Menschen von ihrer Familie gewohnt sind. Ist also eigentlich mein Problem dass ich mir da immer wieder mehr erwarte…. Mit vierzig Jahren sollte ich es wirklich schon wissen!

Erwartungen sind sowieso so ein Thema. Ganz ausschalten kann man sie nicht, doch damit setzt man sein Umfeld auch immer wieder unter Druck. Ich wurde ja dazu erzogen die Erwartungen anderer zu erfüllen. Was ich erst mit über 30 Jahren gelernt habe war, meine eigenen Erwartungen zu erfüllen! Ich muss sagen, meine Erwartungen erfülle ich, die meiner Mitmenschen offenbar nicht immer. Weiterlesen

Egoismus – eine Gratwanderung

Ich mag keine Egoisten! Ich sollte mehr Egoist sein!

Manche Menschen gehen total egoistisch durchs Leben…. Sie wollen das jetzt, also haben sich alle anderen danach zu richten…

Ich bin in gewisser Weise auch ein Egoist. Mittlerweile. Ich kenne meine Grenzen und darüber lasse ich mich nur mehr selten und ungern treiben. Doch bis zu dieser Grenze bin ich total pflegeleicht! Mir ist es egal ob wir rechts oder links gehen. Mir ist es egal ob wir gehen oder fahren. Ausser natürlich, ich bin müde und fertig. Dann mag ich lieber fahren als gehen…. Ich finde mir so ziemlich in jedem Lokal etwas zu essen, ausser in einem reine Sushi-Lokal – was es ja selten gibt, meistens haben sie ja auch Reisgerichte! Weiterlesen

Absage

Manchmal ist eine Absage einfach nur befreiend!

Für gestern war ein Blind-Date „geplant“. Er wollte sich treffen, doch meine vorgeschlagenen Termine am Montag oder Donnerstag ging bei ihm nicht. Wochenende wäre ihm lieber. Mir zwar nicht, aber ich lies mich breitschlagen.

Jetzt ist es nur so, dass ich Freitagabend normalerweise einfach nur geplättet bin. Da habe ich schon die Arbeitswoche hinter mir, bin fünfmal zwischen halb sechs und sechs aufgestanden und war schon das eine oder andere Mal trainieren. Zusätzlich hatte ich diese Woche noch die Geburtstagsfeier am Mittwoch. Weiterlesen

Quality Time

Ich habe ja bereits darüber geschrieben, dass ich mich immer erst zu Hause in meiner Freizeit angekommen fühle. Training nach der Arbeit wird dadurch zu einer Pflichtübung – dass noch durchziehen und dann hast du frei – und private Termine am Wochenende kürzen vermeintlich mein Freizeitgefühl. Ich habe da noch ein wenig darüber nachgedacht und mir ist aufgefallen, dass auch dieses empfinden im Winter stärker ausgeprägt ist, als im Sommer. Doch dort habe ich es schon auch! Nur nicht so stark.

Als ich am Samstagvormittag trainieren war, habe ich da ein wenig darüber philosophiert – was macht man sonst am Stepper – und da fiel mir der Begriff  „Quality Time“ ein. Das zu Hause entspannen und herumkugeln ist „Chill Time“, Training, Veranstaltungen, Ausflüge, etc. sind ab sofort Quality Time! Ich habe dann zwar versucht eine genaue Zuordnung zu treffen, das ist aber gar nicht so einfach.. Weiterlesen