Fair bleiben

Ich glaube immer an das beste im Menschen – bis die Person mich das erste Mal vom Gegenteil überzeugt – andere Menschen habe da eine andere Herangehensweise. Nicht immer liege ich richtig, aber wenn, dann freue ich mich umso mehr!

Als ich auf Kur war, gab es bei einer Nachbarabteilung eine Besprechung wo es um mögliche Arbeitsplätze ging. Da ich nicht da war, krallte sich jemand anderer einen Arbeitsplatz, der möglicherweise auch etwas für mich wäre. Tja, Pech gehabt. Er wird seitdem auch darauf eingeschult. Weiterlesen

Zwischenstopp

Dieser Beitrag wurde von mir vor dem 18. Mai 2019 erstellt. Das Thema Jobsuche hat sich also wahrscheinlich bereits überholt, aber das wusste ich vor einer Woche noch nicht….

Manchmal stelle ich mir die Frage nach dem Sinn meines Zwischenstopps in meiner jetzigen Dienststelle. Zwischenstopp deshalb, weil wir ja aufgelöst werden und ich wieder von vorne anfangen muss. Was also hat mir das gebracht? Offenbar keinen Zielflughafen! Natürlich werde ich den Sinn eher erst in ein paar Jahren erkennen. Im Rückblick liegen solche Etappen eigentlich klar auf der Hand, während man drinnen steckt, ist das ungleich schwerer zu erkennen.

Natürlich war es gut, dass ich dort weggekommen bin und nicht ins Burnout geschlittert bin. Ich hätte aber auch einen Arbeitsplatz finden können, wo ich jetzt nicht aufgelöst werde…Wie auch alle anderen die sich abgeseilt haben. Bei mir lief es mal wieder nicht glatt. Früher habe ich deshalb immer mit dem Schicksal gehadert, bis mir mein Papa mal sagte „Bei uns funktioniert selten was auf Anhieb, aber dafür ist das Endergebnis immer zu unserem Vorteil.“ Das hat mich ein wenig mit meinem Schicksal versöhnt. Weiterlesen

Gute Menschen

Seit der Flüchtlingskrise 2015 ist das Wort „Gutmensch“ bei uns ein Schimpfwort. Was ich total wiedersinnig finde. Wie kann es ein Schimpfwort sein ein guter Mensch zu sein?

Ich war damals nicht an vorderster Front – oder an irgendeiner Front. Ich engagierte mich nicht, verfolgte aber was da passierte. Und im Herzen war ich auf der Seite der Helfer. Im Herzen war ich also ein Gutmensch, auch wenn ich nichts dafür tat. Und dann war es plötzlich etwas schlechtes Menschen zu helfen. Ja, es lief damals vieles schief. Leute wurden nicht registriert, der Menschenstrom war unkontrolliert und so sollte es wirklich nicht sein. Ich kann trotzdem nichts verwerfliches daran finden, dass man frierenden und hungernden Menschen hilft. Weiterlesen

Marc Elsberg – Helix

Endlich mal wieder ein Buchende welches einem die Nackenhaare aufstellt! Vor allem weil es realistisch erscheint…. Also wenn der Inhalt des Buches so oder so ähnlich kommt, ist der Schluss sehr realistisch!

Worum geht´s? Marc Elsberg kenne ich ja jetzt schon ein wenig und für mich ist er immer mehr der „neue“ Georg Orwell. Er nimmt Fakten die bereits Realität sind, nimmt Forschungen im Anfangsstadium, vermischt das ganze, gibt noch eine Prise „Überspitzung“ dazu und kreiert somit spannenden, aber auch gruseligen Lesestoff.

In Helix geht es um Genmanipulation. Bei Mais, Baumwolle, Ziegen und Menschen. Die Crisp-Schere kommt im Buch genauso zum Einsatz wie ein maßgeschneidertes Killervirus. Und auch genmanipulierte Wunschbabies. Weiterlesen

Wortklauberei

Ich gestehe ich bin eine Wortklauberin. Oder besser gesagt, ich höre zu wenn jemand etwas sagt und gehe dann erstmal davon aus, dass er oder sie es auch genau so meint. Alternativ dazu lese ich auch was andere schreiben und gehe davon aus, dass sie das dann auch so meinen. Sogar noch mehr als wenn sie es „nur“ sagen. Wenn man sich sogar die Mühe macht etwas aufzuschreiben, sollte man vielleicht vorher darüber nachgedacht haben…. Je älter ich werde, desto mehr Menschen kommen mir unter die das Gegenteil leben…. Einfach mal irgendwas sagen. Mehr oder weniger richtig. Mehr oder weniger vollständig. Und sich dann wundern wenn ich hinterfrage wie es denn jetzt genau gemeint ist….

Ich hatte mit Krimhilde einen gemeinsamen Auftrag geerbt. Wir sollten bei einer Besprechung gemeinsam Protokoll schreiben. Da man ja schlecht gemeinsam mitschreiben kann, hat jede für sich ihren Part mitgeschrieben. So weit so klar.

Ich fragte dann am Freitag Krimhilde, wie wir denn jetzt weiter machen wollen. Ob wir uns am Montag zusammen setzen wollen um unsere Mitschriften abzugleichen. Ihre Antwort:

„Machen sie sich keinen Kopf, ich habe sowieso jedes Wort mitgeschrieben.“ Weiterlesen

Ist mir egal…. Mimimi!!!!

Angst einzugestehen ist offenbar wirklich schwer für uns Menschen. Lieber tun wir so, als wären wir voll cool und hätten keine Angst.

Als ich neu war in meiner neuen Dienststelle und das erste Mal die Verlängerung meiner Dienstzuteilung anstand, hatte ich ein wenig Angst. Wäre ich nicht verlängert worden, hätte ich zurück gemusst. Und das wollte ich nicht. Deshalb hatte ich Angst. Damals erklärten mir alle „Brauchst keine Angst haben, das wird schon!“ Tja, sie hatten Recht, es wurde. Die Angst war aber schon auch verständlich meiner Meinung nach. Mit jeder Verlängerung wurde ich aber ruhiger. Ich lernte wie der Hase läuft und fand meine Gelassenheit. Weiterlesen

Abgespeichert

Im Laufe des Lebens lernen wir – hoffentlich – was uns guttut. Und wenn wir das herausgefunden haben, dann bleiben wir dabei. Wir kreieren unseren Alltag damit. Wem die Sauna guttut, geht regelmäßig dorthin. Oder massieren. Oder ins Kino. Oder in die Disco…..

Es gibt aber auch Dinge die tun einem in einer gewissen Lebensphase gut, doch nicht unbedingt dauerhaft. Wenn es mir richtig schlecht geht, meine Seele schmerzt, dann will ich alleine sein. Will zu Hause auf der Couch meinen Tränen freien Lauf lassen. Will mich in aller Ruhe wieder zusammenklauben und keine Kraft darauf verwenden müssen „zu funktionieren“. Wenn ich keine Kraft mehr habe, brauche ich keine Menschen. Dann brauche ich Sonne, ein gutes Buch, Schlaf, eine spannende Serie, einen Waldspaziergang,… Menschen fordern mich dann eher, auch wenn sie das nicht tun. „Ich bin für dich da“ ist schön, aber nicht das was ich brauche wenn ich ganz am Boden bin. Da brauche ich einfach meine Ruhe. Weiterlesen