Das Aschenputtel-Prinzip – Saam Faradji

Ich hab angefangen meinen Bücherlesestapel „abzuarbeiten“. Die ca. 8.000 Seiten „Das Lied von Eis und Feuer“ ist erledigt, jetzt kommt wieder ein wenig Abwechslung auf mich zu!

Angefangen mit einem Ratgeber zum Thema Selbstliebe und Lebensfreude. Vieles darin kannte ich schon, manches lebe ich sogar! Doch wie immer, habe ich auch darin etwas gefunden was ich ausprobieren will. Und etwas dass ich schon lange weiß, aber nie wirklich gelebt habe, werde ich jetzt auch mal angehen. Mein Kollege wird sich freuen, der ist diesbezüglich auch immer sehr streng mit mir!

Endlich umsetzen: Wenn mir ein Blödsinn passiert oder ich etwas übersehe, habe ich keine Hemmungen mich selbst zu schimpfen „Man bin ich blöd!“ Ich meine das nicht so, fühle mich auch gar nicht schlecht dabei, doch man sollte es halt nicht tun. Sprache schafft Realität! Irgendwo wird die negative Haltung zu einem selbst doch gespeichert und in einem anderen Fall suche ich dann vielleicht die Schuld bei mir „Weil ich halt so blöd bin“. Weiterlesen

Der Mann der mich vor schlimmeren bewahrt….

Als ich am Montag so mit Migräne darniederlag, hätte ich extrem gern jemand gehabt, der mich einfach in den Arm nimmt. Natürlich war da niemand. Ist ja wirklich auch selten jemand da. Ein Mangel den ich schon seit der Kindheit mitschleppe. Mir geht es nicht oft wirklich schlecht, doch wenn, dann brauche ich nicht viel. Eine Umarmung wäre dann aber der Hit. Ich habe dann das Gefühl, gerne in den Arm genommen zu werden, die ganze Woche mit rumgeschleppt.

Und wenn ich so einer Stimmung bin und irgendein Idiot läuft mir über den Weg und deutet nur an, dass er mir möglicherweise geben könnte, was ich brauche, dann bin ich echt versucht alles Wissen in meinem Kopf über Bord zu werfen und mich auf einen bedeutungslosen und unbefriedigenden – weil bedeutungslos – One-Night-Stand einzulassen. Gott sei Dank bin ich nicht oft in dieser Stimmung und unterwegs. Früher war das anders. Da lebte ich diesbezüglich gefährlicher…. Weiterlesen

(Un-) Zuverlässig – Lebensthema

Das wohl größte Thema meines Lebens. Mit unzuverlässigen Menschen kann ich einfach nicht umgehen. Und ich kann mich über sie sogar mehr ärgern, als über lügende Menschen. Wahrscheinlich weil ich selbst hin und wieder zu Notlügen greifen, aber noch nie in meinem Leben unzuverlässig war. Ich bin die Zuverlässigkeit in Person. Das bin ich. In meinem tiefsten Inneren.

Ich kann mir einfach nicht vorstellen, jemanden zu versetzen. Eine Aufgabe nicht zu erledigen. Einen Termin zu versäumen. Dabei werde ich mit den Jahren ein wenig entspannter. Früher kam ich immer eine Viertelstunde vor einem vereinbarten Termin an. Mittlerweile bin ich einfach nur pünktlich. Ich habe nicht mehr so viel Zeitpolster. Ich bin es einfach leid, mein Leben lang immer auf andere warten zu müssen. Weiterlesen

(Nach-)Denken

Letztens gab es da von mir einen Blogbeitrag über zuerst reden, dann denken. Und dieser Blogbeitrag führte zu einigen Kommentaren, die mich wiederum zum Nachdenken brachten. Ja so bin ich. Wenn mir jemand etwas sagt/schreibt, denke ich darüber nach. Das macht mir keine Mühe, das geschieht automatisch. Mein Kopf ist den ganzen Tag am arbeiten. Den muss ich nicht ein- und ausschalten. Und er ist auch sehr schnell. Ich kann denken bevor ich rede, aber auch währenddessen. In spannenden Diskussionen kann ich während des Sprechens umdenken, wenn ein Argument einen Gedankengang anstößt. Für mich ist das nichts besonderes, so bin ich.

Natürlich weiß ich dass dies nicht jeder kann – auch wenn ich einige Menschen kenne, die da genauso ticken und mit denen ich spannende Gespräche führen kann. Wobei ich das eigentlich nie voraussetze – also schnell denken. Thomas ist zum Beispiel jemand, der über gesagtes in Ruhe nachdenkt und dann antwortet. Da warte ich auch brav bis er mit seinem Gedankengang fertig ist und mir seine Antwort gibt – damit habe ich überhaupt kein Problem. Womit ich allerdings schon meine Probleme habe ist, wenn Menschen nicht denken. Weder vorher, noch währenddessen, ja noch nicht mal nachher. Weiterlesen

Postbeschwerde

Ja ich hab es wieder getan. Ich habe meine Harmoniesucht überwunden und mich beschwert. Wobei ich wahrscheinlich sowieso viel zu nett war. Andererseits der wo ich mich beschwerte kann ja nichts dafür!

Ich war am Freitag mal wieder in Wiener Neustadt. Zuerst war ich bei meiner Friseurin. Hab mir – ein letztes Mal? – die Haare von ihr machen lassen und ihr einen Stoffhund geschenkt. Danach habe ich mich mit meiner Nachmieterin getroffen, die nicht nur meine gesamt Post mithatte sondern auch – endlich! – die Julimiete. Bei der Übergabe hatte sie das Geld nicht mitgehabt und ich war mir nicht sicher gewesen, ob ich das Geld wirklich sehe. Allerdings habe ich auch niemanden davon erzählt, da ich vermeiden wollte, dass mich die Menschen in meiner Angst bestärken. Ich habe die letzten Wochen also versucht, so positiv als möglich an das Treffen ranzugehen. Und es hat funktioniert. Weiterlesen

Mängelorientiert

Ich muss sagen ich finde es echt toll, wenn Menschen mir sagen, was mich an ihnen stört. So geschehen gestern Morgen. Margit hat mir von ihrem Urlaub erzählt und zwar genauer gesagt von einem Ausflug mit ihren Eltern.

„Ich muss sagen ich habe mir mehr erwartet. Es war zwar alles sehr nett, aber ich habe natürlich sofort die unzähligen Mängel gesehen!“ Und da ging mir ein Licht auf. Genau das stört mich so an ihr. Und genau deswegen sträubt sich in mir alles sie in meine Wohnung einzuladen. Ich befürchte dass sie nur an meiner Wohnung rummäkelt, so wie sie es mit allem anderen auch macht. Und wenn das nicht schon anstrengend genug wäre, erinnert es mich auch noch extrem an meine Großmutter. Weiterlesen

Manchmal geht´s einfach ums Prinzip

Es gibt Menschen die sehe ich und mag ich nicht. Und meistens meide ich diese Menschen dann, doch nicht immer geht das.

Es war einmal ein Fliesenfachverkäufer…

…der merkte sich meinen Namen nicht
…dem musste ich wochenlang nachlaufen, bis ich zu ihm kommen konnte um ihm ein Zusatzgeschäft zu verschaffen
…dem musste ich wochenlang nachlaufen, bis er mir dann das entsprechende Angebot schickte – was allerdings nur eine Kostenkalkulation und kein richtiges Angebot war
….bei dem ich nachfragen musste, wie ich ihm den jetzt den Auftrag erteilen solle und ob ich ihm nicht vielleicht auch eine Anzahlung leisten solle

Ganz ehrlich, hätte ich es mir aussuchen können, hätte ich mit ihm sicher nie ein Geschäft gemacht! Doch die Wahl hatte ich nicht. Ich hatte nur die Wahl zwischen Standard und Wunschfliesen. Ich entschied mich für Wunschfliesen und damit begann der Ärger. Weiterlesen