Lebensträume

Im Moment hinterfrage ich sehr viel und lasse vieles los, was nicht passt oder wichtig ist. Offenbar war da noch sehr viel Prägung aus der Kindheit vorhanden, was mir gar nicht so bewusst war…

Warum war ich eigentlich so fixiert auf eine Beziehung? Weil es das ist, was ich nicht habe? Weil man immer genau das will, was man nicht hat? Oder weil man immer noch bemitleidet wird, wenn man alleine ist…. Vor allem Frauen sind da ja nicht so subtil. Ach du Arme. Wirst schon auch noch einen finden. Vielleicht wollte ich eine Beziehung weil ich diese Sprüche und Blicke leid war? Auch… Weiterlesen

Anteil Opi

So schwer ich mir bei Mama tat, so leicht war Opi! Er war gereist, hatte viel gesehen und erlebt. War Leichtathlet, fuhr bei Rallys mit, war Bergsteiger, auf den höchsten Bergen der Welt unterwegs, kam in Gegenden die damals kaum ein Europäer zu sehen bekam, schoß tolle Fotografien, drehte Filme und war der unzufriedenste Mensch den ich jemals kennen gelernt hatte!

Seine ganzen Erlebnisse waren nichts wert, weil er sie nicht vermarkten konnte. Weil er es nicht schaffte damit reich zu werden. Weil er nicht die Anerkennung bekam die ihm vermeintlich zustand. Als ich ein Kind war saß er stundenlang über seinen Buchentwürfen und überarbeitete sie zum hundersten Mal. Oder er wählte Bilder aus für den Bildband der niemals veröffentlich wurde. Er hatte eine Frau die alles für ihn tat und eine Enkelin die zu ihm hochsah. Doch das reichte nicht. Die ganze Welt sollte seine Leistung anerkennen. Doch die Welt interessierte sich nicht für ihn und er interessierte sich nicht dafür dass er zu Hause zwei Frauen hatte, die zu ihm hoch schauten. Weiterlesen

#metoo

Ich habe „lange“ überlegt mich dazu zu äußern. Wobei nein, eigentlich nicht. Die Frage war eigentlich eher wo….

Twitter habe ich immer noch nicht und auf Facebook dürfte es noch nicht angekommen sein, dann also hier!

Ja, Mädels sagt endlich was los ist! Ich werde mal meine Erfahrungen und meine Meinung kund tun! Weiterlesen

Mitleid

Es ist nicht so als wäre ich nicht empathisch. Und doch, gibt es immer wieder Leute die mich für kalt und gefühllos halten. Weil ich keinen Anteil nehme an ihrem Leid, oder zumindest heuchle….

Wenn Menschen sterben, sträubt sich alles in mir den nächsten Angehörigen „Mein Beileid“ auszusprechen. Ich will nicht bei-/mitleiden. Oftmals wegen Verstorbenen die ich noch nicht mal kannte… Deren Verlust tut mir leid. Ich kann verstehen dass es ihnen nahe geht. Dass es ihnen schlecht geht. Aber ich will nicht MitLeiden! Wen soll das was bringen? Ihnen geht es schlecht und mir auch gleich…. Weiterlesen

Blick hinter die Kulisse

Nach eineinhalb Wochen habe ich schon ein wenig eine Idee von meinen neuen Kollegen bekommen. Und eines weiß ich, mit meinen alten können sie nicht mithalten. Sie haben zwar auch ein paar Eigenheiten – habe ich ja auch – aber nichts womit ich Probleme bekommen werde. Obwohl. Eine Kollegin nervt schon ein wenig. Sie ist zwar sehr nett, aber sie ist auch sehr wichtig! Andererseits ist sie nicht mein Problem sondern wenn, dann das von unserem Chef. Ich habe ja ein arbeitsunabhängiges Aufgabengebiet von ihr. Von daher kann sie sich ruhig wichtig machen neben mir….

Klassisch war der Geschirrspüler letzte Woche. Als ich in der Früh als erste kam und das vorletzte Kaffeehäferl aus dem Kasten nahm, beschloss ich den Geschirrspüler anzuwerfen. Was sie auch durchaus positiv anmerkte. Irgendwann war er fertig und ich machte ihn auf zum Dampf ablassen. Wieder ein wenig später begann ich das Geschirr auszuräumen. Wo sie plötzlich der Eifer packte und sie mir half. Dabei war sie total hektisch, dabei haben wir dort nicht gerade den Stressjob! Und natürlich kam gerade da unser Chef dazu. Sie meinte dann auch zu ihm „Gleich kannst du her“ und riss damit die Arbeit irgendwie an sich… Ich wurde zur Hilfskraft degradiert. Was mir aber egal ist. Bei uns ist Teamwork wichtig. Ob ich jetzt die Initiative ergriffen habe oder nur geholfen habe, ist total egal. Doch nicht für sie. Wie gesagt sie ist ein wenig wichtig. Was zum Problem werden könnte. Weiterlesen

Rückschritt der Frauen?

Ich glaube ich habe es schon mal geschrieben. Je älter ich werde, desto mehr werde ich zur Feministin! Als junges Mädchen habe ich die verknitterten Emanzen verachtet. Lag sicher nicht daran, dass mir das bei meinen Grosseltern eingebläut worden war… Meine Grossmutter hatte nur eine Aufgabe in ihrem Leben. Meinen Grossvater glücklich machen – was eine unmögliche Aufgabe war, da er ein sehr unzufriedener Mensch war. Diese Unmöglichkeit kam ihr allerdings zu Gute, da sie die geborene Märtyrerin war! Und so wurde ich in einem Umfeld gross wo der Mann, noch ein echter Pascha, sich die Hauspatschen von der Frau bringen lies. Und nein, ich meine das nicht im übertragenen Sinn. Ich konnte das mit meinen Augen beobachten und lernen. Wenn Opi´s Zehen kühl waren, ging Omi, holte die Patschen und zog sie ihm an!!!!!

Meine Mutter war da schon mehr emanzipiert. Die ging nämlich Vollzeit arbeiten. Was ihr jetzt aber kein wirkliches Ansehen ihrer Eltern bescherte. Arbeitende Frauen hatten es nur nicht geschafft, den richtigen Mann zu finden…. Wie ich es aus diesem Umfeld schaffen konnte eine „Karrierefrau“ zu werden, ist wohl auch als Akt der Rebellion zu verstehen. Und auch, weil ich nie so enden wollte wie Omi. Dazu brauchte ich aber mein eigenes Geld. Musste auf meinen eigenen Füßen stehen! Weiterlesen

Was bisher geschah – Job

Puh, ein heftiger Brocken was da heuer schon auf mich eingeprasselt ist. Momentan geht es bei unserer Reorganisation um die Besetzung der Arbeitsplätze und die Hackeln fliegen extrem tief zur Zeit. Ich bin mal wieder ein beliebtes Opfer, vor allem für die Personalvertretung. Ich bin ja der wahnwitzigen Ansicht, dass Bundesbedienstete wenigstens ein Mindestmaß an Leistung erbringen sollten, schließlich sollen die Steuergelder nicht verschwendet werden. Das führt natürlich zu Unmut. Genauso wie die Tatsache, dass ich nicht verhehle was ich von unserer Personalvertretung halte. Nicht falsch verstehen, die Institution Personalvertretung finde ich super, nur die bei uns handelnden Personen halt nicht….

Und so haben sie schon vor drei Monaten verlautbart, dass sie alles tun werden um mich zu auf meinem „Wunscharbeitsplatz“ zu verhindern. Dabei wäre der Arbeitsplatz kein Geschenk. Würde ich den Arbeitsplatz bekommen, würde das bedeuten, dass ich mir die nächsten zwei Jahre den A… aufreissen muss um alles so einzurichten dass es richtig läuft – grob geschätzt. Seit drei Monaten wollen sie mich also verhindern. Vor einem Monat wurde der Arbeitsplatz dann mal ausgeschrieben. Und ja, ich habe mich beworben. Für mich eine Selbstverständlichkeit. Ich habe das Ungetüm geplant, jetzt muss ich auch bereit sein es durchzuziehen und zu zeigen dass es auch funktionieren kann. Finanziell würde der Arbeitsplatz bei weitem nicht so viel bringen, wie ich an Mehrarbeit erben würde. Aber nur planen und nicht durchziehen ist halt nicht meine Lebensphilosphie. Weiterlesen