Bereit für Veränderung

Als vor ein paar Monaten die Reform des Ministeriums mal wieder gestoppt worden ist, habe ich beschlossen etwas an der Situation zu verändern. Nachdem ich zweieinhalb Jahre darauf gewartet hatte, dass mein ehemaliger Chef tut was er versprach, nahm ich die Sache selber in die Hand. Gut, ich habe es noch nicht vollständig gelöst, bin aber dabei.

Ich LIEBE den neuen Job! Ich kann TOTAL OFFEN mit meinem Chef und meiner Kollegin reden. Sie TICKEN genau so wie ich! Mein neuer Chef ist noch penibler als ich, was eine echte Leistung ist und mich fordert – aber in gutem Sinne!

Und ich strahle offenbar eine Grundgelassenheit aus, die ich erst in der letzten Dienststelle gelernt habe. Und ich kommuniziere was ich kann. Ich kenne meine Stärken und bin mittlerweile auch so weit – hat eh nur 41 Jahre gedauert – zu sagen „Ja, das kann ich!“ aber auch „Das ist echt nicht meine Kernkompetenz, da solltest schaun das du jemand anderen dafür findest.“ Beides war ein echt langer Weg. Selbstwertgefühl haben und zu kommunizieren ist – für mich – mindestens genauso schwer wie zuzugeben, etwas nicht zu können und vermeintlich das Gegenüber zu enttäuschen! Aber niemand kann alles, also wieso hatte ich so hohe Ansprüche an mich selber? Ist doch Bullshit. Weiterlesen

Kurzer Panikanfall

Am Dienstag gegen 13 Uhr meldete sich der Chef vom Job mit dem guten Bauchgefühl. Ich sag jetzt mal, meine Priorität 1. Er habe gehört ich sei an Bord und war gleich bei seinem Vorgesetzten. Der wird uns voll unterstützen. Als erstes soll diese Woche noch der Antrag auf Dienstzuteilung rausgehen, am besten mit dem Einverständnis meiner alten Dienststelle. Die neue hat ja eigentlich nix zu melden. Wenn die alte Dienststelle zustimmt und auch ich, dann werden sie glaube ich noch nicht mal gefragt. Und wenn, dann hat mein jetziger Abteilungsleiter gegen den Abteilungsleiter Priorität 1 schlechte Karten….. Rein von der Position der Abteilungen in der Hierachie.

Als nächstes würden sie dann das Kabinett an Bord holen – sprich meine Wanderkollegin die mich empfohlen hat. Und als nächstes sollte am Montag die offizielle Ausschreibung raus, mit der kürzestmöglichen Ausschreibungszeit, damit wir das ganze beschleunigen. Natürlich muss ich mich offiziell bewerben und bei einem Mitbewerber das Auswahlverfahren durchlaufen, aber bei denen habe ich wenigstens das Gefühl eine echte Chance zu haben! Weiterlesen

Authentisch

„Am schönsten bist du, wenn du niemandem gefallen willst!“

Das habe ich auf einer Zeitschrift gelesen und das hat etwas in mir ausgelöst. Es hat mit meinem Verhalten meiner Mitmenschen gegenüber zu tun. Egal ob es Freundschaften, Familie oder Beziehungen sind, ich halte mich zurück.

Als erstes dachte ich dabei natürlich an Männer. Schön sein wollte ich ja immer nur für die Männerwelt. „Gefallen wollen“ dass war  das Stichwort, wo etwas tief in mir anfing nachzuhallen. Ich wurde dazu erzogen gefallen zu wollen. Ich war das angepasste Kind, dass sich immer ihrem Umfeld angepasst hat. Weiterlesen

Warum bin ich hier?

Letztens durfte ich an einem Workshop teilnehmen. Mein Bürokollege und unser Chef waren am Tag zuvor bei einer Einweisung gewesen und am nächsten Tag war ein Workshop angesetzt. Die beiden und ich.

Was ich da beitragen sollte, erschloss sich erstmal nicht. Und mein Chef sagte auch nichts dazu. Ich solle mich halt einbringen. Was ich dann auch tat, nämlich mit Verständnisfragen. Wenn mir etwas unklar war, dann fragte ich nach. Was meinen Bürokollegen total nervte – er konnte oder wollte seine Missbilligung gar nicht mehr zurück halten.

Bei einer Frage wollte er mich dann gleich mal total ungehalten abkanzeln. Zwei Zahlen stimmten nicht zusammen und er setzte an, mir die Sache zu erklären. Von oben herab und total falsch. Was er mir erzählte, machte einfach keinen Sinn. Was ich auch kommunizierte. Weiterlesen

Übers Ziel hinaus…

Ich habe vor kurzem hier über den Worst Case Job geschrieben, der ein wenig weniger worst geworden ist. Was das Ganze ein wenig, weniger schlimm macht! Und so habe ich es auch mündlich im Büro kommuniziert. Ja, ich habe mich darüber gefreut. Warum auch nicht. Wenn der schlimmste Fall nicht mehr mein persönlicher Alptraum ist, kann man sich ja auch mal darüber freuen!

Mrs. Wichtig und meine Freundin S. haben sich dann in meiner Abwesenheit darüber unterhalten und sich gefragt warum ich dann nicht freiwillig zurück gehe. Was sie mir dann auch am nächsten Tag gesagt haben. Weiterlesen

Negativ antriggern

Es gibt Dinge auf Facebook die mich jedes Mal negativ antriggern wenn ich sie lese. Dazu gehören offensichtliche Köder auf die die Menschen immer wieder reinfallen, Fake-News die bereits mehrfach widerlegt wurden aber immer wieder aufpoppen, Meldungen die man nicht teilen sondern kopieren soll, oder umgekehrt und Nachrichten die man unbedingt teilen soll, solange sie noch online verfügbar sind, bevor sie verboten werden. Witzigerweise kommen mir die Meldungen alle Jahre unter, was den Verdacht nahe legt, dass sie eh nicht verschwinden…..

Ich mag keinen Alarmismus. Dieses „mach das mal bevor es uns verboten wird“ nervt mich ehrlich gesagt ziemlich. Und meistens sind die Meldungen schlicht substanzlos oder falsch. Es gibt aber immer wieder Leute die sie teilen. Über den Schrecken wie naiv manch einer meiner realen Bekannten offenbar ist, habe ich schon geschrieben. Weiterlesen

Bedürfnisse

Rückblickend betrachtet habe ich mir immer viel zu viel gefallen lassen von meinen „Partnern“. Ich habe mich viel zu sehr nach ihren Bedürfnissen gerichtet und viel zu wenig nachhaltig meine eingefordert! Ich habe zwar mittlerweile gelernt meine Bedürfnisse zu kommunizieren und auch einzufordern doch, wenn ich nicht bekommen habe was ich brauchte, hielt ich trotzdem viel zu lange still.

Der Ex versteckte mich eineinhalb Jahre vor Freunden und Familie. Das war insofern leicht, da sie in einem anderen Bundesland, am anderen Ende von Österreich wohnten. Doch nicht nur, dass er mich nie mitnahm, wenn er nach Hause fuhr, er schickte mich sogar in meine Wohnung, wenn mal jemand nach Wien kam. Und ich habe es ihm durchgehen lassen obwohl es mir nach einer Zeit komisch vorkam. Weiterlesen