Sweet Seventeen

Mein 17. Geburtstag. Ich hatte tatsächlich Freundinnen zu Besuch! Ich hatte es irgendwie geschafft zwei Freundinnen in eineinhalb Jahren zu gewinnen! Und sie waren Silvester bei meiner Mutter, meinem Stiefvater und mir zum Essen eingeladen. Und danach ging es in die MyraStube am Fuße der Myrafälle. Ein nettes Fleckchen, welches zur Silvester-Party geladen hatte.

Zu Hause haben wir gegessen und geplaudert. Doch dort ging dann die Post ab. Wir haben gefeiert was das Zeug hielt. Getrunken und getanzt bis in die Morgenstunden. Denke ich. Ehrlich gesagt habe ich keinerlei Erinnerung mehr wie ich nach Hause gekommen bin. Wahrscheinlich zu Fuß…. Wobei ich auch nicht mehr weiß ob die eine Freundin, welche nicht bei uns im Ort gewohnt hat, bei mir geschlafen hat?????? Fragen über Fragen…. Weiterlesen

Lebensrückblick – Teil 2, 2. Jahrzehnt

Willkommen im neuen Jahr! Auf geht´s. 2018 wird toll. Das spüre ich!

 

Mein zweites Jahrzehnt war wahrscheinlich das herausfordernste meines Lebens. Zwischen 10 und 20 änderte sich so ziemlich alles….Mehrfach

Aber begonnen hat es gleich wie das erste geendet ist. Einsam. Doch wir wurden älter und bald begannen meine Mitschüler zu merken dass ich so ganz anders bin als sie selber. Das Mobbing begann. Ich wurde ausgegrenzt oder grenzte mich auch selbst aus, da ich nicht wusste wie man mit Menschen/Kindern umging. Ich zog mich lieber zurück und las. Bücher lachten mich nicht aus. Bücher sagten mir nicht dass ich hässlich bin. Bücher schlugen mich nicht mit den Hausschlapfen. Bücher hoben mir nicht den Rock hoch. Bücher waren gut zu mir! Und dabei war es egal ob es Romane oder Schulbücher waren. Bücher waren meine Zuflucht. Vor meinen Klassenkameraden und vor den Grosis. So lange mein Kopf in einem Schulbuch steckte, liesen sie mich in Ruhe. Und so lange ich immer alles wusste in der Schule, wurde ich auch fast nie gefragt. Vor der Klasse sprechen war mir ein gräul.

Mit 14 änderte sich mein Leben das erste Mal. Ich kam in die HAK in der nächsten größeren Stadt – eine Stunde mit dem Zug. So lange ich im Ort zur Schule gegangen war, hat mich Opi immer hingebracht und abgeholt. Doch nun musste ich ALLEINE mit dem Zug fahren! Ich war den halben Tag nicht unter der Aufsicht meiner Grosis! Und ich hatte schreckliche Angst. Wie mache ich eine Zugtüre auf? Wo soll ich mich hinsetzen? Was wenn ich mich wo hinsetze, wo jemand anderer sitzen will? Was wenn mich jemand anspricht? Was wenn ich mich in der Stadt verirre? Was wenn ich den Zug versäume? Ich war so durch den Wind. Ich hatte Angst vor meinem eigenen Schatten. Doch ich hoffte auf den großen Neuanfang! Die neuen Mitschüler wissen ja nicht dass ich anders bin! Blöderweise hatten sie Augen im Kopf. Mobbing 2.0 begann. Das war subtiler. Diffiziler. Tat aber genauso weh, wie die Hausschlapfen…. Also flüchtete ich wieder in meine Bücher….

Damals baute ich bereits bewusst an meiner Mauer um meine Seele. Wann ich den Grundstein gelegt habe, weiß ich nicht mehr, aber spätestens in der HAK musste ich mir eine härtere Schale zulegen. Also baute ich eine Mauer. Ich blendete alles aus was ging und tat so als würde mich das alles nichts angehen.

Mit 16 kam die nächste Veränderung. Ich zog bei meinen Grosis aus und bei meiner Mutter ein. Eine 180 Grad Drehung meines Lebens. Von 24/7/365 Totalüberwachung zu „mir wurscht was du machst“. Von täglichem Verhör was man mit wem wann wo gesprochen hatte zu „wann bügelst die Wäsche?“ Vom schlafen im Ehebett mit Opi zu eigenem Zimmer. Von täglichen Fragen zu den Hausaufgaben zu keinem Interesse an dem Zeugnis – wird schon passen. Mein Leben begann.

Faschingdienstag. Ich war 16 und das erste Mal fortgegangen. Mein Stiefbruder passte auf mich auf. Nach einer halben Stunde hatte ich einen Vollrausch und einen heiden Spass! Mein Partyleben begann. Betrunken war es mir so was von egal was meine Mitmenschen von mir dachten. Betrunken war ich locker, hatte keine Angst mehr. Ich war witzig und fähig Small Talk zu führen. Ich flirtete und knutsche mit Jungs. War lebenslustig und herzlich. Ich vergas dass ich schüchtern war und nicht wusste wie man mit Menschen redete. Also trank ich. Jedes Wochenende. Sicherheitshalber…Und ich begann zu rauchen. Ich war ein Partygirl. Und ich hatte das erste Mal in meinem Leben „Freunde“. Keine richtigen, aber das wusste ich damals noch nicht. Ich war nicht mehr alleine nur das zählte.

Und mit jedem Jahr wurde der Kater schlimmer. Die Probleme liesen sich immer schwerer ertränken. Ich baute aber immer noch fleissig an meiner Mauer. Ich liebäugelte mit Drogen, bis ich zusehen musste wie ein lieber Freund zwei Tage in einer Ecke kauerte weil er auf einem LSD-Trip hängen geblieben war… Ich lies die Finger von Drogen, nur ein wenig passiv mitrauchen…. Als es den ersten Drogentoten im Ort gab, war ich bereits weitergezogen.

Mit 19 war ich von meiner Mutter ausgezogen und in die „große“ Stadt übersiedelt. Ich hatte irgendwie die Matura geschafft und mir einen Job gesucht. Ich verdiente mein eigenes Geld und lebte in einer WG mit einer „Freundin“. Die Party ging weiter, nur mit neuen Freunden. Die hatten nichts mit Drogen am Hut. Nur Alkohol und Zigaretten… Sind ja keine Drogen!

© Libellchen, 2018

Mein Jahr 2017 – Teil 1, schöne Erlebnisse

Am Ende eines Jahres lasse ich gerne das Jahr Revue passieren. Also mittlerweile mache ich das gerne. Früher tat ich das eher ungern. Schlechte Jahre will man ja nicht wirklich noch mal am Bildschirm haben, lieber abhaken und hoffen dass das neue besser wird. Doch jedes Jahr hat auch positives und wenn man das nicht hervor holt, dann geht es auch ganz gerne gleich mal unter. Als ich über das vergangene Jahr nachdachte, waren die schlechten Erinnerung auch sehr viel präsenter. Die guten Momente – vor allem in der ersten Halbjahreshälfte – musste ich erstmal hervorkramen!

Jänner:

Mehr oder weniger begonnen hat das Jahr mit Aretha und der Fledermaus in der Staatsoper. Das war toll. Ein wunderschöner Abend! Wir hatten mächtig viel Spaß und ich war endlich mal in der Staatsoper!

Februar:

Dann natürlich die Gregorian in der Stadthalle. Dort war ich mit meinem Planer-Ex. Wir waren verliebt, hielten Händchen, kuschelten uns aneinander und knutschen vorher und nachher rum. Wir hatten einen wunderschönen Abend. Damals lag ein schönes gemeinsames Leben vor uns. An dem Abend war ich auf jeden Fall sehr glücklich. Leider ist die Erinnerung jetzt mit sehr viel Wehmut verbunden, aber da können die Gregorians nichts dafür.

Dann gab es noch einen schönen gemeinsamen Valentinstag. Der erste seit einem Jahrzehnt den ich nicht alleine mit Schokolade im Bett verbracht habe. Und auch einer der wenigen Momente wo er mir das Gefühl gab, dass ich Priorität in seinem Leben habe…. Weiterlesen

Tinder-Date

So. Ich habe es geschafft! Am Freitag hatte ich mein erstes Tinder-Date!

Wieso nicht schon früher? Weil in Wien sehr viele Match-Sammler unterwegs sind. Hunderte Matches und nur vereinzelt schreibt mal einer… Als ich mal einen Tag im Burgenland war, hatte ich dort 100% Kontaktanfragen nach Matches. In Wien komme ich vielleicht auf 1%.

Und diejenigen die dann übrig bleiben sind meistens nicht der Burner… Einer hat sich als Food-Porn-Liebhaber geoutet. Er hat mir jeden Tag ein Foto von seinem Mittagessen geschickt und mich jeden Tag aufgefordert es ihm gleich zu tun! Er hätte doch so gern ein Foto von meinem Essen! Das war übrigens das einzige Thema über das er auch reden wollte…. Falls es nicht auf der Hand liegt, der ist mittlerweile Geschichte! Weiterlesen

Kennt ihr das…

…wenn sich ein Event jährt? Wenn ihr im Jahr zuvor das Event mit dem Liebsten verbracht habt und heuer ohne da steht? Dieses nachtrauern von verlorenem? Dieses wieder zum grübeln anfange, warum alles schief lief? Da es ja im Jahr zuvor, genau das Gegenteil war? Im Jahr zuvor, gemeinsam hingehen, Händchen halten, knutschen, das gemeinsam sein geniessen? Sich einen Punsch teilen, ganz nahe beieinander stehen und die Nähe des anderen einfach auf sich wirken lassen. Die Zeit zu zweit geniessen. Am besten bei einem Event, welches nur einmal im Jahr stattfindet, um sich im nächsten Jahr gemeinsam daran erinnern zu können. So beginnen Traditionen, oder enden abrupt… Weiterlesen

Geburtstagspläne

So es ist vollbracht – und zwar nicht von mir… Aus einer „Not“ geboren wurden ein echt toller Plan! Und ich musste mich noch nicht mal selbst darum kümmern!

Ich hatte ja mal einen Plan wie mein 40er verlaufen soll. Gemeinsam mit dem Mann den ich liebe rüberrutschen. Knutschen, Nähe, Liebe und „anderes“….Toller Plan. Mann hat es sich nur anders überlegt…

Danach kam die Verzweiflung und ein Notfallplan. Ich hätte können mit meiner Mutter alleine bei ihr zu Hause feiern. Ich hatte aber befürchtet dass mich das genauso deprimiert wie alleine zu Hause… Nicht wegen ihr… Aber der Kontrast zu zärtlicher Zweisamkeit sollte schon ganz was anderes sein. Und nicht unbedingt bei meiner Mutter, wo ich wahrscheinlich den ganzen Abend heule, weil es nicht die Zweisamkeit ist, die mich mir eigentlich gewünscht hatte…. Weiterlesen

Frosch gefunden

Ich weiß jetzt wieder warum ich ungern date!

In meinem Urlaub habe ich es ja sehr intensiv betrieben die Männersuche. Und sie hat mir sehr viel Zeit gekostet… Aber von nix kommt ja bekanntlich auch nix. Will ich einen gscheiten Mann für mich finden, muss ich da offensichtlich ein wenig Zeit investieren.

4 erste Dates, 1 zweites Date habe ich bereits erledigt. Kandidat zwei schaute ja ganz gut aus. Reden konnten wir schon sehr gut miteinander, wenn auch seine WhatsApp Nachrichten recht bescheiden ausfielen. Satzstellung und Grammatik wird aber sicher überbewertet…. Und man muss ja nicht jede Nachricht verstehen…. Reden ging mit ihm aber gut, daher gab es auch ein zweites Date.

Blöderweise fehlen im nicht nur Verben in seinen Sätzen. Entweder hat er keine Ahnung von Körpersprache – was ich eher bezweifle bei einem Verkäufer – oder es war ihm meine Körperhaltung einfach egal… Jedes Mal wenn er näher kam, rutschte ich zurück. Mir ist es nämlich ganz egal ob man beim zweiten Date rumknutscht. Ich knutsche wenn mich mein Gegenüber anspricht…. Weiterlesen