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Im Laufe des Lebens lernen wir – hoffentlich – was uns guttut. Und wenn wir das herausgefunden haben, dann bleiben wir dabei. Wir kreieren unseren Alltag damit. Wem die Sauna guttut, geht regelmäßig dorthin. Oder massieren. Oder ins Kino. Oder in die Disco…..

Es gibt aber auch Dinge die tun einem in einer gewissen Lebensphase gut, doch nicht unbedingt dauerhaft. Wenn es mir richtig schlecht geht, meine Seele schmerzt, dann will ich alleine sein. Will zu Hause auf der Couch meinen Tränen freien Lauf lassen. Will mich in aller Ruhe wieder zusammenklauben und keine Kraft darauf verwenden müssen „zu funktionieren“. Wenn ich keine Kraft mehr habe, brauche ich keine Menschen. Dann brauche ich Sonne, ein gutes Buch, Schlaf, eine spannende Serie, einen Waldspaziergang,… Menschen fordern mich dann eher, auch wenn sie das nicht tun. „Ich bin für dich da“ ist schön, aber nicht das was ich brauche wenn ich ganz am Boden bin. Da brauche ich einfach meine Ruhe. Weiterlesen

Kindergarten für Erwachsene

Wenn jemand einen auf beleidigte Leberwurst macht, weil er oder sie zwar sehr gut austeilen, aber nicht einstecken kann und sich dann total angegriffen fühlt und in Folge zum Chef läuft heulen, dann ist das unangenehm wenn man der Auslöser ist. Wenn man aber nichts damit zu tun hat, sondern nur im Nachgang mitbekommt, das offensichtlich etwas war, was man nicht mitbekommen hat, dann ist das leider oftmals schlimmer als im Kindergarten!

In diesem konkreten Fall war ich nur eine Nebenbaustelle. Bei dem Frontalangriff auf meinen „bösen“ Kollegen, wurde ich nur kurz erwähnt, weil ich mir eine Aufgabe nicht habe umhängen lassen. Allerdings nicht zu mir, sondern nur zu meinem Kollegen. Was bei mir zu folgender Reaktion geführt hat:

……“kurz überlegt“…..“egal“….“ihr Problem“….. Weiterlesen

Auto fahren

Ach waren wir stolz damals, als wir starten konnten ohne das Auto abzuwürgen. Wenn wir perfekt schalteten und mit Hilfe der Motorbremse um die Kurven kamen und keine Bremslichter zu sehen waren. Und ganz wichtig, als wir endlich gut genug einparken konnten um direkt vor dem Stammlokal parken zu können, ohne uns vor dem gesamten Ort zu blamieren! Wir fühlten uns wie Helden.

Später lernte ich in der Großstadt Auto fahren. Stop and Go, Fahrspurwechsel im Großstadtverkehr und wegfahren mit Handbremse. Und als ich es endlich konnte, war ich mega-stolz auf mich. Irgendwann kann man es dann und es ist nicht mehr so wichtig. Doch dann kam Margit. Kaufte sich ein Automatik-Auto und gehörte plötzlich auch zu uns Autofahrern. Sie fährt aber nur bestimmte Wege, da sie nicht einparken kann. Für mich ist sie kein Held. Sie selbst fühlt sich aber so. Sie ist ja so viel besser als all die „Schwuchteln“ auf der Strasse! Ins Kino muss aber immer ich fahren, da sie nicht in Tiefgaragen fährt und sowieso auch nicht einparken kann. Das traf mich echt hart. Plötzlich kann jeder ein Autofahrer sein, auch wenn er nur gewisse Strecken fahren kann…. Weiterlesen