Lücke

Wenn man einen Menschen in das eigene Leben und Herz lässt und er oder sie irgendwann verschwinden, dann hinterlassen sie eine Lücke. Eine unförmige, individuelle Lücke. Diese Lücke kann niemand anderer ausfüllen, einfach weil sie zu individuell ist. Wenn eine lustige Freundin plötzlich verschwindet, wird man niemand finden, der genau denselben Humor hat. Es wird niemand anderer diese Lücke ausfüllen können….

Diese Lücke schmerzt natürlich, doch ob man es will oder nicht, sie ist da. Die Lücke im Herzen kennt jeder. Und jeder hat seinen eigenen Weg mit Kummer umzugehen. Was mich aber noch viel mehr belastet, sind die Kleinigkeiten im Alltag, die plötzlich anders sind. Wenn man sich daran gewöhnt hat Dinge gemeinsam zu machen und plötzlich muss man es wieder alleine machen, auch wenn man das gar nicht will…..Diese vielen Kleinigkeiten machen mir das Leben unleidlich…. Weiterlesen

Die nächste Baustelle!

Kaum geht mein Jobproblem zur Neige, ergibt sich ein neues Problem.

Angefangen hat es mir Halsschmerzen Anfang der Woche. Bloß nicht krank werden dachte ich, der Urlaub steht vor der Tür, die Zimmer sind gebucht, jetzt nur nicht schlapp machen! Am Dienstag fühlte ich mich dann schon richtig krank in der Früh. Als nächstes kamen die Kopfschmerzen. Migräne? Ja. Nein. Weiß nicht. Irgendwie schon, aber dann doch nicht so richtig. Aber schmerzhaft genug dass ich am Dienstagabend um 8 Uhr mit einer Schmerztablette ins Bett ging!

Und in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wurde alles klar. Ich wachte auf. Die Kopfschmerzen verschwunden und ich hatte das Gefühl meine rechte Backe stehe in Flammen! Zahnschmerzen!!!!

Und dann ging es los. Wer behebt dir jetzt auf die Schnelle die Zahnschmerzen. Mein Zahnarzt in Ungarn? Sicher! Doch wie sollte ich nach Ungarn kommen mit den Schmerzen. Und in der Nähe hatte ich mir noch keinen Zahnarzt gesucht – obwohl ich schon so oft daran gedacht hatte! Blöde Idee! Hätte ich wirklich tun sollen! Mein Kollege PK empfahl mir dann die zahnärtzliche Uni-Klinik in Wien. Ich also rein in die Öffis und zur Uni-Klinik. Dort war ich gleich mal angemeldet und ratz-fatz geröngt! Doch dann hieß es warten. Zweieinhalb Stunden. Und die Schmerzen kamen wieder in voller Wucht zurück. Inklusive Ohrenstechen! Und die Schlange wurde nur sehr langsam kleiner. Was auch daran lag, dass hinter der Wand noch eine zweite Schlange war, die ich aber nicht sehen konnte…. Und irgendwann fing ich dann dort total unmotiviert zum Heulen an. Ein kleiner Nervenzusammenbruch, schätze ich mal! Weiterlesen

Die 4 Entscheider meines Lebens

Ich habe mich vor kurzem Mal wieder mit einem Mann getroffen, der vom Verstand her perfekt zu mir passen würde. Und meine Seele fühlt sich auch sehr wohl in seiner Gegenwart. Leider sind das erst 50 % die notwendig wären, dass ich eine Beziehung mit ihm eingehen würde. Und ich denke das ist der Grund warum ich immer noch Single bin. Ich bin zu wählerisch. Ein Mann muss nämlich alle 4 Entscheider für sich gewinnen.

1. Kopf: Er muss eine gewisse Grundintelligenz mitbringen. Schließlich will ich mich geistig mit meinem Partner austauschen können. Ich will mit ihm philosophieren und diskutieren können. Ich brauche weder einen Ja-Sager, noch einen beschränkten Geist in meiner Nähe. Außerdem muss mein Verstand der Meinung sein, dass es gut gehen könnte. Er sollte einen Job haben, mit beiden Beinen im Leben stehen, Single sein. Die Beziehung mit „Der Ex“ war eine reine Kopfentscheidung damals. Er hatte damals vom Lebensplan genau gepasst. Außer dem Kopf sprach „der Ex“ auch ein wenig den zweiten Entscheider an – allerdings nur ein wenig Weiterlesen

Reise in die Vergangenheit

Jedes Mal wenn ich zu meiner Großmutter fahre, muss ich durch den Ort durch, in dem ich meine Kindheit und meine Jugendzeit verbracht hatte. 19 sehr unterschiedliche Jahre. Manchmal kommen mir Teile meines Lebens vor, als wäre das in einem anderen Leben gewesen. Ich habe so viel in diesem kleinen Dorf erlebt. Damals hatten wir 2.400 Einwohner. Jeder kannte jeden. Es wurde getratscht, gelästert und über Leute hergezogen. Es gab die Coolen. Die Aufgeklärten. Die Selbständigen. Die Sportlichen. Cliquen. Und es gab mich. Ich passte nirgendwo rein und bekam das auch zu spüren. Ich war eine Außenseiterin. Ausgeschlossen aus allen sozialen Aktivitäten. Jedes Mal die letzte bei Teambildungen im Sportunterricht. Diejenige mir der niemand je sprach – außer es wurde eine Hausarbeit benötigt.

Mit 16 änderte ich dann mein Leben radikal. Ich tat alles um mich in das soziale Leben einzufügen. Da ich allerdings im Grunde meines Herzens sehr schüchtern bin, half ich mir damals exzessiv mit Alkohol. Und es wirkte. Ich wendete an was mir Omi beigebracht hatte – sei immer so, wie sie dich haben wollen, dann werden sie dich auch akzeptieren. Dabei verlor ich mich selbst…. Und ich verlor mich im Alkohol. Freunde verlor ich – kaum gewonnen – an Drogen. Meinen Verstand ertränkte ich, mein Herz durfte sich allerdings austoben. Es wurde damals nicht nur einmal gebrochen. Meine Seele wurde nicht gefragt was sie wollte, das kam erst ein Jahrzehnt später. Ich habe nicht viel ausgelassen damals. War viel unterwegs. Hab mehr durch Zufall, als durch Verstand überlebt. Weiterlesen

Sehnsucht

Eigentlich war das Herz ganz zufrieden. Sie war glücklich. Und das schon seit Monaten, ja sogar Jahren. Sie hatte es endlich geschafft! Ihr Glück hing nicht mehr von anderen Menschen ab. Sie hatte gelernt sich über kleine Dinge zu freuen. Wenn sich jemand über ein Geschenk freute, dann freute sich auch das Herz. Wenn sie am Gipfel eines Berges stand und ihren Blick schweifen lies, dann ging sie fast über vor Glück. Beim chillen am See, wenn sie gemeinsam mit der Seele das eigene Glück genoss. Sie hatte gelernt sich über jeden dieser Momente zu freuen. Ihn an- und aufzunehmen. Sie hatte ein sehr bequemes Leben mittlerweile. Doch das hieß auch, dass sie nicht mehr gefordert wurde. Es gab keine Highlights, niemand den sie vermisste wenn er nicht da war. Etwas fehlte….

Die Seele hatte aufgehört zu weinen – schon vor Jahren. Sie hatte aufgehört ihm nachzutrauern – schon vor Jahren. Sie hatte gelernt sich selbst zu schätzen und zu lieben. Sie hatte gelernt sich selbst zu mögen und jetzt genoss sie gemeinsam mit dem Herzen das Leben. Doch irgendwie war sie einsam. Keine andere Seele die sie forderte war da. Es gab keine Seele deren Nähe sie suchte. Die sie vermisste wenn sie nicht da war. Etwas fehlte…. Weiterlesen

Beschwipst am Badestrand

So was aber auch! Hab die Familie von vorigem Jahr im Sommer wieder getroffen. Zur Erinnerung, ich habe mich mit einer 48-jährigen Frau angefreundet, die mit ihrem Lebensgefährten am selben See badet wie ich. Im Zuge dessen habe ich auch ihre Mutter und deren Lebensgefährten kennen gelernt. Und immer wenn ich baden war, haben wir uns voriges Jahr einen Baum geteilt. Diese Tradition haben wir heuer gleich wieder aufgenommen. Die Tochter war zwar ein wenig zurückhaltender als voriges Jahr, dafür hat mich ihre Mutter ins Herz geschlossen.

Am Samstag waren alle da, am Sonntag nur die älteren. Und wir plauderten wie alte Freunde. Und mittags gingen wir zur Kantine was trinken. Und da gönnte ich mir bei 30 Grad in der Sonne einen Aperol-Spritzer und einen halben Radler. Natürlich war ich dann auch gleich mal total beschwipst und schlief dann erstmal eine Runde im Schatten. So etwas ist mir ja überhaupt noch nie passiert. Andererseits neige ich auch nicht dazu mich mit wildfremden Familien anzufreunden… Weiterlesen