Verbesserungswürdig

Die Spiegelfunktion unserer Mitmenschen hilft uns auf unserem Weg zur Selbsterkenntnis. Wenn ich mir alles genau anschaue, was mich an meinen Mitmenschen aufregt, dann lerne ich sehr viel über mich selbst! Wenn mich an meiner Kollegin stört dass sie mir dauernd Arbeit umhängen will, dann ärgert mich eigentlich wirklich, dass ich nicht weiß wie ich sie am besten abblocke. Man kann seine Mitmenschen nicht ändern, man kann nur das eigene Verhalten ihnen gegenüber ändern… Weiterlesen

Urlaubsstart mit Kaffee und Plauderei

Begonnen habe ich den Urlaub mit einer kleinen Plauderei mit den Nachbarn. Ich habe eine 4-Zimmer Wohnung besichtigt und festgestellt, dass ich Recht hatte mit den Plänen. Meine Wohnung ist, vom Schnitt her, die beste Wahl gewesen. Irgendwie sind die kleineren und auch die größeren Wohnungen nicht so optimal wie meine. Irgendwie verwinkelt und nicht so großräumig. Weiterlesen

Was für ein gruseliger Gedanke!

Manche Anrufe und Fragen sehe ich einfach nicht kommen. Da ruft mich doch tatsächlich meine Mutter an und fragt mich ob ich mal ins Grab zu meinen Großeltern will. Es geht um den neuen Grabstein und ob sie Platz lassen soll für mich. Sie selber habe kein Interesse daran, aber sie wollte mich sicherheitshalber auch fragen. Weiterlesen

Zwischen Leben und Tod

Der Kontrast den ich mir in den letzten beiden Tagen gegeben hatte, könnte nicht größer sein. Gestern am Nachmittag die Drillinge besucht. Kinderlachen und Geschreie. Mit dreijährigen sinnlose Spiele gespielt und dafür mit einem Lächeln belohnt worden. Gibt es etwas Lebendigeres als kleine Kinder? Also sicher nicht als diese drei!

Das Essen mit ihnen geteilt, eine Milka-Tender-Torte bekommen, Gehüpfe, Gerenne und Herumgetobe. Ihnen beim Baden zugeschaut und langsam, ganz langsam einen leichten Draht zu ihnen aufgebaut. Das Mädel hat zwei Stunden mit mir und vier Duplo-Steinen gespielt und jedes Mal wenn sie mich angelächelt hat, ging das ganz tief in meine Seele. Weiterlesen

Flucht 2.0

Immer wieder kommen mir Kommentare unter wo Menschen die Situation im 2. Weltkrieg mit den heutigen Flüchtlingsströmen vergleichen. So nach dem Motto meine Großeltern sind auch nicht geflohen, die haben sich im Keller versteckt und abgewartet bis die Bombenabwürfe vorbei waren. Die sind nicht einfach so geflohen! Und da stellt sich mir schon die Frage ob diese Menschen ernsthaft 1939 bis 1945 mit heute vergleichen wollen?

Die erste Frage die sich mir bei solchen Postings immer stellt ist, welche Bomben waren das? In welchem Stadium des Krieges war das? In welchem Land? Dazu gibt es natürlich keine Antworten. Die Großmütter könnten Anfang des Krieges in Polen gesessen sein, oder auch Ende des Krieges in Deutschland oder Österreich. Oder ganz wo anders…

Nehmen wir mal 1 Beispiel raus. Es gibt ja nicht nur den Krieg in Syrien. Und die Flüchtlinge kommen auch nicht nur aus Syrien. Doch mal als einfachstes Beispiel. 2. Weltkrieg in Österreich gegen Syrien heute.

Dann wäre die IS gleichzusetzen mit den Nazis. Und die Flüchtlinge gleichzusetzen mit den Juden. Und so weit ich die Geschichte kenne, sind die Juden geflohen, genauso wie es die Syrer jetzt tun. Für mich stellt sich also die Frage, warum sind die Großmütter damals nicht geflohen? Um nach dem Krieg das Land wieder aufzubauen? Oder vielmehr weil sie nicht wussten wohin…? Das alles wird in solchen Postings nicht erläutert. Es wird nur gegen die „Scheiß Asylanten“ gehetzt und die armen Omas dagegengesetzt.

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Mad Max – Fury Road

Ich bin ja zu jung für die alten Mad Max Filme. Habe sie nie gesehen. Wusste nur von meinem Großeltern dass sie Schwachsinn sind – wie so ziemlich alles in dieser neumodischen Welt. Sie haben mich aber auch nicht weiter interessiert. Schließlich war ich noch recht klein, wie sie im Kino liefen.

Dann kam jetzt die Fortsetzung und Margit wollte unbedingt ins Kino. Sie kannte allerdings auch die alten Filme – ist ja doch ein wenig älter als ich. Wochenlang bearbeitete sie mich und irgendwann ließ ich mich breitschlagen. Widerwillig. Die Vorschau hatte mich eher in Richtung der Meinung meiner Großeltern getrieben. Und als Draufgabe verkündete sie mir noch, dass ihr Bruder auch mitkommen wolle. Na toll. Er ist ja eigentlich ein netter Mensch – also zu mir. Schließlich bin ich weder eine Schwuchtel, noch ein krimineller Ausländer. Bitte diese Wortwahl zu verzeihen, ich zitiere nur. Ab dem Moment wo er bei mir ins Auto einstieg bis ins Kino ging es nur um die Conchita-Schwuchtel und die kriminellen Ausländer am Wegesrand. Weiterlesen