Arschloch-Ranking

Mein Kollege hätte ein Problem wenn er wüsste wie ich hier schreibe. Er ist der Meinung ich solle zum Letzt-Arschloch nicht Arschloch sagen. Das tue ihm (dem Arschloch) und mir nicht gut. Ganz ehrlich ob es ihm gut tut, geht mir sowieso irgendwo vorbei. Und mir tut es derzeit gut. Ich weiß schon dass ich das überwinden muss. Aber ich muss die Phasen der Trauer trotzdem durchmachen. Und Wut gehört da nun mal dazu!

Und wenn ich denke wie lange ich für jede Phase nach dem süßen Typen brauchte, bin ich diesmal eh mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs. Verdrängen habe ich erledigt. Trauer – heulen – habe ich erledigt. Jetzt bin ich bei Wut und wenn ich die erledigt habe kommt dann die Akzeptanz. Weiterlesen

Ebenforstalm – Almsee – Ödseen

Was für ein Wochenende! Rückblickend war es wunderschön. Währenddessen war ich zwischenzeitlich ein wenig am verzweifeln. Ich war aber selber schuld. Hab alles eingepackt, nur meine Wanderstecken habe ich vergessen! Und das sollte ich büßen! Mit zwei Wanderprofis und ich sowieso schon körperlich angeschlagen, hätte ich sie wirklich gut gebrauchen können!

Tag 1: Anreise + „Spaziergang“

Eigentlich wollten wir ins Naturparkhaus in Molln. Doch am Donnerstag war Feiertag und da sperren sie um 14 Uhr zu. Haben wir um 14 Uhr 10 Minuten festgestellt, als wir dort ankamen. Also fuhren wir ins Gasthaus, lieferten unsere Sachen ab und gingen ein wenig ander der „krummen Steyerling“ spazieren. Davon habe ich leider keine Fotos. War ja nur ein Spaziergang. Da brauche ich ja keinen Fotoapparat mit… Na ganz so war es dann doch nicht. Eineinhalb Stunden durch den Wald, neben dem Fluß. Am Ende war ich durchgeschwitzt und müde!

Tag 2: Vom Bodinggraben auf die Ebenforstalm Weiterlesen

Freut euch nur!

Bei manchen ist die Freude offensichtlich groß dass ich gehe. Die zickige Tussi, wo es erst vor kurzem ein Gespräch gegeben hat, hat bereits ihr Gift verspritzt. Sie ist der Meinung dass sicherlich sehr viele froh sein werden, wenn ich gehe. Da hat sie sicher recht. Doch es gibt auch genug die mich vermissen werden. „Wer macht denn dann die Arbeit?“ „Du schupfst doch den ganzen Laden!“ „Auf dein Wort war immer Verlass!“ „Die Zusammenarbeit mit dir war immer total angenehm!“ „Ich bin total schockiert!“ „Wieso bloß?“ Nur ein kleiner Auszug was mir in letzter Zeit ins Gesicht gesagt worden ist. Leute wie die zickige Tussi bleiben sich treu und reden hinter meinem Rücken. Und einer der Gründe warum ich gehe sind genau diese hinterhältigen Leute bei uns. Die kann man nämlich nicht nachhaltig meiden. Selbst wenn ich jahrelang nicht mit ihnen rede, ein Wort von mir und schon wird wieder getuschelt.

Natürlich sind diese Menschen nicht der Hauptgrund, aber sie machen mir das weggehen leichter! Und auch die eigenen Mitarbeiter haben nicht das Potenzial mich traurig zu machen aufgrund der Trennung. Im Gegenteil! Ich bin auch froh wenn ich die nicht mehr sehen muss! Es gab in meinem eigenen Team eigentlich niemand mit dem ich menschlich auf einer Linie war. Ich konnte mit der einen oder dem anderen besser zusammen arbeiten, aber privat sehe ich da gar keinen Anknüpfungspunkte. Ich werde also sehr vieles nicht vermissen. Bleibt die Frage ob ich etwas vermissen werde! Einzelne Menschen vielleicht. Doch mit denen kann ich ja Kontakt halten. Und mehr als eine Handvoll sind es sowieso nicht! Weiterlesen

Endlich Ruhe?

Ich hoffe es zumindest!

Der Mittwoch begann mit einem zufälligen Zusammentreffen. Ein Kollege kam total unmotiviert vorbei und wir plauderten ein wenig über dies und das. Er erzählte mir seinen Unmut und fragte wie es mir so gehen würde. Er habe einiges gehört und finde es echt arg, was sie mir da alles anschauen lassen. Jo eh! Ich hielt mich trotz allem bedeckt und tat es als nicht so schlimm ab. Dann sagte er allerdings etwas wo ich dann zuschlagen musste. Ich muss gestehen ich hatte es total verdrängt gehabt. Dabei wusste ich ja, dass seine Schwester die kaufmännische Abteilung unseres Ministeriums leitet….Er bot mir an, sie zu fragen ob sie mich vielleicht brauchen könne. Sie seien zwar auch gerade in einer Umgliederung, doch wenn alles kommt wie geplant, wird sie möglicherweise einen freien Platz haben…. Ich bat ihn, sie zu fragen. Fragen kostet ja nix. Und so hatte ich eine halbe Stunde später ihre Telefonnummer. Der Lebenslauf ist auch fertig – meinen zwei Korrekturlesern sei Dank – und so kann ich jetzt die Jobsuche angehen. Gleich konnte ich sie zwar nicht anrufen, doch sie steht auf meiner – mittlerweile doch recht langen Anrufliste – ganz oben.

Als nächstes tauchte der Personalvertreter bei mir auf, der noch mit mir spricht. Er versicherte mir wieder dass der Einspruch – gegen meine Besetzung – ja nichts mit mir zu tun habe, sondern nur gegen meinen Chef gerichtet war. Und er wollte/konnte nicht verstehen, warum ich es irgendwie trotzdem persönlich nehme….Wir sprachen dann auch über Mr. Wichtig und er erklärte mir, dass sich ja sehr viele, sehr viel, von ihm gefallen lassen (müssen). Ich meinte dann schon, vielleicht wäre es gut, wenn sie ihm mal zur Abwechslung, ein paar Grenzen setzen würden! Ich meine, kein Wunder dass er glaubt er kann so mit mir umspringen, wenn (alle?) anderen das mit sich machen lassen! Weiterlesen

Ziele

Im Zuge meiner Grübelei und dem Thema aufgeben, habe ich auch viel über meine Ziele nachgedacht. Da gab es ja dieses Baby von mir, woran ich auch wirklich geglaubt habe/daran glaube. Ich glaube an die Sinnhaftigkeit und die Möglichkeit der Umsetzung. Aber eigentlich wurde ich zu diesem Baby „geschubst“. Ich bin nicht aufgestanden und habe gesagt, „das, genau das“ will ich erreichen. Irgendwie wurde es in den zweieinhalb Jahren der Planung zu meinem Baby. Einfach weil ich es kreativ gestalten durfte!

Aber mein Ziel war anfangs nicht, dass ich mich dann auch später darum kümmern will. Das kam dann erst im Zuge der Bearbeitung und weil mir auch mein Chef immer signalisierte, das ist mein nächster Karrieresprung! Und ehrlich gesagt wahrscheinlich auch der letzte, wenn ich nicht noch studiere… Meine gläserne Decke ist schon sehr nahe…Und mein Chef und Förderer der letzten zwölf Jahre, geht bald in Pension. Und ich denke er wollte mich noch versorgt wissen. Als Dank für meine Loyalität ihm gegenüber.

Total lieb und fürsorglich von ihm. Und es entsprach genau meinem ICH vor zwölf Jahren. Da war mein Ziel definitiv Karriere machen!!! Doch dann kam die Krise vor sechs Jahren und da begannen sich meine Prioritäten zu verschieben. Ich wollte nicht mehr nur arbeiten und über meine Grenzen gehen. Ich wollte glücklich werden. Mein Leben genießen und mich nicht mehr nur in der Arbeit aufreiben. Weiterlesen