Letzte Nacht – Stewart O´Nan

Die Gratis-Buch-Aktion der Stadt Wien bringt mir immer Lesestoff, der mir normalerweise nicht untergekommen wäre. Und dafür bin ich auch sehr dankbar. Hin und wieder über den Buch-Tellerrand blicken ist definitiv eine gute Idee.

Da ich jetzt ja wieder mehr zum Lesen komme, habe ich mich mittlerweile zu dem Buch vom Vorjahr vorgearbeitet.

Auf fast 160 Seiten wird der letzte Tag einer Lobster-Filiale am Parkplatz eines Einkaufszentrums geschildert. Bei Schneesturm. Kurz vor Weihnachten. Aus Sicht eines übergewichtigen Geschäftsführers. Er schildert seinen letzten Arbeitstag. Mit allen Problemchen, Gedanken und der üblichen Routine. Natürlich auch mit ganz viel Wehmut. Weiterlesen

Mich lieben

Ich wurde erzogen mit dem „Wissen“ dass ich nicht so geliebt werden kann, wie ich bin. Das hat mir meine Großmutter jahrelang eingebleut. Wenn ich Anerkennung und Liebe haben will, muss ich mich anpassen. Das war jahrzehntelang sehr tief verankert in mir. Ich habe trotzdem beschlossen meinen eigenen Weg zu gehen, auch auf die Gefahr hin, keine Liebe zu finden.

Und dann geschah das „Wunder“ es kam ein Typ daher der mich „trotzdem“ liebte. Ja, genauso empfand ich es damals. Er liebte mich trotz allem. Er gab mir das Gefühl perfekt zu sein und deshalb zweifelte ich auch gar nicht daran, dass es mit uns nichts werden könnte…. Wenn man so viel Glück erfährt im Leben, dass man so geliebt wird wie man ist, dann ist das Schicksal. Dann gehört man zusammen. Wahrscheinlich war das eine sehr naive Sicht der Dinge. Weiterlesen

Ins Tun kommen

Teil zwei meiner Ausbildung Projektmanagement hat stattgefunden und es waren zwei kurzweilige, informative, spannende Tage!

Ich bin ja ungewollt im Team mit zwei Kollegen von meiner alten Dienststelle gelandet. Mit beiden habe ich schon im Projekt bei der alten Dienststelle zusammen gearbeitet und ich habe die Nähe nicht gerade gesucht. Doch bei aller Kompliziertheit und Eigenheiten, sprechen wir halt doch eine gemeinsame Sprache. 13 Jahre bei der selben Dienststelle prägen halt schon sehr… Wo ich bei der neuen Dienststelle teilweise immer noch die Orientierung suche, kann ich mit Menschen von meiner alten Dienststelle ohne nachdenken „blind“ kommunizieren. Wir verstehen uns einfach. Oder ist es, weil es mir egal ist? Mache ich mir bei der neuen Dienststelle vielleicht einfach auch zu viele Gedanken? Will ich mich einfügen? Was bei der alten Dienststelle so was von egal ist und doch besser funktioniert? Liegt es vielleicht einfach an mir? Bin ich vielleicht schon wieder zu harmoniesüchtig….? Weiterlesen

Soziale Wesen

Vor kurzem ist mir ja ein kleines Licht aufgegangen. Der Planer-Ex hat mir gut getan wenn er da war, doch wenn er es nicht war, ging es mir schlecht. Jetzt wo er ganz weg ist, geht es mir richtig gut. Das was er mir gegeben hat, waren sehr ambivalente Gefühle. Auf der einen Seite Glück, auf der anderen Traurigkeit. Wenn er mich in den Arm genommen hat, hat er das repariert, was er selbst erst verursacht hat. Gut das wissen wir jetzt schon, doch ich habe da noch ein wenig darüber nachgedacht…

Er war nicht der Einzige! Der süße Typ liegt auf der Hand. Der hat das ganze drei Jahre mit mir gespielt. Zuerst schön fertig machen und dann als Retter mich wieder aufbauen. Und er würde es heute noch spielen, würde ich ihn lassen. Mit genug Abstand ist das aber sehr leicht zu durchschauen. Fakt ist aber auch, wenn meine Gefühle im Spiel sind, habe ich diesen Abstand nicht. Dann werde ich zum willigen Opfer. Und ich habe noch ein wenig mehr nachgedacht…. Weiterlesen

Undank ist der Welten Lohn…

…und Schadenfreude meine Bezahlung!

In meiner alten Dienststelle waren ja sehr viele nicht mit meinem Engagement einverstanden. Wozu was verändern? Wieso sollen wir effizient arbeiten wollen? Einfach mal ein wenig chillen! Wir leben doch ganz gut so!

Kein Unternehmen welches eigenes Geld in die Hand nehmen muss, würde sich das leisten können, was sich meine alte Dienststelle leistet…. Ich habe versucht das aufzubrechen und mir viele Feinde gemacht. Die haben alles daran gesetzt mich loszuwerden. Was sie auch geschafft haben. Jetzt müsste also alles gut sein!

Ist es aber nicht. Sie haben nämlich meine von mir geplante Servicestelle übernommen und halt ein „paar“ Dinge weggelassen die ihnen nicht gefallen haben… Das das Werk dadurch unrund läuft, war ihnen erstmal nicht so wichtig. Worüber sie sich sehr gefreut haben dürften, nach mir, haben sie endlich einen sozialen Chef. Den obersten Personalvertreter nämlich! Ach die glücklichen! Die böse Chefin sind sie endlich los! Weiterlesen

Rock the House

Am Dienstag hatte ich mal wieder einen extrem tollen Abend! Ich blieb ein wenig länger in der Arbeit, dann traf ich mich mit einer Freundin, wir holten uns einen Snack und plauderten ein wenig. Danach ging es total entspannt in die Stadthalle zu den 2chellos!

Vor dem Eintritt gab es eine kleine „negative“ Überraschung. Das gewisse Dinge nicht mit reingenommen werden dürfen ist mir ja schon länger klar, deswegen habe ich auch im Büro meine Handtasche großteils geleert. Dass die Handtasche aber auch nicht mehr größer sein darf als ein A4 Blatt, war mir noch neu. Und ich hatte auch eine normal große Damenhandtasche dabei. Also defintiv größer als A4! Da sie fast leer war, durfte ich sie aber trotzdem mit rein nehmen. In Zukunft werde ich das aber anders lösen müssen. Diesmal hatte ich auf jeden Fall Glück gehabt. Weiterlesen

Anteil Omi

Omis Leben war genau das Leben was ich tunlichst vermeiden wollte! Sie war nur am arbeiten. Hat sich nur aufgeopfert und keinen Dank dafür erhalten. War finanziell von Opi abhängig und somit gefangen in ihrer kleinen Welt. Dass diese Welt genau das war, was sie eigentlich wollte, habe ich lange nicht durchschaut. Sie war die geborene Märyrerin, die darin aufging sich für das Wohl anderer zurück zu nehmen… Ihr ganzes Leben bestand darin, Opi das Leben so angenehm wie möglich zu machen. Er war ihr Held und der Mittelpunkt ihres Universums. Für ihn und durch ihn, konnte sie Opferrolle über Jahrzehnte geben!

Für mich waren die ewigen Streitereien fürchterlich. Das andauernde Hickhack. Das ständige unter dem eigenen Leben leiden. Die Ausweglosigkeit aus der Situation. Das sich selbst nichts leisten können. Nur immer alles für andere tun, nie etwas für sich selbst. Ich habe es verabscheut und total verinnerlicht! Ich werde nie vergessen als ich mit ca. 28 Jahren mir das erste Mal etwas gönnte, was nicht notwendig war. Aretha war damals sehr stolz auf mich. Zuvor waren alle Anschaffungen in meinem Leben vernünftig gewesen…. Weiterlesen