Yoga

Am Donnerstag war Yoga angesagt. Da Aretha´s Probemonat im Fitnesstudio schon fast vorbei ist und wir noch Yoga ausprobieren wollten, musste es der letzte Donnerstag sein. Da ich am Nachmittag einen Termin im Röntgeninstitut hatte, musste ich früher aus dem Büro gehen. Ich fuhr zu meinem Schilddrüsenultraschall und danach nach Hause. Dort hatte ich drei Stunden Zeit, bis ich wieder raus in die Kälte zur Yogastunde „musste“. Alleine hätte ich es an diesem Tag sicher nicht geschafft, aber da Aretha auch kam, konnte ich mich tatsächlich motivieren. Ich fuhr am Abend nochmal ins Fitnessstudio und probierte Yoga aus.

Der Vorteil ist, es wird von meinem Fitnessstudio angeboten und kostet somit nicht extra. Der Nachteil ist, ich komm mit der Trainierin nicht klar. Was ich natürlich im Vorfeld nicht wusste, sondern erst beim Yoga selbst merkte. Bei Tai Chi hatte ich ein richtiges Erfolgserlebnis. Ich lernte eine Abfolge von Bewegungen und ging positiv aus der Stunde raus. Bei Yoga ging mir eigentlich die ganze Zeit nur eine Frage durch den Kopf „Was?“ Weiterlesen

Mittelweg

oder Märtyrer? Genau das war in den letzten Wochen immer wieder Thema. Ich wurde zum Märtyrer erzogen und habe es auch lange Jahre, exzessiv ausgelebt. Ich habe getan was mir gesagt wurde, ich war für alle da, habe mich aufgeopfert für die Gemeinschaft und wie es sich für einen echten Märtyrer gehört, war es der Gemeinschaft egal. Was mich bei meiner Sicht der Dinge, dass das Leben hart und ungerecht ist, bestätigt hat. Mir wurde gesagt, dass es meine Lebensaufgabe sei, sich aufzuopfern, damit es anderen gut geht. Mir wurde gesagt, ich bin das untere Ende der Nahrungskette und werde auch immer dort bleiben. Mir wurde prophezeit, dass ich egal was ich auch tue, ich nie es werden würde. Und ich habe es geglaubt. Doch bei dieser Sicht der Dinge fehlte mir etwas. Mir fehlte der Sinn des Lebens. Meine körpereigene Intuition, war mit dieser Sicht meines zukünftigen Lebens, nicht einverstanden.

Dieses Gefühl, dass da noch was fehlt, trieb mich an. Ich begab mich auf den Weg, denn Sinn meines Lebens zu finden. Und vor kurzem hab ich etwas gefunden, dass mein Leben viel lebenswerter gemacht hat. Genuss! Ich habe begonnen, nicht mehr ganz so viel zu leiden und stattdessen auch ein wenig mein Leben zu genießen. Und prompt erntete ich die ersten bösen Kommentare dazu. Wie kann ich denn auch nur! Ich bin ja noch jung. Mir steht es ja noch gar nicht zu! Ich muss doch zuerst leiden um dann leben zu dürfen. Doch was, wenn ich morgen sterbe? Was wenn ich keine Möglichkeit mehr bekomme, mein Leben zu genießen. Tja, das ist dann halt Pech. Unsere Vorfahren haben doch auch immer so gelebt, also muss meine Generation, dass auch so machen. Wir können doch nicht einfach unser Leben genießen, wo kommen wir denn da hin?! Weiterlesen