Sensibel

Manchmal wäre ich gern weniger sensibel… Oder besser gesagt, immer öfter! Ich habe es satt, dass ich immer spüre wenn jemand ein Problem mit etwas hat, einfach weil ich mich damit in der Vergangenheit immer emotional „erpressen“ lies und es mir extrem schwer fällt bei mir zu bleiben!

Vor ein paar Wochen kam ich eines morgens kurz nach sieben ins Büro und wurde von der Putzfrau „gestellt“. Ich sei so spät dran und es sei nur der Chef da und sie wolle den Mistkübel ausleeren. Das alles erklärte sie mir, während ich vollbepackt mit den Trainingssachen, Wintermantel, Haube und Handtasche um die Ecke zu meinem Büro bog. Da ich auf so „Überfälle“ gar nicht stehe, erwiderte ich recht schroff „Was ist das Problem?“. Na, nur Chef da, Mistkübel ausleeren…. „Ja, nochmal, was ist das Problem?“ Weiterlesen

Allein – Robert Palfrader

Der Dienstagabend war super lustig, wenn auch ein wenig erschreckend…

Ich war mit Aretha essen und wir quatschten ein wenig. Danach fuhren wir ins Rabenhof-Theater. Und als Robert Palfrader anfing zu reden, fühlten wir uns fast ein wenig ertappt! Sein Programm ähnelte sehr unserem Gespräch beim Essen und dem auf dem Weg zum Theater, genauso wie dem direkt vor der Tür…. Weiterlesen

Mein Jahr 2017 – Teil 3, Job

Ein sehr wichtiger Part heuer!

Anfang des Jahres war ich noch bereit alles zu geben. Es schaute danach aus, dass ich die Servicestelle nicht nur planen, sondern auch leiten würde. Das hätte die nächsten zwei Jahre vollen Einsatz von mir bedeutet.

Dann stand da plötzlich meine Nichteignung im Raum. Es sah danach aus, dass ich den Job nicht bekommen würde, aber ausplanen hätte ich das Ding trotzdem sollen…. Da wurde ich dann langsam unrund. Ich war nicht bereit für nichts, die ganze Arbeit zu machen.

Es gab ein Hearing, ein Gespräch, ein Hinwerfen, null Akzeptanz, dass verdonnern fertig zu planen, mein Entschluss zu gehen, die Jobsuche und die extrem rasche Möglichkeit zu gehen! Weiterlesen

Wichtige Retter

Letzte hatte ich ja schon ein wenig über Retter die zu Täter werden geschrieben. Eine Variante lebt Mrs. Wichtig in meiner neuen Dienststelle.

Sie will helfen. Sich kümmern. Die Abteilung retten! Alle koordinieren. Alles in Ordnung bringen. Blöderweise auch Dinge die gar nicht in Unordnung waren, bevor sie sich ihrer angenommen hatte! Achja, die Abteilung muss auch nicht gerettet werden.

Was war passiert. Nun, kurz gesagt, sie ist an mich geraten. Leider immer noch kein Opfer….

Wir haben kurzfristig eine Ferialpraktikantin bekommen. Und sie hat den Auftrag bekommen, das junge Ding zu beschäftigen. Am ersten Tag war noch meine Freundin im Büro, doch spätestens am Donnerstag tat sich für sie ein Problem auf, das sie versuchte zu lösen! Und zwar folgendermaßen… Weiterlesen

Heurigenbesuch

Am Donnerstag war ich dienstlich beim Heurigen! Gratisessen, ein paar Leute kennen gelernt und ein wenig genetzwerkt!

Ganz wichtig war die An- und Abreise mit Mrs. Wichtig. Schön langsam gewöhnen wir uns aneinander. Ich pass auf wie ich was sage und sie freut sich, weil ich bei jeder Frage zu ihr komme! Morgens gibt es jetzt regelmäßig einen Kaffeeplausch und beim Heurigen waren wir auch gemeinsam. Wir sind gemütlich mit Öffis angereist und hatten einen netten Abend. Vor allem das Essen war üppig und lecker.

Bei der Heimreise fuhren wir den überwiegenden Teil gemeinsam, aber das letzte Stück war ich alleine. Und ab der vorletzten Station hatte ich einen kompletten U-Bahn-Waggon für mich alleine. Das war dann noch ein wenig ein mulmiges Gefühl… Weiterlesen

Wohlfühlen

Noch steht das offizielle Gespräch aus, doch ich denke wir sind uns einig. Ich werde bleiben wo ich bin!

Diese Woche steht ganz im Sinne der Fortbildung. Mein Chef hält einen Vortrag und ich bin Gasthörerin. Als ich im Hörsaal ankam wurde ich durch zwei Bekannte Gesichter überrascht. Ich weiß nicht, warum ich nicht damit gerechnet hatte, aber Mitarbeiter meiner alten Dienststelle sind offenbar überall! Allerdings hatten die zwei nicht mitbekommen, dass ich bereits wo anders untergekommen bin und so waren sie sehr überrascht mich zu sehen. Ich wiederum war sehr überrascht die Folie mit der Abteilungsstruktur zu sehen, wo mein Name als Selbstverständlichkeit angeführt war.

Und so bilde ich mich fort, ohne Angst haben zu müssen, dass mir das mal als Zeichen meiner Inkompetenz vorgehalten wird!

Vorige Woche hat mich am Gang im Büro einer der wichtigsten Personalchefs aufgehalten. Ich kannte ihn bisher nur vom Namen her… Mr. Wichtig hatte ihn mal erwähnt und sich abfällig geäußert. Jetzt weiß ich warum! Der Mann ich nett und charmant und wirklich wichtig. Der muss ihm natürlich ein Dorn im Auge sein. Er plauderte ein wenig mit mir, fragte wo ich herkomme und wo ich jetzt arbeite und hieß mich „am Gang“ willkommen!

Nach 13 Jahren Kampf, viel Überheblichkeit und Arroganz bin ich so viel Nettigkeiten gar nicht mehr gewöhnt!

Schön!

© Libellchen, 2017

Neuanfang

Alle meinen Planungen und Überlegungen endeten vorige Woche am Mittwoch. Mein letzter Arbeitstag an der alten Dienststellen! Über das danach hatte ich mir keinerlei Gedanken gemacht! Hauptsache die letzten Tage durchstehen und dann nichts wie weg! Und sie zeigten mir nochmal genau warum ich weg will…. Margit war wie immer. Fragte mich Dinge über organisatorische Dinge für die Zukunft der alten Dienststelle – drei Tage bevor ich ging! Kollege TK druckste herum, weil er mich nicht bitten wollte den Schlüssel abzugeben, damit ihn mein designierter Nachfolger bekommen kann. Als er es endlich schaffte mich zu fragen, musste ich ihm leider sagen, dass ich ihn schon am Vortag bei Margit abgegeben hatte. Warum sie das in dem Gespräch dass sie geführt hatten, nicht erwähnt hatte, konnte ich nicht beantworten! Die neue supertolle mehrere tausend Euro teure Theke weihte Margit auch gleich ein indem sie darauf frühstückte! Kollege TK hatte fast einen Schlaganfall deswegen. Mein Projekt ist jetzt sein Projekt!

Ich bin emotional total raus. Ich habe es zwar zweieinhalb Jahre geplant und sehe jetzt wie sie jetzt alles tun damit es kolossal kracht, aber es ist mir egal! Ich weiß, dass ich meine Sache gut gemacht habe. Es hätte funktionieren können, doch es ist einfach nicht gewünscht! Effizienz, Kunden- und Serviceorientierung sind einfach nichts für meine alte Dienststelle! Und jetzt wo ich Störfaktor weg bin, können sie wieder alles schön ineffizient gestalten und sind glücklich damit. Und ich bin glücklich, dass ich es mir nicht mit anschauen muss! Weiterlesen