Wichtige Retter

Letzte hatte ich ja schon ein wenig über Retter die zu Täter werden geschrieben. Eine Variante lebt Mrs. Wichtig in meiner neuen Dienststelle.

Sie will helfen. Sich kümmern. Die Abteilung retten! Alle koordinieren. Alles in Ordnung bringen. Blöderweise auch Dinge die gar nicht in Unordnung waren, bevor sie sich ihrer angenommen hatte! Achja, die Abteilung muss auch nicht gerettet werden.

Was war passiert. Nun, kurz gesagt, sie ist an mich geraten. Leider immer noch kein Opfer….

Wir haben kurzfristig eine Ferialpraktikantin bekommen. Und sie hat den Auftrag bekommen, das junge Ding zu beschäftigen. Am ersten Tag war noch meine Freundin im Büro, doch spätestens am Donnerstag tat sich für sie ein Problem auf, das sie versuchte zu lösen! Und zwar folgendermaßen… Weiterlesen

Heurigenbesuch

Am Donnerstag war ich dienstlich beim Heurigen! Gratisessen, ein paar Leute kennen gelernt und ein wenig genetzwerkt!

Ganz wichtig war die An- und Abreise mit Mrs. Wichtig. Schön langsam gewöhnen wir uns aneinander. Ich pass auf wie ich was sage und sie freut sich, weil ich bei jeder Frage zu ihr komme! Morgens gibt es jetzt regelmäßig einen Kaffeeplausch und beim Heurigen waren wir auch gemeinsam. Wir sind gemütlich mit Öffis angereist und hatten einen netten Abend. Vor allem das Essen war üppig und lecker.

Bei der Heimreise fuhren wir den überwiegenden Teil gemeinsam, aber das letzte Stück war ich alleine. Und ab der vorletzten Station hatte ich einen kompletten U-Bahn-Waggon für mich alleine. Das war dann noch ein wenig ein mulmiges Gefühl… Weiterlesen

Wohlfühlen

Noch steht das offizielle Gespräch aus, doch ich denke wir sind uns einig. Ich werde bleiben wo ich bin!

Diese Woche steht ganz im Sinne der Fortbildung. Mein Chef hält einen Vortrag und ich bin Gasthörerin. Als ich im Hörsaal ankam wurde ich durch zwei Bekannte Gesichter überrascht. Ich weiß nicht, warum ich nicht damit gerechnet hatte, aber Mitarbeiter meiner alten Dienststelle sind offenbar überall! Allerdings hatten die zwei nicht mitbekommen, dass ich bereits wo anders untergekommen bin und so waren sie sehr überrascht mich zu sehen. Ich wiederum war sehr überrascht die Folie mit der Abteilungsstruktur zu sehen, wo mein Name als Selbstverständlichkeit angeführt war.

Und so bilde ich mich fort, ohne Angst haben zu müssen, dass mir das mal als Zeichen meiner Inkompetenz vorgehalten wird!

Vorige Woche hat mich am Gang im Büro einer der wichtigsten Personalchefs aufgehalten. Ich kannte ihn bisher nur vom Namen her… Mr. Wichtig hatte ihn mal erwähnt und sich abfällig geäußert. Jetzt weiß ich warum! Der Mann ich nett und charmant und wirklich wichtig. Der muss ihm natürlich ein Dorn im Auge sein. Er plauderte ein wenig mit mir, fragte wo ich herkomme und wo ich jetzt arbeite und hieß mich „am Gang“ willkommen!

Nach 13 Jahren Kampf, viel Überheblichkeit und Arroganz bin ich so viel Nettigkeiten gar nicht mehr gewöhnt!

Schön!

© Libellchen, 2017

Neuanfang

Alle meinen Planungen und Überlegungen endeten vorige Woche am Mittwoch. Mein letzter Arbeitstag an der alten Dienststellen! Über das danach hatte ich mir keinerlei Gedanken gemacht! Hauptsache die letzten Tage durchstehen und dann nichts wie weg! Und sie zeigten mir nochmal genau warum ich weg will…. Margit war wie immer. Fragte mich Dinge über organisatorische Dinge für die Zukunft der alten Dienststelle – drei Tage bevor ich ging! Kollege TK druckste herum, weil er mich nicht bitten wollte den Schlüssel abzugeben, damit ihn mein designierter Nachfolger bekommen kann. Als er es endlich schaffte mich zu fragen, musste ich ihm leider sagen, dass ich ihn schon am Vortag bei Margit abgegeben hatte. Warum sie das in dem Gespräch dass sie geführt hatten, nicht erwähnt hatte, konnte ich nicht beantworten! Die neue supertolle mehrere tausend Euro teure Theke weihte Margit auch gleich ein indem sie darauf frühstückte! Kollege TK hatte fast einen Schlaganfall deswegen. Mein Projekt ist jetzt sein Projekt!

Ich bin emotional total raus. Ich habe es zwar zweieinhalb Jahre geplant und sehe jetzt wie sie jetzt alles tun damit es kolossal kracht, aber es ist mir egal! Ich weiß, dass ich meine Sache gut gemacht habe. Es hätte funktionieren können, doch es ist einfach nicht gewünscht! Effizienz, Kunden- und Serviceorientierung sind einfach nichts für meine alte Dienststelle! Und jetzt wo ich Störfaktor weg bin, können sie wieder alles schön ineffizient gestalten und sind glücklich damit. Und ich bin glücklich, dass ich es mir nicht mit anschauen muss! Weiterlesen

Freut euch nur!

Bei manchen ist die Freude offensichtlich groß dass ich gehe. Die zickige Tussi, wo es erst vor kurzem ein Gespräch gegeben hat, hat bereits ihr Gift verspritzt. Sie ist der Meinung dass sicherlich sehr viele froh sein werden, wenn ich gehe. Da hat sie sicher recht. Doch es gibt auch genug die mich vermissen werden. „Wer macht denn dann die Arbeit?“ „Du schupfst doch den ganzen Laden!“ „Auf dein Wort war immer Verlass!“ „Die Zusammenarbeit mit dir war immer total angenehm!“ „Ich bin total schockiert!“ „Wieso bloß?“ Nur ein kleiner Auszug was mir in letzter Zeit ins Gesicht gesagt worden ist. Leute wie die zickige Tussi bleiben sich treu und reden hinter meinem Rücken. Und einer der Gründe warum ich gehe sind genau diese hinterhältigen Leute bei uns. Die kann man nämlich nicht nachhaltig meiden. Selbst wenn ich jahrelang nicht mit ihnen rede, ein Wort von mir und schon wird wieder getuschelt.

Natürlich sind diese Menschen nicht der Hauptgrund, aber sie machen mir das weggehen leichter! Und auch die eigenen Mitarbeiter haben nicht das Potenzial mich traurig zu machen aufgrund der Trennung. Im Gegenteil! Ich bin auch froh wenn ich die nicht mehr sehen muss! Es gab in meinem eigenen Team eigentlich niemand mit dem ich menschlich auf einer Linie war. Ich konnte mit der einen oder dem anderen besser zusammen arbeiten, aber privat sehe ich da gar keinen Anknüpfungspunkte. Ich werde also sehr vieles nicht vermissen. Bleibt die Frage ob ich etwas vermissen werde! Einzelne Menschen vielleicht. Doch mit denen kann ich ja Kontakt halten. Und mehr als eine Handvoll sind es sowieso nicht! Weiterlesen

Weichen für die Zukunft gestellt

Hallo Leute! Und schon wieder war ich abwesend… Sorry! Aber bei mir ging es die letzten zwei Wochen drunter und drüber. Ich habe mich in meinem neuen Büro eingelebt und mit es mir mit PK im Büro gemütlich gemacht. Und als ich endlich in Ruhe telefonieren konnte, habe ich gleich mal zwei Gesprächstermine bezüglich einer beruflichen Veränderung ausgemacht. Der erste Kontakt war die Schwester eines Kollegen und der zweite, der Mann einer Kollegin. In zwei ganz unterschiedlichen Bereichen.

Dieser Montag war dann richtig heftig. Ich fuhr als erstes ins Büro, stellte mein Auto ab und fuhr in die Innenstadt. Dort traf ich mich mit der Schwester meines Kollegen. Wir plauderten ein wenig und sie versprach nachzuschauen, ob sie einen Job für mich habe. Dazu ist zu sagen, dass nicht nur bei uns alles umgeworfen wird. Sondern im ganzen Ministerium. Und sie hat das Problem, wenn ein Arbeitsplatz erstmal frei bleibt, bekommt sie jemand einfach eingeteilt. Und eingeteilt werden natürlich nur jene Menschen, die zuvor schon nicht zu gebrauchen waren. Die guten Mitarbeiter sind sowieso schon alle „versorgt“. Ihr wäre es also lieber, sie bekomme jemand engagierten wie mich, als jemand unbrauchbaren. Das konnte ich definitiv nachvollziehen! Weiterlesen

Die muss man doch irgendwie provozieren können….

Wir erinnern uns. Am Montag habe ich den Job hingeschmissen. Am Dienstag habe ich die Planung umgehängt bekommen und hatte das Gespräch mit der zickigen Tussi. Dienstagabend fühlte ich mich schon, wie normalerweise am Donnerstag… Doch das Highlight diese Woche kam dann am Mittwoch! – wo es mir eigentlich schon gereicht hätte.

Ein Kollege von mir verliert zwei Mitarbeiter. Der eine wird mit mir die Planung machen müssen und eine Mitarbeiterin wird einen Teil meiner Arbeit am Arbeitsplatz übernehmen. Am Mittwoch in der Früh begrüßte er mich gleich mal, indem  er mich anmaulte, weil schließlich alles meine Schuld sei. Nicht nur dass er selbst nicht freigestellt worden war, jetzt verliert er wegen mir!!! auch noch zwei Mitarbeiter. Ich ersuchte ihn es jemand zu erzählen, den es interessiert! Und als kleiner Tipp, ich sei es nicht! Weiterlesen