Gelöst

Ich hätte mir nie erträumt dass KEIN Sex so erlösend sein kann. Seit der süße Typ und ich NICHT miteinander geschlafen haben, verstehen wir uns besser als jemals zuvor. Wir sind total ungezwungen miteinander und können auch wieder zusammen lachen. Wir dürften letztendlich doch noch einen Weg gefunden zu haben zu einer Freundschaft. Und zwar zu einer, die total selbstverständlich und überhaupt nicht komisch ist.

Bisher waren wir ja eigentlich auch schon „Freunde“ gewesen – zumindest haben wir uns das immer wieder versichert – doch dabei waren wir irgendwie gehemmt gewesen. Wahrscheinlich ging es ihm ähnlich wie mir. Ich ging die ganze Zeit davon aus, dass es nur so lange gut gehen kann, so lange wir nicht alleine sind. Jetzt ist diese Anspannung weg. Wir waren alleine in meiner Wohnung und beide hatten wir nicht wirklich Lust, dass was wir haben, wegen Sex zu zerstören. Weiterlesen

Herzenswunsch

Ich lese gerade wieder ein Buch wo es darum geht, wie man selbst seine eigene Realität schaffen kann. So nach dem Motto, wenn du dir etwas wirklich von ganzem Herzen wünschst, und danach nicht mehr daran denkst, bekommst du deinen Wunsch auch erfüllt. Und ich weiß ja bereits dass es funktioniert. Zumindest mit Kleinigkeiten. Letztens erst hab ich in einem Gespräch einen Wunsch geäußert. Ich habe mir eine einfache Lösung bestellt, in einer Situation, wo ich in der Vergangenheit immer ein langwieriges Problem damit hatte. Da ich jedoch keine Lust auf Probleme hatte, meinte ich so während des Gesprächs, ich will dass sich die Sache von selbst erledigt. Und dann redeten wir über viele andere Dinge. Und noch genau am selben Abend, hat sich mein Problem von selbst erledigt. Zufall? Egal! Hauptsache es hat funktioniert.

Wenn es kein Zufall ist, sollte es auch bei größeren Dingen funktionieren. Und wenn ich nicht sicher bin, ob es funktioniert oder einfach nur Zufall ist, probiere ich es einfach aus. Frei nach dem Motto „Hilft es nicht, schadet es nicht.“ Ich habe also beschlossen, es auch bei einer größeren Angelegenheit auszuprobieren. Und zwar bei dem Thema Beziehung. Diesen Entschluss fasste ich während ich massiert wurde. Bei der Massage werden alle meine Muskeln gelockert, auch die im Kopf. Da schweifen meine Gedanken immer ab, und ich habe schon einige meiner Probleme im Halbschlaf gelöst. So auch diesmal das Thema Mann. Weiterlesen

Teddy – Kapitel 17

…. Fortsetzung von

Sie setzte sich mit ihrem Kaffee auf ihre Terrasse und beobachtete gedankenverloren die Dämmerung. Sie dachte gerade über ihren Traum nach, als sie eine Bewegung auf Berasi´s Terrasse wahrnahm. Er konnte offensichtlich auch nicht schlafen. Sie winkte ihm zu, auch wenn sie sich nicht sicher war, ob er sie überhaupt sehen konnte. Doch er hatte sie gesehen und so stand er 5 Minuten später ebenfalls mit einem Kaffee auf ihrer Terrasse. Und natürlich wollte er wissen, warum sie schon auf sei. Normalerweise rege sich um diese Uhrzeit noch nichts in Sindames. Normalerweise? Er war wohl ein Frühaufsteher, dachte Teddy bei sich. Da sie ohnehin das geträumte verarbeiten musste, erzählte sie Berasi ihren Traum. Vielleicht hat er ja eine Idee was das sollte. Als sie geendet hatte, fragte er sie nur „Und warum bist du wütend?“ Warum? War das nicht klar? Ihr Freund hat sie betrogen! „Bist du denn auf ihn wütend?“ „Na klar, auf wen den sonst?“ Doch während Teddy das sagte, spürte sie dass es nicht stimmte.

Sie war auf sich selbst wütend. Weil sie es mal wieder verbockt hatte. Das war doch Blödsinn. Sie hatte gar keinen Freund, das war nur ein Traum, wieso fühlte es sich bloß so real an? „Weil du reinfühlen sollst“ war Berasis schlaue Antwort. Sie mochte ihn ja, aber hin und wieder konnte er echt nerven. Wo rein fühlen? In ihre Versagensängste? In die Angst nicht gut genug zu sein? Nicht liebenswert zu sein? Es nicht wert zu sein, geliebt zu werden? „Ja!“ Seine Antworten wurden echt immer kürzer. Aber er hatte recht. Sie hatte so viele alte Verhaltensweisen hier in Sindames geändert, doch das Thema Beziehungsunfähigkeit hatte sie bisher sorgsam ausgespart. Sie hatte ja auch keine Beziehung, also brauchte sie sich auch nicht darum kümmern. Weiterlesen

Mondknoten

Am letzten Abend zu Hause habe ich in meinem Jahrshoroskop 2012 geblättert. Ich wollte mir schon länger eines kaufen, habe aber keines gesehen. Am letzten Arbeitstag war ich dann noch einkaufen und da lag es an der Kassa, also hab ich es mitgenommen. Das Jahreshoroskop war jetzt aber nicht wirklich so interessant für mich, sondern vielmehr das was am Schluss des Heftes kam.

„Ihr Mondknotenhoroskop – Entschlüsseln sie ihr Karma“

Oje, dachte ich Karma. Da ist wieder das Thema Wiedergeburt. Das habe ich für mich ja noch immer nicht aufgelöst. Ich stehe dem Thema zwar bei weitem nicht mehr so ablehnend gegebenüber wie noch vor einem Jahr, aber so richtig verstehen tue ich es noch immer nicht. Was mich aber natürlich nicht gehindert hat, trotzdem zu lesen was in der Zeitschrift stand. Und was ich da las, machte mich sprachlos!

Zusammengefasst kann man sagen, dass man ein Sternzeichen aus einem früheren Leben mitbringt und eigentlich in diesem Leben ein anderes Sternzeichen leben sollte. Ich wurde gemäß der beiliegenden Tabelle im Südmondkonten Widder geboren und sollte eigentlich den Nordmondknoten Waage leben. Das ist jetzt natürlich nicht sehr wissenschaftlich erklärt, aber alle die es genauer wissen wollen, können ja Wiki befragen :-). Ich will euch jetzt aber nicht vorenthalten was mich sprachlos machte: Weiterlesen

Neuanfang – Kapitel 3

Und was jetzt? Wie geht es weiter? Die verwirrte Seele wusste es nicht. Sie hatte vieles falsch gemacht in ihrem letzten Leben, doch das konnte sie jetzt nicht mehr ändern. Es war vorbei. Sie konnte nicht mehr um Verzeihung bitten und sie konnte das Rad der Zeit nicht zurück drehen. Sie hatte so vieles falsch gemacht und jetzt war sie hier. Doch wie geht es jetzt weiter?

Die Erinnerungen in ihrem Leben wurden immer vollständiger. Sie konnte sich wieder an ihr gesamtes Leben erinnern. Und sie sah auch das gesamte Leben ihrer Hinterbliebenen. Und was sie da sah konnte sie kaum glauben. Sie hatte ihre Nachfahren gar nicht wirklich gekannt. Hatte nie erkannt welche tollen Menschen sie geworden waren. Hatten nie gesehen was sie alles leisteten in ihrem Leben. Das machte die verwirrte Seele traurig. Sie hatte so viele böse Worte zu ihnen gesagt. Hatte sie ihr Leben lang versucht klein zu halten. Doch sie hatten sich erfolgreich gewehrt. Waren ausgebrochen und hatten sich ein eigenes Leben aufgebaut.

Doch sie, die verwirrte Seele wollte das nicht sehen und so hatte sie es auch nicht gesehen. Sie hatte das wahre Ich der Menschen in ihrer Umgebung nie wahr genommen. Hatte nur gesehen, was sie sehen wollte. Hatte nicht darauf geachtet, was sie erzählt haben. Hatte sich nicht darum gekümmert, dass sie der Seele das wahre Ich gezeigt haben. Sie war zu sehr darauf konzentriert gewesen, sich in Selbstmitleid zu baden, dass sie sich um die Menschen die sie geliebt hatten, nicht kümmerte. Und sie hatte diese Sichtweise an ihre Nachkommen weiter gegeben. Auch sie hatte lange Jahre ihres Lebens verschwendet. Hatten sich darauf konzentriert, was ihr Umfeld von ihnen wollte. Hatten versucht die verwirrte Seele stolz zu machen. Doch vergeblich. Weiterlesen

Neuanfang – Kapitel 2

Der verwirrten Seele fiel es wie Schuppen von den Augen. Nachdem sie plötzlich alles wusste was, warum in ihrem Leben passiert war, wusste sie auch, dass sie den falschen Weg gegangen war. Sie hatte sich Zeit ihres menschlichen Lebens darauf konzentriert, was ihr Umfeld ihr angetan hatte. Sie war davon ausgegangen dass sie keine Chance hatte, dabei waren ihr alle Türen offen gestanden. Doch sie war nicht hindurch gegangen. Sie hatte zu viel Angst gehabt, enttäuscht zu werden und so war sie verharrt in Selbstmitleid.

Sie war auf die Welt gekommen, kurz nach dem ersten Weltkrieg. Die Startbedingungen waren also nicht gerade die besten gewesen, doch sie hätte etwas daran ändern können, wenn sie den Mut dazu gehabt hätte. Viele Menschen hatten ihr gesagt, dass sie nichts wert sei und sie hatte es geglaubt. Sie hatte nicht widersprochen, doch sie wollte es ihnen zeigen. Sie wollte den anderen ihr Leben lang beweisen dass sie besser war als sie glaubten, doch sie hatte auch immer gezaudert. Hatte auch immer Angst gehabt es nicht zu schaffen. Und sie hatte es nicht geschafft. Nicht so wie sie es sich gewünscht hatte.

Es gab immer Menschen die sie für das was sie gesehen und erlebt hatte bewunderten, doch die wirklich wichtigen Menschen gehörten nicht dazu. Natürlich war ihre Familie für sie da gewesen und hatte sie geliebt, doch die Menschen denen es die Seele zeigen wollte, die hatte sie nie beeindrucken können. Es gab so viele Menschen die besser waren als sie selbst, an die sie nie herangekommen war und das hatte sie fertig gemacht. Sie hatte jahrelang nur den Mangel wahr genommen. Was sie nicht konnte, was sie nicht hatte, was sie nicht geworden war. Und ihre Mitmenschen hatte sie immer beneidet um das was sie erreicht hatten. Doch je länger sie mit ihrem Mangel gelebt hatte, desto mehr sah sie auf das was andere erreichte, während sie selbst auf der Stelle trat. Weiterlesen

Frohe Weihnachten

wünsch ich euch allen! Ich werde mich jetzt mit meinen Geschenken aufmachen zu meinem Papa, seiner Frau und meinen Stiefbrüdern. Ein Weihnachten im Familienkreis. Und ich habe Geschenke im Gepäck. Und heuer gibt es ganz was anderes. Meine Brüder bekommen „meinen“ xunden Kaffee zum kosten. Und mein Papa muss sich sein Geschenk mit meiner Stiefmami teilen. Es sind zwei Bücher und ein Brief. Und ja, es sind die 2 Libellchen – Bücher. Und in dem Brief steht mein Outing.

Und ich bin nervös deswegen. Doch ich darf mich nicht sorgen. Als ich überlegte was ich ihnen heuer schenken soll, schossen mir die Bücher durch den Kopf. Und alle Zweifel die danach kamen, entstanden nur aus meiner Angst verletzt zu werden. Ich habe Angst davor dass er sich nicht darüber freut, dass er nicht stolz auf mich ist, das er ähnlich reagiert wie mein Großvater. Doch ich weiß auch, wenn ich diese Angst nicht überwinde, wird es genau so passieren. Wenn ich etwas gelernt habe im letzten Jahr, dann dass sich meine Ängste immer erfüllen. Auch bei meinem Großvater hatte ich damals Angst, dass er nicht stolz sein könnte, und genau so kam es dann auch. Weiterlesen