Gelassenheit und Zuversicht

Ein Jahr bin ich jetzt schon fast bei meiner neuen Dienststelle. Immer noch nicht versetzt, immer noch in Schwebe, aber ich halte jetzt schon ein Jahr – für meine Verhältnisse – überaus gelassen durch. Andere – die einen fixen Arbeitsplatz haben – sind da weit unrunder.

Wobei ich ja auch einen habe, nur halt nicht bei der neuen Dienststelle. Zumindest noch nicht. Das ganze Ministerium steht. Niemand wird versetzt, es ist also kein Einzelschicksal. Weiterlesen

Angst oder Gelassenheit

Im Büro kochte diese Woche wieder etwas auf. Etwas wurde nicht genehmigt und gleich sahen uns einige aufgelöst werden. Ich kann euch gar nicht sagen wie sehr mich das mittlerweile nervt. Dabei war ich früher auch mal so…. Ich konnte mich auch ganz gut auf das schlechteste Ergebnis einstellen, aber was genau bringt es denn? Gar nichts! Sollten wir wirklich irgendwann mal aufgelöst werden – was ich nicht glaube -, dann suche ich mir was anderes. Wenn ich wieder retour muss, dann werde ich mir dann überlegen was ich mache. Natürlich soll man schon mit offenen Augen durchs Leben gehen und Unheil – wenn möglich – kommen sehen. Aber echtes Unheil! Nicht so lange über eine 2% Möglichkeit nachdenken bis man sich zu 100% sicher ist dass es so kommen wird….

Am Freitag war dann übrigens eine Besprechung und die Genehmigung wurde dann nach ca. sechs Minuten Gespräch erteilt. Es war einfach nur ein Missverständnis gewesen…. Weiterlesen

Wir im Alter

Eine zusätzliche Herausforderung bei dem Seminar vorige Woche war die Teilnahme von Krimhilde. Hätte ich gewusst dass sie hingeht, hätte ich mich wahrscheinlich gar nicht angemeldet. Das sie zum selben Seminar geht, habe ich aber erst erfahren als die Zusage kam. Und da war es dann schon zu spät. Und ja, sie war wieder in Höchstform. Sogar die Vortragenden – echte Profis – hatten Probleme ihren Gedankengängen zu folgen. Oftmals war bei ihren Aussagen noch nicht mal klar, meint sie das jetzt positiv oder negativ? Sie kann sich einfach nicht erklären. Immer öfter erinnert sie mich an meine Großmutter! Lebt in ihrer eigenen kleinen Welt und kennt nur schwarz oder weiß. Graustufen gibt es einfach nicht. Sie stellt einfach eine Aussage in den Raum und geht davon aus, dass sie jeder versteht, weil ja sowieso alle gleich denken wie sie…. Weiterlesen

Wieder mal alleine glücklich

Schön langsam komme ich wieder dort hin, wo ich vor dem Planer-Ex war. Ich geniesse meine Zeit alleine wieder viel mehr.

Meine Mitmenschen machen es mir aber auch immer sehr leicht… Je älter ich werde, desto weniger Menschen mag ich. Ich glaube es hat aber weniger mit dem Alter, als vielmehr mit meinen Erfahrungen zu tun. Blender durchschaue ich mittlerweile sehr schnell. Genauso wie Energieräuber. Menschen können ja arm sein, deswegen tun sie mir noch lange nicht gut. Ich bin definitiv nicht bereit für jeden Leidenden, den Retter zu spielen….

Und Freunde können Freunde bleiben – ich vergesse nicht wenn jemand in schwierigen Zeiten für mich da war – doch deswegen muss ich nicht jede freie Minute miteinander verbringen. Manche Freundschaften wachsen auch mit der Distanz… Weiterlesen

Potenzialanalyse

Ich kenne jetzt endlich mein Potenzial! Obwohl. Nein, nicht wirklich. Viel Neues war ja echt nicht dabei! Ich bin zielorientiert und detailbezogen. Meide Misserfolge, bin entscheidungsfreudig, mag keine mehrdeutigen Situationen, rede lieber als zu streiten, strebe nach sozialer Akzeptanz und reagiere auf Belastung emotional. Wie gesagt alles nichts Neues. Was mich dann doch überrascht hat, ich bin angeblich null mitarbeiterorientiert. Darüber haben wir dann doch ein wenig geplaudert. Wie sich rausstellte habe ich den Test gemacht als mir meine Mitarbeiter mal wieder mit diversen Blödheiten gekommen sind – weniger Arbeit, nur die minderwertige Arbeit und mehr Geld bitte. Das dürfte sich ein wenig auf das Ergebnis ausgewirkt haben…. Weiterlesen

Vom Selbermacher zum entspannten Delegierer

Ich finde es faszinierend welchen beruflichen Umschwung ich in den letzten Jahren gemacht habe. Als ich vor 17 Jahren zu arbeiten begonnen habe, war ich ein Perfektionist von der unangenehmen Sorte. Also musste perfekt stimmen und nur ich alleine konnte es richtig machen – Barbara erinnert mich immer ein wenig an mein früheres Ich. Ich war ein Fachmann in meinem Bereich und ich hielt mich strikt an die Regeln. Eine Abweichung von der Norm gab es nicht. So eine Einstellung ist natürlich nicht so schlecht, wenn man in der Kassenprüfung tätig ist. Doch natürlich passieren auch dem besten Perfektionisten Fehler. So auch mir. Doch wenn mir ein Fehler passiert war, dann bereitete mir das fast körperliche Schmerzen. Also erfand ich ein System wie ich jede meiner Handlungen, selbst 2 Mal kontrollieren konnte. Und so fand ich meine Fehler selbst. Was mich zwar trotzdem ärgerte, aber mir zumindest die Bauchschmerzen ersparte.

Im Laufe der Jahre lernte ich mit meinen Fehlern zu leben. Da meine Fehlerquote immer noch weit unter dem Durchschnitt lag, konnte ich Recht gut damit umgehen. Ich versuchte meine Arbeit immer noch perfekt zu machen, doch wenn mir mal etwas durchrutschte, so konnte ich es auch wegstecken, wenn mich mein Vorgesetzter darauf aufmerksam machte – ohne körperliche Beschwerden! An diese Ich erinnert mich Daniela, weshalb ich auch dienstlich so gut mit ihr auskomme. Was gibt es schließlich besseres als einen motivierten Mitarbeiter, der versucht keine Fehler zu machen! Weiterlesen

Mit Begeisterung und Gelassenheit

Eine Stunde voller Erkenntnisse, dank zweier Videos von Prof. Dr. Gerald Hüther, einem deutschen Neurobiologen. Dank ihm weiß ich jetzt warum ich die besten Einfälle auf der Toilette habe. Dort bin ich nämlich nicht mit denken beschäftigt und somit ist mein Gehirn frei sich Lösungen einfallen zu lassen.

2 Stichworte sind mir sofort hängen geblieben – Begeisterung und Gelassenheit. Wenn man mit Begeisterung an eine Sache herangeht, dann kann man bis ins hohe Alter alles lernen und wenn man im Zustand der Gelassenheit ist, dann kann man auch Probleme lösen, die einem unlösbar erscheinen.

Auch was er über den Frontal- bzw. Jammerlappen gesagt hat, gibt mir zu denken. Alle negativen Erfahrungen in unserem Leben verdichten sich zu einer gewissen Haltung und diese wird in unserem Gehirn abgespeichert. Er hat aber auch klar gemacht, dass jeder Mensch, jederzeit umdenken lernen kann! Eine Erfahrung die ich ja selbst schon gemacht habe! Auch ich habe meine Denkmuster mit über 30 Jahren rebootet. Weiterlesen